(engl. f. Die Legende von Zelda: Majoras Maske; jap. , Zeruda no Densetsu: Mujura no Kamen, wörtlich: Die Legende von Zelda: Mujuras Maske) ist ein von Nintendo entwickeltes Action-Adventure-Videospiel für die Konsole Nintendo 64. Es wurde in Europa am 17. November 2000 als sechster Teil der Zelda-Reihe veröffentlicht und ist der zweite Titel in dieser Serie, der für das Nintendo 64 erschien. Der Titel fand weltweit 3,36 Millionen Käufer.the-magicbox.com: vom 25. März 2004, (englisch, aufgerufen am 28. Januar 2009)
2003 erschien Majora’s Mask zusammen mit Ocarina of Time, The Adventure of Link und The Legend of Zelda in der limitierten Spielesammlung The Legend of Zelda: Collector’s Edition für die Nachfolge-Konsole Nintendo GameCube. 2009 wurde es als Virtual-Console-Spiel für die Konsole Wii veröffentlicht.Nintendo.de: Die Spielesammlung erhielt eine PEGI-Einstufung „7+“, die Wii-Veröffentlichung „12+“. Am 13. Februar 2015 erschien eine überarbeitete Neuauflage von Majora’s Mask für die tragbare Spielkonsole Nintendo 3DS. Seit dem 25. Februar 2022 ist eine Version für die Nintendo Switch via dem Online-Dienst Nintendo Switch Online verfügbar.
Protagonist ist der junge Link, der in einer dreitägigen Zeitschleife das Herabstürzen des Mondes auf eine Stadt verhindern und hierfür vier bewachte Tempel meistern sowie verschiedenen Figuren aus ihren individuellen Nöten helfen muss.
Handlung Die Intro-Sequenz des Spiels gibt die Geschehnisse des vorhergehenden Zelda-Titels Ocarina of Time wieder und knüpft mit seiner Handlung daran an.
Auf der Suche nach Navi, seiner Fee aus Ocarina of Time, reitet Link mit seinem Stutfohlen Epona tief in die Verlorenen Wälder. Dort wird er vom Horror Kid, einem kindlichen Dämon, der Link bereits aus den verlorenen Wäldern kennt, überfallen und seiner Okarina beraubt. Das Horror Kid trägt Majoras Maske, ein beseeltes, böswilliges Objekt, welches die Handlungen seines Trägers beeinflusst. Bei der Verfolgung des Diebs gerät Link in eine Welt namens Termina. Das Horror Kid verwandelt ihn in ein kleines Deku-Kind, ein humanoides Pflanzenwesen. Link findet sich kurze Zeit später innerhalb eines Uhrturms in Unruhstadt wieder, einer zentral in Termina gelegenen Ortschaft. Hier trifft er auf einen reisenden Maskenhändler, der sich als eigentlicher Besitzer von Majoras Maske zu erkennen gibt und Link anbietet, ihm im Tausch gegen seine gestohlene Maske in seine ursprüngliche Gestalt zu verhelfen. Der Maskenhändler gewährt für diese Aufgabe einen Zeitraum von drei Tagen.
Im weiteren Verlauf stellt sich heraus, dass das Horror Kid den Mond auf einen Kollisionskurs mit Unruhstadt beschwört und der Einschlag mit dem Ablaufen der vom Maskenhändler vorgegebenen Frist zusammenfällt.
In der letzten Nacht vor der Endzeit gelingt es Link, das Horror Kid zu konfrontieren und sich seine Okarina wieder anzueignen. Mit dem Instrument ist es ihm möglich, drei Tage durch die Zeit zum Zeitpunkt seines ersten Treffens mit dem Maskenhändler zurück zu reisen. Der Maskenhändler lehrt Link, wie er sich mit seiner Okarina aus seiner Deku-Gestalt befreien kann und erwartet, im Gegenzug Majoras Maske von Link zu erhalten. Als er feststellt, dass Link diese nicht bekommen hat, fleht er ihn an, die Maske zu beschaffen, um größeres Unheil abzuwenden.
In seiner menschlichen Form als Waffenträger ist es Link nun gestattet, die Stadt zu verlassen. Er erkundet das Land und sucht vier großangelegte Tempel auf, in denen es jeweils einen Wächter zu besiegen gilt, um einen von vier Giganten zu erwecken. Diese Giganten stellen die Schutzgötter von Termina dar. Um Zugang zu den Tempeln zu erhalten, muss sich Link mit den Problemen der an dem jeweiligen Tempel ansässigen Bewohner auseinandersetzen und deren Vertrauen gewinnen. Hierfür hat Link die Möglichkeit, seine Gestalt zu verändern, um sich bei den einzelnen Völkern als Angehöriger auszugeben.
