mini|hochkant|Charley Pride (1981) Charley Frank Pride (* 18. März 1934 in Sledge, Mississippi; † 12. Dezember 2020 in Dallas, Texas) war ein US-amerikanischer Country-Sänger. Der dreifache Grammy-Gewinner war mit 29 Nummer-eins-Hits in den Billboard-Country-Charts einer der erfolgreichsten Country-Interpreten aller Zeiten und der mit Abstand erfolgreichste schwarze Sänger des Genres. Den Auszeichnungen nach verkaufte er alleine in den USA mehr als sieben Millionen Platten. Sein größter Hit Kiss an Angel Good Mornin’ erhielt eine Gold-Auszeichnung und war auch in den Pop-Charts erfolgreich.
Kindheit und Jugend Pride wuchs in einer kinderreichen Südstaaten-Familie auf. In frühester Jugend arbeitete er als Baumwollpflücker. Mit 14 Jahren kaufte er sich von seinem Arbeitslohn eine Gitarre. Anders als sein ethnisches Umfeld fühlte er sich nicht zum Blues oder Gospel, sondern zur Country-Musik hingezogen. Doch zunächst galt sein Hauptinteresse dem Baseball. Er spielte für die Detroit Eagles und die Memphis Red Sox; es reichte aber nicht zu einer Profi-Karriere. Pride verbrachte zwei Jahre in der Armee, heiratete und verdiente sein Geld als einfacher Arbeiter.
Karriere mini|Charley Pride (2016) 1963 bekam er die Chance, den etablierten Country-Musikern Red Sovine und Red Foley vorzuspielen. Sie waren beeindruckt und vermittelten ihm einen ersten Kontakt nach Nashville. Es war zunächst nicht einfach, in der dortigen Country-Szene Fuß zu fassen. Mit Unterstützung des Produzenten Jack Clement konnte ein Demo-Band erstellt werden, das schließlich in die Hände von Chet Atkins gelangte, dem Boss der RCA-Plattendivision. Atkins nahm Pride umgehend unter Vertrag. 1966 wurde die erste Single produziert, The Snake Crawls at Night. Die Schallplattenfirma verzichtete auf die sonst übliche Promotion. Man war sich nicht sicher, wie die Radiostationen auf einen schwarzen Country-Sänger reagieren würden.
Noch im selben Jahr gelang ihm mit Just Between You and Me der Durchbruch. Bereits ein Jahr später trat er in der Grand Ole Opry auf. Es folgte eine lange Serie von Nummer-eins-Hits, darunter Songs wie Kiss an Angel Good Mornin’ oder Is Anybody Going to San Antone? Oft konnte er sich auch in den Pop-Hitparaden platzieren. Seine Erfolge hielten bis in die Achtzigerjahre an. Nach Rückgang der Verkaufszahlen und Problemen mit der Plattenfirma wechselte er 1986 das Label. Trotz einiger kleinerer Hits gelang es ihm nicht mehr, an seine früheren Erfolge anzuknüpfen.
Pride war auch im hohen Alter noch aktiv und veröffentlichte 2017 sein letztes Studioalbum Music in My Heart.
Pride führte ein skandalfreies Leben und hatte drei Kinder. Im Jahr 2000 erhielt er die höchste Auszeichnung der Country-Musik: Er wurde in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. Ein Jahr zuvor hatte er einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame erhalten.
Charley Pride starb im Dezember 2020 im Alter von 86 Jahren an den Folgen von COVID-19.
Diskografie
Studioalben
Weitere Studioalben 1970: Christmas in My Hometown 1986: Back to the Country 1986: The Best There Is 1994: My 6 Latest & 6 Greatest 1996: Classics with Pride 2001: A Tribute to Jim Reeves 2003: Comfort of Her Wings 2011: Choices 2017: Music in My Heart
Livealben
Weitere Livealben 1998: Branson City Limits
Kompilationen
Weitere Kompilationen 1976: Charley’s Best 1985: Collector’s Series 1997: The Essential Charley Pride 2003: Anthology 2005: 16 Biggest Hits 2013: 40 Years of Pride
Singles
Weitere Singles 1966: The Snakes Crawl at Night 1966: Before I Met You 1990: Moody Woman 1990: Whole Lotta Love on the Line 1993: Just for the Love of It 1994: For Today (mit Hal Ketchum) 2011: Except for You
Gastbeiträge
Videoalben 1977: In Concert 1993: Live! 2002: There Goes My Everything: In Concert 2006: Charley Pride Live in Canada 2008: Live in Concert: March 15, 1975
Auszeichnungen für Musikverkäufe Goldene Schallplatte
1982: für das Album Everybody’s Choice 1997: für das Videoalbum In Concert 2020: für das Album 40 Years of Pride
1978: für das Album Someone Loves You Honey 1981: für das Album There’s a Little Bit of Hank in Me 1982: für das Album Christmas in My Hometown
2013: für das Album 40 Years of PridePlatin-Schallplatte
1976: für das Album Charley’s Best 2006: für das Videoalbum Charley Pride Live in Canada
4× Platin-Schallplatte
1983: für das Album The Best of Charley Pride Vol. III
Literatur 1994, Charley Pride: The Charley Pride Story
Trivia Die deutsche Country-Band Truck Stop hat Charley Pride in ihrem Lied Ich möcht’ so gern Dave Dudley hör’n in den Zeilen „Ich möcht’ so gern Dave Dudley hören, Hank Snow und Charley Pride / ‘nen richtig schönen Countrysong, doch AFN ist weit.“ musikalisch gewürdigt.
Weblinks
Prides Webpräsenz Adam Wilson: Charley Pride. Eintrag bei Mississippi Encyclopedia, 11. Juli 2017, zuletzt aktualisiert am 14. April 2018.
Quellen
Kategorie:Country-Sänger Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:Grammy-Preisträger Kategorie:Mitglied der Grand Ole Opry Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1934 Kategorie:Gestorben 2020 Kategorie:Mann