World Scenic Flights ist ein Kurzfilm des Film- und Stuntteams HeliGraphix, der spektakuläre 3D-Kunstflüge eines RC-Modellhubschraubers vor diversen Wahrzeichen der Welt arrangiert. Insgesamt thematisiert der Film 33 Schauplätze in 29 Ländern. Die World Scenic Flights erhielten 2009 auf dem SILA FEST Filmfestival in Serbien den „Blue Danube“-FilmpreisDas SILA FEST (The International Festival of Ecology and Tourism Film, Serbia) wurde 2008 gegründet und vergibt seit 2009 Preise für Filme aus dem Bereich Tourismus und Ökologie. Tourismus wird dabei sehr weit ausgelegt und öffnet sich auch Themen wie Kultur, Sport, Kultstätten, Heiligtümer, Museen, Weingüter, Wein, Skigebiete, mediterrane Inseln, exotische Plätze und ähnlich gelagerte Themen. Die Veranstalter sehen dabei den Tourismus immer mehr in einem Bezug zu ökologischen Themen, so dass im Rahmen dieses Festivals beide Kategorien einzeln oder kombiniert thematisiert werden können. Zugelassen sind sowohl nationale wie auch internationale Beiträge. Das SILAFEST hat die ITCO-Lizenz (International Organisation of Tourist Press) und konnte 2009 etwa 100 eingereichte Filmbeiträge beurteilen. Verteilt auf sechs Veranstaltungstage konnte das Festival 3000 Besucher im Jahr 2009 registrieren. World Scenic Flights erhielt 2009 den „THE BLUE DANUBE Special Approach to Tourist Film“-Filmpreis und 2010 den „Bronze Palm Award“ des MEXICO INTERNATIONAL FILM FESTIVALS.Das Mexico International Film Festival findet jedes Frühjahr in Rosarito (Mexiko) statt. Zugelassen sind nationale und internationale Beiträge, die in den Rubriken Dokumentation, Kurzfilm, Ausländischer Film, Animationsfilm, Musik-Video, Studentenfilm, beste Regie, beste Schauspieler, bestes Drehbuch, bester Fernsehpilotfilm sowie „Best of Mexico“ miteinander konkurrieren. Die World Scenic Flights konnten sich gegen 50 andere Filme in der Rubrik „Kurzfilm“ durchsetzen und zählen somit wie auch der Film Keinohrhasen zu den Mexico International Film Festival 2010 Gewinnern
Handlung Der Film „World Scenic Flights“ verfügt über keine Filmhandlung im konventionellen Sinne, sondern definiert sich durch auf den Hintergrund abgestimmte Kunstflugmanöver mit einem RC-Modellhubschrauber an Örtlichkeiten mit hohem Wiedererkennungswert, die eine kulturelle, nationale, bauwerkliche, geschichtliche oder landschaftliche Bedeutung haben. Die Flugmanöver alleine bringen bereits einen hohen ästhetischen Aspekt mit sich, die mit den filmischen Hintergrundobjekten und Szenerien in Korrespondenz gebracht wurden. Dabei war es den Filmemachern wichtig, keiner der beiden Bildkomponenten eine Übergewichtung beizumessen, sondern die Flugmanöver nur so weit zur Geltung zu bringen, dass trotzdem noch bewusst auch der Hintergrund wahrgenommen wird.
