Rothleiten ist ein Gemeindeteil des Marktes Dietenhofen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Rothleiten liegt in der Gemarkung Herpersdorf.
Geografie Unmittelbar südlich des Weilers fließt die Bibert und der Altbach mündet dort als linker Zufluss in die Bibert. Im Westen schließt sich die Flur Sommerleite an, im Südwesten die Moosleite. Der Ort liegt etwas abseits der Kreisstraße AN 11, die nach Dietenhofen (2 km westlich) bzw. nach Lentersdorf (1,1 km östlich) führt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Herpersdorf (0,5 km nördlich).
Geschichte Rothleiten ist um 1812 entstanden. Eine schriftliche Nennung erfolgte erstmals 1813 als „Rothleithen“.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 223. Nach J. Kollar: Markt Dietenhofen, S. 171, 1820 erstmals namentlich erwähnt. Der Ortsname verweist vermutlich auf einen „Berghang mit roter Erde“. Möglicherweise leitet sich der Ortsname auch von dem Quartierhof, dem sogenannten „Roten Hof“, ab, der an der alten Handelsstraße Münchzell-Rosenberg gestanden haben soll.J. Kollar: Markt Dietenhofen, S. 171.
Im Jahre 1813 wurde die Ruralgemeinde Seubersdorf gebildet, zu der auch Rothleiten gehörte. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) erfolgte die Umgemeindung in die neu gebildete Ruralgemeinde Herpersdorf.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 200. Am 1. Januar 1970, also noch vor der Gebietsreform in Bayern, erfolgte die Eingemeindung nach Dietenhofen.
Erst in den letzten Jahrzehnten entstand neben dem Einzelhof eine kleine Siedlung.
Ehemaliges Baudenkmal Haus Nr. 1: Gasthaus zur Eisenbahn; zweigeschossiges Satteldachhaus Anfang des 19. Jahrhunderts. Erdgeschoss massiv, Fensterbänke profiliert, Obergeschoss konstruktives Fachwerk, im Sturz der Haustür Weinglas und Bierkrug erhaben, dazwischen unleserliche Inschrift (angeblich „Johann Sülzer“); am Balken darüber Jahreszahl nicht entzifferbar, aufgedoppelte Rautentür, zugehörig Scheune: im Sturz „Fr. Latteyer 1863“R. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 160. Denkmalschutz mittlerweile aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2005 2013Einwohner 4 6 8 7 5 7 14 15 18 27 21 41 43HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 1 1 1 1 1 2 2 7 Quelle auf: dietenhofen.de
Religion Der Ort ist evangelisch-lutherisch geprägt und nach St. Andreas (Dietenhofen) gepfarrt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession waren ursprünglich nach Unsere Liebe Frau (Heilsbronn) gepfarrt, seit den 1980er Jahren ist die Pfarrei St. Bonifatius (Dietenhofen) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Dietenhofen) Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach Kategorie:Ersterwähnung 1813 Kategorie:Ort an der Bibert