Die Alf (auch: „Alfbach“) ist ein knapp 52 km langer, orographisch linker Nebenfluss der Mosel in der Eifel.
Name Der Name wird 1406 erstmals erwähnt (uff der Alben). Er leitet sich vom keltischen Flussnamen *Albā Weißwasser ab. Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1 „Alf“, Seite 31.
Geographie Verlauf Die Alf entspringt etwa 1 km nordöstlich von Hörscheid in der Vulkaneifel. Von ihrer Quelle auf aus fließt die Alf zunächst in südliche Richtung. Die erste Ortschaft an ihrem Weg ist Darscheid, an dessen östlichem Ortsrand sie vorbeifließt. Die nächsten, direkt an ihrem Lauf liegenden Orte sind Gillenfeld und Strohn. An ihrem Oberlauf bis Strohn fließt die Alf lange in einem breiten und breit aufgeschotterten Tal, dem von nahe Steiningen an bis etwas vor dem ebenfalls außerhalb der Talmulde liegenden Udler kurz die Autobahn A 48 und dann länger die Autobahn A 1 folgt sowie etwas später am Gewerbegebiet von Mehren einsetzend und bei Gillenfeld endend der Maare-Mosel-Radweg, der dort die Trasse der ehemaligen Eisenbahnstrecke von Wittlich nach Daun nutzt.
Im folgenden, weiterhin südwärts ziehenden Mittellauf-Abschnitt bis Bausendorf ist der Lauf der Alf recht windungsreich und stärker in die Eifelhöhen eingetieft; dort stehen allenfalls Mühlen am Fluss.
War bis Bausendorf die Flussrichtung vorwiegend südlich, so wendet sie sich dort in Richtung Osten und durchfließt die südlich des Kondelwalds gelegenen Orte Kinderbeuern und Bengel. Rund 3,5 km abwärts von Bengel schwenkt sie abrupt nach Norden, denn der Höhenzug mit dem Reiler Hals versperrt den weiteren Weg nach Osten zur nur 500 m entfernten Mosel. Nachdem die Alf von Nordwesten her den Üßbach aufgenommen hat, ihren mit Abstand größten Zufluss, dessen Teileinzugsgebiet das ihrige bis dorthin sogar übertrifft, bricht sie sich ostwärts einen weniger als drei Kilometer langen Restweg durch die Moselberge und mündet dann in Alf im Landkreis Cochem-Zell von links und auf in die Mosel.
Nach einem 52 km langen Lauf mit durchschnittlichem Sohlgefälle von 8,8 ‰ mündet die Alf 459 Höhenmeter unterhalb ihrer Quelle.
Zuflüsse Von der Quelle zur Mündung. Auswahl. (Graben aus dem Acker) (rechts), 0,1 km und über 0,1 km², Birkenhofbach (rechts), 0,6 km und 0,2 km², östlich von Birkenhof, (Graben) (rechts), 0,1 km, deutlich unter 0,1 km², östlich von Birkenhof, Sonnenhofbach (rechts), 0,4 km, 0,17 km², östlich von Sonnenhof (Bach aus den Feuchtwiesen) (links) vor Darscheid auf , 0,7 km und 0,33 km² Sauerbach (links) bei Darscheid auf , 2,0 km und 1,44 km² Irlenbach (rechts) hinter Darscheid auf , 1,0 km und 0,66 km² Hirtelbach oder Irlener Wiesenbach (rechts) auf , 0,7 km und 0,32 km² (Bach von den Teichen) (links) auf , 0,4 km und 0,66 km² Helkenbach oder Schromener Bach (rechts) auf , 0,8 km und 0,41 km² (Wiesengraben) (rechts) auf , über 0,1 km und unter 0,06 km² Fichtenwaldgraben oder BärchenbachNach Flurnamen (rechts) auf , 0,9 km und 0,35 km² Kehlbach (links) auf bei Steiningen, 1,0 km und 1,69 km² Kirchgraben (links) auf bei Steiningen, über 0,2 km und über 0,34 km² Taufenbach oder Dauner Forstbach (rechts) auf bei Steiningen, 1,8 km