Kritiken Presse mini|300px|Regisseur Tobias U. Wagner mit seinem Filmhubschrauber am Drehort Schloss Belvedere in Wien
Produktion Stoffentwicklung Tobias U. Wagner fliegt seit Jahren Modellhubschrauber und ist in der Szene für die Durchführung ausgefallener Flugaufgaben (insbesondere Rekordversuche) und die Beschreibung und Weiterentwicklung von 3D-Flugmanövern bekannt geworden. In diesem Genre werden mittlerweile sogar Deutsche und Internationale Meisterschaften ausgetragen. siehe z. B. (PDF, ca. 240 kByte) (Stand: 24. Juni 2009) Wagner ist aufgrund seines Knowhows rund um die Materie Modellhubschrauber auch regelmäßig Autor von Fachartikeln in einschlägiger Fachpresse und teilt dort seine Flugerfahrungen dem Leser mit.Tobias Wagner hat in der Fachzeitschrift ROTOR regelmäßig eine eigene Kolumne und lässt sich dort über 3D-Flugmanöver oder Stunts mit dem Modellhelikopter aus und gibt zudem technische Tipps für den laufenden Flugbetrieb eines solchen Helis. Zudem werden Beiträge und Berichte von ihm auch in der Fachzeitschrift RC-HELI ACTION gedruckt Das Können und Austesten der fliegerischen Grenzbereiche rund um diese waghalsigen Flugmanöver führte schon früh dazu, dass Wagner dazu überging, Luftaufnahmen zu machen und Stunts mit den Hubschraubern zu fliegen und diese als Filmclip zu publizieren – er gründete dazu zusammen mit Heinrich Wagner das Film- und Stuntteam HeliGraphix. Auf dieser Basis brachte HeliGraphix seit 2003 etwa 80 dieser Stuntclips auf der eigenen Internetpräsenz oder in einschlägigen Internet-Videoportalen wie YouTube heraus, die in der Modellflugszene viel Beachtung fandenvgl. Passauer Neue Presse vom 4. April 2009: "Mit dem Modellhubschrauber um die Welt - Wie der Vilshofener Tobias Wagner (33) mit Stunts und Filmen zu einem Szene-Star wurde" und über die in der Fachpresse regelmäßig berichtet wurde.Eine Vorstellung und Besprechung der DVD "Empire of Madness", die diese Stunts zum Thema haben, erfolgte u. a. in ROTOR - Die führende Hubschrauber-Fachzeitschrift, Ausgabe 12/2008, S. 50 ff. Zudem sind HeliGraphix Rekordhalter und Flugpioniere für ausgefallene oder noch nie zuvor geglückte Flugmanöver und Stunts mit dem Modellhubschrauber.Für nachfolgend aufgeführte Stunts auf Basis von Kunstflugmanövern ist HeliGraphix Rekordinhaber oder Erstausführer: Dezember 2002: Erste Deckenlandung der Welt März 2004: Höchste g-Belastung eines R/C-Helis: über 50 g April 2004: Erster Wandstart der Welt Juni 2005: Erste Wandlandung der Welt September 2005: Erster raketengetriebener Helikopter Eine zusätzliche Sammlung solcher Filmclips von Stunts und Rekordversuchen wurde schließlich auch im Rahmen von zwei Direct-to-DVD-Veröffentlichungen herausgebracht.Die Sammlung von Stunts sind als DVD-Produktionen "Remote Madness" und "Empire of Madness" veröffentlicht worden mini|HeliGraphix auf dem Weg zum Drehort in Gizeh. Hier werden die logistischen Umstände des Filmprojektes ansatzweise deutlich
Die Grundidee zum Film "World Scenic Flights" kam Tobias U. Wagner und Saskia D. Oehmichen, die sich später für die Kameraarbeit zur Verfügung stellte, im Jahr 2005 während eines Neuseelandaufenthaltes zum Zwecke von Modellhubschraubervorführungen, bei der ein weiteres Filmprojekt, die "New Zealand Scenic Flights" entstand. Bereits hier wurden Flugmanöver vor neuseeländischen Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten in Szene gesetzt und filmisch festgehalten. Inspiriert durch weitere Reisen mit dem Modellhubschrauber reifte die Idee bei den Filmemachern dann schließlich so weit heran, so dass man sich 2007 dazu entschloss, die bislang einzelnen Reisen und Filmclips weltweit auszudehnen und im Rahmen der "World Scenic Flights" systematisch bestimmte Örtlichkeiten in der Welt aufzusuchen, um dort Filmaufnahmen mit dem Hubschrauber vor berühmten Kulissen zu machen. Das Filmteam war sich dabei bewusst, dass Modellhelikopterflüge in vielen Ländern problematisch sind, zumal aus Angst vor Luftspionage oder Terroranschlägen oft strenge Auflagen bezüglich des Luftraumes gelten. HeliGraphix hatte dies aus langjähriger internationaler Erfahrung heraus jedoch als zu bewältigende Herausforderung angesehen."Unmögliches zu versuchen und doch möglich zu machen" ist eine Kernmotivation von HeliGraphix. Sie führte letztlich auch zu den zahlreichen Rekorden und unmöglichsten Flugmanövern von HeliGraphix im Rahmen zahlreicher Stuntversuche
Hauptproduktion Da die Verantwortlichen das Filmprojekt bewusst nicht-kommerziell angelegt hatten, musste es zunächst einmal gegenfinanziert werden. Nachdem die Finanzierung durch einen erheblichen Eigenanteil sowie ein paar Sponsorengelder aus der Modellflugbranche gesichert schien, wurde die Realisierung des Filmprojektes beschlossen und mit der Planung und Umsetzung begonnen.
