mini|B. P. Schulberg um 1914 Benjamin Percival „B. P.“ Schulberg (* 19. Januar 1892 in Bridgeport, Connecticut; † 25. Februar 1957 in Key Biscayne, Florida) war ein US-amerikanischer Filmproduzent.

Leben Schulberg wurde 1892 in Bridgeport, Connecticut, geboren. Nach dem Besuch des City College in New York City, das er ohne Abschluss verließ, arbeitete Schulberg ab 1909 als Zeitungsreporter für die New York Mail. Zwei Jahre später war er Mitherausgeber von Film Reports, einem Magazin für unabhängige Produzenten und Filmverleiher.William A. Wellman: The Man And His Wings. Greenwood Publishing Group, 2006, ISBN 0-275-98541-5, S. 96. Mit 19 Jahren ging er nach Hollywood und wurde Drehbuchautor und PR-Agent bei Rex Films, einem kleinen Filmstudio, das später von Universal Pictures aufgekauft wurde. Daraufhin stieß er zu Adolph Zukors Produktionsfirma Famous Players, dem Vorläufer von Paramount Pictures, und gründete Anfang der 1920er Jahre eine eigene Firma namens B. P. Schulberg Productions, die ihre Filme über Famous Players und später über Paramount vertrieb.

Schulberg war entscheidend für den Aufstieg von Clara Bow zu einem der zugkräftigsten Stars an der Kinokasse verantwortlich. Er produzierte einige ihrer größten Erfolge, darunter die Stummfilmkomödie Das gewisse Etwas (1927) und William A. Wellmans Kriegsfilm Wings (1927), der 1929 den ersten Oscar in der Kategorie Bester Film erhielt. 1928 wurde Schulberg Chefproduzent von Paramount. In dieser Funktion verhalf er unter anderem Cary Grant, William Powell, Gary Cooper und Fredric March zu Starruhm.Mary Melton: B. P. Schulberg. In: Los Angeles Times, 27. Februar 1957. Ab 1931 förderte er vor allem die Bühnenschauspielerin Sylvia Sidney, der er viele Rollen gab, die ursprünglich für Clara Bow vorgesehen waren, wie etwa die weibliche Hauptrolle in Straßen der Großstadt (1931), einem Gangsterfilm mit Gary Cooper unter der Regie von Rouben Mamoulian.John Douglas Eames: The Paramount Story. Littlehampton Book Services Ltd., 1985, ISBN 0-706-42057-8, S. 77. Im Jahr 1932 machte sich Schulberg wieder selbstständig, bevor er mit seiner eigenen B-Film-Abteilung zu Paramount zurückkehrte. Später verließ er das Studio erneut und produzierte B-Filme für Columbia Pictures wie Meet Nero Wolfe mit Edward Arnold. 1943 zog er sich aus dem Filmgeschäft zurück.

Aus seiner ersten Ehe mit Adeline Jaffe stammten seine zwei Söhne, der Produzent Stuart Schulberg und der Schriftsteller Budd Schulberg, der auch als Drehbuchautor in Hollywood tätig war. Von 1939 bis zu seinem Tod war B. P. Schulberg mit Helen McHale Keebler verheiratet. Er starb 1957 im Alter von 65 Jahren in seinem Haus in Key Biscayne, Florida. Ihm zu Ehren gibt es einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame (1500 Vine Street).

Filmografie (Auswahl) 1925: Der elektrische Stuhl (Capital Punishment) – Regie: James P. Hogan 1925: The Plastic Age – Regie: Wesley Ruggles 1925: Parisian Love – Regie: Louis J. Gasnier 1926: Fünf Minuten Angst (Kid Boots) – Regie: Frank Tuttle 1927: Das gewisse Etwas (It) – Regie: Clarence G. Badger 1927: 1000 PS (Man Power) – Regie: Clarence G. Badger 1927: Children of Divorce – Regie: Frank Lloyd 1927: Stacheldraht (Barbed Wire) – Regie: Rowland V. Lee 1927: Wings – Regie: William A. Wellman 1927: Unterwelt (Underworld) – Regie: Josef von Sternberg 1928: Der weiße Harem (Beau Sabreur) – Regie: John S. Waters 1928: Das zweite Leben (Three Sinners) – Regie: Rowland V. Lee 1928: Sein letzter Befehl (The Last Command) – Regie: Josef von Sternberg 1928: Vier Herren suchen Anschluß (Red Hair) – Regie: Clarence G. Badger 1928: Die Dame aus Moskau (The Woman From Moscow) – Regie: Ludwig Berger 1928: Der König von Soho (The Street of Sin) – Regie: Mauritz Stiller 1928: The Greene Murder Case – Regie: Frank Tuttle 1929: Der Mann aus Virginia (The Virginian) – Regie: Victor Fleming 1929: Der Held des Tages (The Love Doctor) – Regie: Melville Brown 1930: Paramount-Parade (Paramount on Parade) – Regie: verschiedene 1932: Madame Butterfly 1933: Ein Stück vom Mond (Three-Cornered Moon) – Regie: Elliott Nugent 1933: Hotel auf dem Ozean (Luxury Liner) – Regie: Lothar Mendes 1934: Prinzessin für 30 Tage (Thirty-Day Princess) – Regie: Marion Gering 1934: Die Glückspuppe (Little Miss Marker) – Regie: Alexander Hall 1934: Tempel der Schönheit (Kiss and Make-Up) – Regie: Harlan Thompson 1935: She Couldn’t Take It – Regie: Tay Garnett 1935: Schuld und Sühne (Crime and Punishment) – Regie: Josef von Sternberg 1936: Meet Nero Wolfe – Regie: Herbert Biberman 1936: Wedding Present – Regie: Richard Wallace 1937: Wer ist Martin Mills (The Great Gambini) – Regie: Charles Vidor 1937: She’s No Lady – Regie: Charles Vidor 1937: Blossoms on Broadway – Regie: Richard Wallace 1940: He Stayed for Breakfast – Regie: Alexander Hall 1941: Bedtime Story – Regie: Alexander Hall 1942: The Adventures of Martin Eden – Regie: Sidney Salkow 1942: The Wife Takes a Flyer – Regie: Richard Wallace 1942: Flight Lieutenant – Regie: Sidney Salkow 1943: City Without Men – Regie: Sidney Salkow

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Einzelnachweise

Kategorie:Filmproduzent Kategorie:Person (Stummfilm) Kategorie:Budd Schulberg Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1892 Kategorie:Gestorben 1957 Kategorie:Mann