und 2,08 km² Feuchtwiesenbach (links) auf bei Steineberg, 0,8 km und unter 0,26 km² Schronsbach oder Steineberger BachBei manchen rechter Zufluss des Schronsbachs (links) auf , 1,3 km und 1,06 km² (Bach aus dem Staatsforst) (links) nahe dem Kirchheimer Hof von Mehren auf , 0,9 km und 1,6 km² Pfaffenbach oder Weierbach (rechts) am Gewerbegebiet von Mehren auf , 2,7 km und 2,23 km² Schalkenmehrener BachWird von manchen als Zufluss des Bachs vom Weinfelderhof angesehen oder Bach vom Weinfelder Hof oder Steinbach oder (am Oberlauf) Lützelbach (rechts) nahe der Mehrener Mühle auf , 3,2 kmLänge des Strangs Bach vom Weinfelder Hof→Schalkenmehrener Bach und 4,68 km²; entwässert (unterirdisch?) das Schalkenmehrener Maar Rasbach oder Bach vom Bintener Hof (rechts) nahe dem Bintener Hof von Schalkenmehren auf , 1,9 km und 1,34 km² Hansbüschbach (rechts) gegenüber dem Rastplatz Schalkenmehren auf , 0,9 km und 0,19 km² Königsbrühl (rechts) nahe dem Naturschutzgebiet Sangweiher auf , 2,8 km und 3,33 km² (Bach am Berghof) (rechts) nahe Udler auf , 2,4 km und 1,61 km² Udler Bach (rechts) nahe Udler auf , 1,5 km und 1,78 km² Mürmesbach oder Mürmesgraben (links) nahe dem Weierhof von Saxler auf , 2,8 km und 1,85 km² Tannengraben (rechts) auf , über 0,1 km und 0,57 km² Gerader Graben (links) kurz vor Gillenfeld auf , über 0,1 km und über 0,44 km² (Graben) (rechts) nahe dem ehemaligen Bahnhof am Ortsanfang von Gillenfeld auf , 0,3 km und 0,6 km² Laubach (links), in Gillenfeld auf , 4,1 km und 3,8 km² (Wiesengraben) (rechts) am Ortsende von Gillenfeld auf , 0,7 km und 0,38 km² Gillenfelder Bach (links) am Ortsende von Gillenfeld auf , 0,6 km und 0,65 km² Kurzer Graben (rechts), nach Gillenfeld auf , unter 0,1 km und deutlich unter 0,1 km² Horstbergbach (rechts), auf , 0,5 km und unter 0,4 km² Straßengraben (links), nahe Gillenfeld-Andreashof auf , 0,2 km und 0,6 km² Wiesenbach (rechts), auf , über 0,3 km und 0,5 km² Macherbach oder Erlenfloß (links), nahe Gillenfeld-Erlenhof auf , 2,2 km und 2,6 km²; entwässert (unterirdisch?) das Pulvermaar (Graben von der K 25) (links), auf , 0,2 km und 0,2 km² (Wiesengraben) (rechts), auf , unter 0,3 km und 0,3 km² Brunnengraben (links), gegenüber dem vorigen auf , über 0,1 km und unter 0,1 km² Mascheider Bach (links), am Ortseingang von Strohn auf , 0,9 km und 0,8 km² Strohner Bach (rechts), in Strohn auf , 0,9 km und 0,6 km² Buchholzer Bach (links), gegen Ortsende von Strohn am Hügel Körperich auf , 1,2 km und 1,3 km² Römmelbach (rechts), unterhalb von Strohn nach dem Naturdenkmal Durchbruchstal auf , 0,9 km und 0,8 km² Braunebach (rechts), vor dem Wehr der Sprinker Mühle auf , 1,1 km und 1,2 km² Diefenbach oder Tiefenbach (links), bei Mückeln-Sprinker Mühle auf , 3,9 km und 5,0 km² Mückelnbach (rechts), nach der Sprinker Mühle auf , 1,4 km und 1,3 km² Apfelbach (links), vor Oberscheidweiler-Oberscheidweilermühle auf , ca. 0,6 km und ca. 0,6 km² Geisenbach (links), gegenüber der Oberscheidweilermühle auf , ca. 0,7 km und ca. 0,5 km² (Bach zur Oberscheidweiler Mühle) (rechts), nach der Oberscheidweilermühle als deren Mühlkanal auf , 0,8 km und 1,0 km² Oberscheidweiler Bach (rechts), nach der Oberscheidweilermühle auf , 1,4 km und 1,0 km² Holzbach (links), auf , 1,0 km und 1,3 km² Geresbach (links), im Gewann Im Sauert von Hontheim auf , ca. 0,7 km und ca. 0,6 km² Wendelbach (links), im Gewann Bei Fleckmühle von Hontheim auf , ca. 0,7 km und ca. 0,6 km²
