Vítovice (deutsch Wittowitz, früher Witowitz) ist ein Ortsteil von Rousínov in Tschechien. Er liegt drei Kilometer nordwestlich von Rousínov und gehört zum Okres Vyškov.
Geographie Vítovice befindet sich am südlichen Fuße des Drahaner Berglandes im Tal des Baches Vítovický potok. Nördlich erheben sich die Červená hora, der Červený vrch (Roter Berg, 535 m n.m.) und die Horka (368 m n.m.).
Nachbarorte sind Olšany im Norden, Habrovany im Nordosten, Královopolské Vážany im Südosten sowie Viničné Šumice und Pozořice im Westen.
Geschichte Die erste schriftliche Erwähnung des Ortes Wytouicz datiert auf das Jahr 1365, als Čeněk Krušina von Lichtenburg seiner Ehefrau Dorothea die Burg Ronov und die zugehörigen Dörfer als Leibgedinge zuwies. Wenig später gelangte der Ort an die Herren von Wildenberg. 1371 verkauften diese die Burg Vildenberk (Wildenberg) mit allem Zubehör, darunter auch das Dorf Vítovice, an Markgraf Johann Heinrich. 1406 veräußerte dessen Sohn Jobst das Dorf mit dem herrschaftlichen Hof an Mikuláš Roman von Myslegowicz. Dessen Söhne Mikuláš und Petr traten den Besitz 1448 an Anna von Magetin ab. Sie verkaufte Vítovice noch im selben Jahr an Bušek von Melicz. 1466 ging der Ort an den Brünner Bürger Hanuš Ryšan, in dessen Nachkommenschaft Vítovice verblieb. 1515 verkaufte Mauric Zolczar das Dorf an den Brünner Bürger Jeronym Polczmacher. Bald darauf gelangte Vítovice an das Adelsgeschlecht von Widbach. 1563 veräußerte Hynek Pavlovský von Widbach den Besitz an Albrecht von Boskowitz und Černahora, der Vítovice der Herrschaft Pozořice anschloss. 1834 zählte Vítovice 30 Häuser und 221 Einwohner. Damals bestanden im Ort eine Mühle sowie oberhalb des Dorfes am Waldrand ein herrschaftliches Jägerhaus. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts blieb Vítovice der Herrschaft Pozořice untertänig.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete Vitovice ab 1850 eine Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft Wischau. 1961 wurde Vítovice mit Královopolské Vážany zur Gemeinde Vážany-Vítovice vereinigt. Mit Beginn des Jahres 1986 erfolgte die Eingemeindung nach Rousínov. Gepfarrt ist das Dorf traditionell nach Královopolské Vážany.
Bevölkerungsentwicklung
Sehenswürdigkeiten Kapelle des hl. Johannes Nepomuk Statue des hl. Johannes Nepomuk, geschaffen 1756 spätbarocker Glockenturm, errichtet 1766 Wegkreuze Reste der Burg Vítovice, nördlich des Dorfes
Weblinks
Geschichte von Rousínov und seiner Ortsteile
Kategorie:Ortsteil in Tschechien Kategorie:Rousínov Kategorie:Ersterwähnung 1365 Kategorie:Ehemalige Gemeinde in Tschechien Kategorie:Gemeindeauflösung 1961