Karl Morré, auch: Karl Morre, (* 8. November 1832 in Klagenfurt;Geburtsbuch Klagenfurt-St. Egid, tom. X, fol. 376 (Faksimile), abgerufen am 4. Januar 2024 † 21. Februar 1897 in Graz) war österreichischer Volksdichter, Dramatiker und Reichsratsabgeordneter.

miniatur|Karl Morré (um 1880) mini|Gedenktafel am Geburtshaus in Klagenfurt, Alter Platz 4 mini|Denkmal Museumsfriedhof (Kramsach) mini|Denkmal im Volksgarten, Graz mit Figuren aus dem Stück ‘s Nullerl mini|Denkmal in Bruck an der Mur mit der Inschrift: Is do dö Welt a Norr’nhaus!

Leben Karl Morré stammt aus der Gottscheer Kaufmannsfamilie Morré. Seine Eltern waren Peter und Aloisia Morré.

Er war Landwirt in Leibnitz. Wendelin Schmidt-Dengler: Karl Morre - Dichter des sozialen Mitgefühls. 6. März 2003. Ab 1848 lebte er in der Steiermark als Verwaltungs- und Finanzbeamter. Im Jahr 1883 ging er in den Ruhestand.

Im Jahr 1886 war er steirischer Landtagsabgeordneter. Von 1891 bis 1893 saß er als Abgeordneter des gemäßigten deutschen Flügels im Wiener Reichsrat.

Karl Morré starb 1897 in seinem Grazer Wohnhaus Annenstraße 52 und wurde auf dem Zentralfriedhof Graz bestattet, an seine Seite folgte seine Ehefrau, Magdalena, die im 74. Lebensjahr am 4. März 1903 in Graz verstarb.Parte:

Werke (Auswahl) 1871: Durch die Presse. Posse mit Gesang. 1878: Schörl. Den Bühnen gegenüber Manuscript. Schwank mit Gesang in vier Aufzügen. 1880: Die Familie Schneck. Den Bühnen gegenüber Manuscript. Volksstück mit Gesang in fünf Aufzügen. 1884: Die Frau Räthin. Charakterbild mit Gesang in drei Acten. 1885: ’s Nullerl. Volksstück mit Gesang in fünf Aufzügen. Musik von Vincenz Pertl (1823–1887). 1886: Der Glückselige. Posse mit Gesang in drei Acten. 1888: Ein Regimentsarzt. Volksstück mit Gesang in vier Aufzügen. 1889: Gedichte und humoristische Vorträge. Herausgegeben von Leo Harand. 1890: Die Arbeiterpartei und der Bauernstand. Ein ernstes Wort in ernster Zeit. 1896: Für’s Buckelkrax’ntrag’n. Ländliches Bild in einem Aufzug.

Ehrungen

1900: Benennung der Karl-Morre-Straße (sic!) in Graz-EggenbergKarl-Morre-Straße www.streetsofgraz.at, nach: Kubinzky, Karl A. und Wentner, Astrid M.: Grazer Straßennamen. Herkunft und Bedeutung, 1., Auflage. Graz 1996. S. 212. nach dieser Straße die anliegende Mittelschule Denkmal mit seiner Bronzebüste und zwei weiteren Figuren – Null A(h)nerl (der arme 70-jähriger Greis, ehemals Knecht) und Gabi (Bauerntochter) aus dem Stück ´s Nullerl – im Volksgarten, Graz-Lend, unweit der AnnenstraßeSiehe: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Graz/Lend

Literatur Karl Hubatschek: Karl Morré, der Dichter und Volksfreund. Schmerzeck, Bruck an der Mur 1932.

Anton Schlossar: Hundert Jahre deutscher Dichtung in Steiermark. 1785 bis 1885 (= Österreichische Bibliothek, Band 2), . Graeser, Wien 1883, S. 189–191. — Text online.

Weblinks

Biografie Karl Morres im Online-Lexikon der Stadt Weiz

Einzelnachweise

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