Niederscheidweiler Bach (rechts), nahe Niederscheidweiler auf , 0,8 km und 1,0 km² Kringhoferbach oder Hontweiler Bach (links), auf , 2,1 km und 1,4 km² Essenbergbach (links), auf , 1,0 km und 0,5 km² Salzbach (links), nahe Hontheim-Wispelt auf , 1,8 km und 1,7 km² Sammetbach (rechts), nahe dem Steinbruch auf dem Schämerich auf , 17,3 km und 32,9 km²Die Alf ist bis zu diesem Zufluss 30,4 km lang und hat bis dort ein 81,1 km² großes Einzugsgebiet. Demichbach, am Oberlauf Schaufelsbach (rechts), nahe Diefenbach auf , 3,7 km und 3,4 km² (Bach zwischen Treineseifen und Hemmerichskopf) (links), auf , ca. 0,8 km und ca. 0,4 km² (Bach am Hemmerichskopf) (links), auf , 1,0 km und 0,3 km² Elterbach (rechts), kurz vor und gegenüber Bausendorf-Kraulsmühle auf , 1,0 km und 1,0 km²
Hoegbach (rechts), vor Bausendorf-Heinzerather Mühle in den dortigen rechten Teilungsarm auf , 0,6 km und 0,9 km² Olkenbach (links), bei Bausendorf-Olkenbach auf , 3,1 km und 2,2 km²
Ewesbach (links), in Kinderbeuern auf , 4,5 km und 3,2 km² Warbach oder Linnebach (rechts), nach Kinderbeuern auf , 2,6 km und 1,6 km² Kammerbach (links), zwischen Kinderbeuern und Bengel auf , 3,0 km und 2,1 km² Elfetergraben (links), vor Bengel auf , ca. 1,0 km und ca. 0,5 km². Unbeständig. Ilbach (rechts), bei Bengel auf , 1,7 km und 2,9 km² Erbach (rechts), in Bengel auf , 1,8 km und 1,4 km² Füllersbach (links), in Bengel auf , 5,3 km und 4,9 km² → (Abgang des Springiersbacher Mühlgrabens) (nach links), in Bengel auf Siefen oder Horstbach (rechts), in Bengel auf , ca. 1,3 km und ca. 0,5 km² ← (Rücklauf des Springiersbacher Mühlgrabens) (von links), bei Bengel-Springiersbacher Mühle auf , 1,6 km und 0,8 km² Scherbach (rechts), kurz nach dem vorigen auf , 2,3 km und 3,1 km² Springiersbach (links), gegenüber dem vorigen auf , 4,5 km und 3,9 km² → (Abgang des Mühlgrabens der Hammermühle) (nach rechts), kurz nach den vorigen beiden auf Udelsbach (links), gegenüber Reil-Hammermühle auf , 3,3 km und 2,6 km² ← (Rücklauf des Mühlgrabens der Hammermühle) (von rechts), bei der Hammermühle, 1,1 km und 0,5 km². Ein rechter Arm des Mühlgrabens mündet erst etwa 0,3 km weiter abwärts. Hageberger Bach oder Falleschbach (rechts), wenig vor der Flussschleife am Reiler Hals auf , 1,6 km und 0,7 km² Saalsbach (links), gegenüber dem Kockertchen auf , 3,5 km und 3,6 km² (Bach von der Kaiserherberge) (links), zwischen Alf-Höllenthal und Alf-Fabrik auf , 1,0 km und 0,6 km² Üßbach (links), bei Alf-Fabrik auf , 48,7 km und 184,9 km²Die Alf ist bis zu diesem Zufluss 49,5 km lang und hat bis dort ein 170,3 km² großes Einzugsgebiet.
Siehe auch Liste von Zuflüssen der Mosel
Weblinks
Nachweise
Kategorie:Fluss in Rheinland-Pfalz Kategorie:Gewässer im Landkreis Vulkaneifel Kategorie:Gewässer im Landkreis Bernkastel-Wittlich Kategorie:Gewässer im Landkreis Cochem-Zell Kategorie:Fluss in der Eifel