Nachdem Link alle vier Giganten erweckt hat, tritt er dem Horror Kid erneut gegenüber. Mit einem Lied ruft er die vier Schutzgötter aus den vier Himmelsrichtungen herbei, die gemeinsam den Mond in seinem Fall auffangen und ihn über der Stadt in die Luft stemmen. Majoras Maske gibt sich als Individuum zu erkennen und löst sich vom Horror Kid, da sie der Schwäche des Horror Kid überdrüssig ist. Die Maske gelangt in das Innere des Mondes und erhöht dessen Gravitation, was die Kräfte der vier Giganten zu übersteigen droht. Link folgt Majoras Maske in den Mond und fordert sie zum Kampf. Nach Links Sieg löst sich der Mond in Luft auf. Der Maskenhändler nimmt die nun leblose Maske in Gewahrsam und Link verlässt Termina.
Gameplay Viele der spielmechanischen Aspekte und Funktionsweisen wurden vom ersten N64-Zelda-Spiel Ocarina of Time übernommen. Dies betrifft die Steuerung im Allgemeinen sowie Konzept und Handhabung der meisten Spielgegenstände („Items“).
Steuerung mini|Controller, wie er für Majora’s Mask genutzt wird Der Spieler betrachtet Link in der dritten Person und bedient das Spiel mit einem Gamepad. Die Spielfigur wird mit dem Analog-Stick unter freier Kameraführung im dreidimensionalen Raum gesteuert. Läuft Link über das Ende einer Plattform hinaus oder auf eine erhöhte Ebene zu, springt er automatisch. Vom Spieler sind drei Knöpfe frei belegbar, diesen können Waffen, Ausrüstungsgegenstände oder Masken zugewiesen werden. Der Angriff mit der Hauptwaffe, dem Schwert, und das Blocken mit dem Schild sind festgelegten Knöpfen zugewiesen. Ein multifunktionaler Knopf dient situationsabhängig zur Interaktion mit Nicht-Spieler-Charakteren (verkürzt NSC) oder spielrelevanten Objekten sowie für spezielle Bewegungsmanöver.
Ein selbstständiger Cursor in Form einer kleinen Fee markiert Gegner und andere Interaktionsobjekte im Sichtbereich der Spielfigur. Per Knopfdruck können die so markierten Objekte wie beispielsweise Gegner fokussiert werden. Mit dieser Funktion bleibt Link dem markierten Ziel stets zugewandt und die Kameraführung wird so eingestellt, dass sowohl Link als auch das Ziel immer gleichzeitig zu sehen sind. Ein weiterer Effekt ist, dass das Zielen mit Waffen automatisch abläuft. So können etwa Gegner, die durch manuelles Anvisieren nur schwer zu treffen wären, zielsicher mit Projektilen angegriffen werden.
Die Spielwelt Termina In der Mitte der Spielwelt befindet sich Unruhstadt, wo das Spiel nach einer kurzen Einführungsphase ansetzt. Um die Stadt herum erstreckt sich ein Feld, über welches man vier thematisch unterschiedliche Gebiete erreicht: ein giftiger Sumpf, ein verschneites Gebirge, ein Strand am Ozean und das von Geistern und Untoten bewohnte Reich Ikana. In jedem dieser Gebiete befindet sich einer der Tempel, die Link aufsuchen muss. Außerhalb von bewohnten Siedlungen kann der Spieler auf feindselige Kreaturen treffen, die nach ihrem Tod verbrauchbare Items wie zum Beispiel Geld oder Munition hinterlassen. Auf der Oberwelt findet ein Tag-Nacht-Wechsel statt, wobei nachts andere Gegnertypen in höherer Anzahl unterwegs sind.
Die vier Labyrinthe, im Spiel Tempel genannt, sind in Aufbau und Atmosphäre einer Thematik unterworfen, die sich an der jeweiligen Umgebung orientiert. So steht zum Beispiel der Tempel am Ozean zu einem großen Teil unter Wasser und beherbergt Wasserleitungen, die Mühlräder speisen.
Ziel in jedem Labyrinth ist es, zum Endgegner des Tempels zu gelangen und diesen niederzustrecken. Ein Labyrinth setzt sich dabei aus voneinander abgegrenzten Räumen oder Arealen zusammen. Türen, die in einen noch unerforschten Raum führen, können mit einem Schloss versiegelt sein. Über den Labyrinthen verstreut findet man Truhen, deren Inhalte ein weiteres Erforschen des Komplexes ermöglichen oder erleichtern: Jeder Tempel beherbergt eine Karte, die das Labyrinth in seiner Gesamtheit abbildet; ohne Karte hat man lediglich Überblick auf bereits besuchte Räume. Ein Kompass zeigt alle ungeöffneten Truhen auf der Karte an, wie auch den Raum, in dem der Endgegner wartet. Kleine Schlüssel entfernen für eine beliebige, verschlossene Tür im Tempel das Siegel, verbrauchen sich jedoch dabei und sind nur im jeweiligen Tempel nutzbar. In jedem Tempel ist ein neuer Ausrüstungsgegenstand zu finden. Der Masterschlüssel entfernt das spezielle Siegel an der Tür zum Endgegner. Truhen können bei Betreten eines Raums versteckt sein und erscheinen erst unter bestimmten Bedingungen, beispielsweise nach dem Töten aller Gegner im Raum, nach Betätigung eines Schalters oder nach Lösen eines Rätsels. Teilweise benötigt der Spieler dafür das im aktuellen Labyrinth auffindbare Item, so sind zum Beispiel manche Gegner nur mit einer bestimmten Waffe verwundbar. Somit sieht sich der Spieler eventuell gezwungen, stellenweise umzukehren und das Labyrinth an anderer Stelle zu erkunden, wenn ihm die passenden Utensilien oder kleine Schlüssel fehlen. Der Masterschlüssel und das spezielle Item werden jeweils von einem Zwischengegner bewacht und müssen erkämpft werden.
Items Im Laufe des Spiels sammelt Link Ausrüstungsgegenstände ein, die im Kampf gegen Widersacher, zur Lösung von Rätseln und zum Erreichen von unbesuchten Arealen verwendet werden. Diese Items sind meist an abgelegenen oder bewachten Orten zu finden. Solche Gegenstände sind zum Beispiel der Bogen, kleine Bomben oder auch leere Flaschen, in denen Flüssigkeiten oder kleine Lebewesen aufbewahrt werden können.
Die Okarina der Zeit ist ein aus dem vorhergehenden Zelda-Titel übernommenes Musikinstrument. Nach Ansetzen des Instruments werden fünf Tasten zum Spielen benutzt, wobei jede Taste eine Musiknote repräsentiert. Jedes gelernte Lied ist eine definierte Folge von Noten, nach deren Eingabe eine entsprechende Melodie ertönt. Die Lieder eröffnen unterschiedliche Funktionen, zum Beispiel lässt das Lied der Schwingen den Spielcharakter zu bestimmten Punkten auf der Landkarte reisen; das Lied der Befreiung wiederum bannt Geister und Magien in Masken, die daraufhin in das Inventar aufgenommen werden können.
Ein großer Schwerpunkt und auch ein beherrschendes Thema des Spiels sind Masken. Insgesamt kann man 24 Masken im Spiel finden und der Spielfigur aufsetzen. Die meisten Masken lassen die NSCs anders auf Link reagieren und besitzen eine spezielle, im Spiel einzigartige Funktion. Diese spezielle Funktion kann aus der Reaktion bestimmter NSCs auf die Maske resultieren oder eine neue Handlungsfähigkeit ermöglichen, wie zum Beispiel einen Tanz. Manche Masken beherbergen auch langfristig nützliche Fähigkeiten, so etwa die Hasenohren, die die Spielfigur schneller laufen lassen. Neben diesen Masken mit relativ kleinen Funktionserweiterungen gibt es drei primäre Verwandlungsmasken. Beim Aufsetzen verändern sie die Gestalt der Spielfigur. So kann sich Link in einen Deku, ein pflanzenartiges Wesen, in einen Goronen, einen steinernen Humanoiden, in einen Zora, einen amphibischen Meermenschen verwandeln und in die sogenannte grimmige Gottheit verwandeln – diese Maske kann jedoch nur bei Endgegnern eingesetzt werden und ist nicht unbedingt erforderlich um das Spiel zu schaffen. In jeder dieser Formen hat er individuelle, neue Angriffstechniken und Fortbewegungsmöglichkeiten. Ferner erhält der Spieler erweiterten Zugang zu Informationen und Arealen des jeweiligen Volkes, wenn er den verwandelten Protagonisten als Angehörigen derselben Art ausgibt. Es gibt zwei weitere Masken, die Link bei Gebrauch verwandeln, jedoch ist deren Benutzung auf den Kampf gegen Endgegner beschränkt.
Zeitschleife Hauptmerkmal des Spiels ist die dreitägige Zeitschleife, in der das Spiel durchlaufen wird.