Für die Hauptthemenbereiche der Dreharbeiten benötigte das Filmteam etwa ein Jahr, weitere Themen schlossen sich an und wurden ergänzend abgedreht.
Insgesamt wurde auf rund 30 Langstreckenflügen eine Reisedistanz von 150.000 km zurückgelegt, um die vielen Drehorte zu erreichen. Das Projekt wurde dabei an nachfolgenden Örtlichkeiten gedreht: mini|Der Henseleit Three Dee MP-XL-E Helikopter vor der mexikanischen Sonnenpyramide von Teotihuacán mini|Der Heli vor dem indischen Taj Mahal mini|Tobias U. Wagner demonstriert verschiedene Flugmanöver vor den ägyptischen Pyramiden von Gizeh mini|Schwebeflug vor dem Ayers Rock in Australien mini|Panoramaflug vor Santiago de Chile
LissabonPadrão dos DescobrimentosRio de JaneiroZuckerhut-FelsenUluṟu-Kata-Tjuṯa-NationalparkAyers RockHonolulu (Hawaii)Waikīkī BeachKairoPyramiden von GizehNiagara FallsNiagarafälle (Hufeisenfälle)Die Hufeisen-Fälle (engl. Horseshoe-Fälle) bezeichnen den kanadischen Teil der NiagarafälleTeotihuacanSonnenpyramide von TeotihuacánPokharaMachapucharéSeoulN Seoul Tower und Hangang FlussTrondheimFjord bei TrondheimAyutthayaWat Chai WatthanaramSchwangauSchloss NeuschwansteinKuala LumpurPetronas Twin TowersRiau KepulauanInsel BatamArizonaGrand CanyonSydneySydney Opera House und HafenbrückeBadalingChinesische MauerWienSchloss BelvedereBrüsselAtomiumAgraTaj Mahalbei ZermattMatterhornbei AmesburyStonehengeSankt PetersburgBlutskircheGamboaPanamakanal (Gaillard’s Cut)Luxemburg (Stadt)Gëlle FraSantiago de ChileStadtpanoramaKalmarSchloss KalmarHelsinkiDom von Helsinki am Senatsplatz (Helsinki)VilshofenStadtpanorama mit DonauJaipurJal Mahal (Water Palace)SentosaMerlionParisEiffelturmbei DakarRetba-See
Tatsächlich erfolgten an nachfolgenden Orten (Auswahl) noch weitere Drehversuche, die aber aufgrund technischer, witterungs- oder sicherheitsbedingter Umstände abgebrochen werden mussten oder aus filmischen Gründen nicht in den Film aufgenommen wurden: mini|Einer der zusätzlichen Drehorte (hier: Hollywood), die jedoch im Film keinen Platz fandenDie Filmaufnahmen in Hollywood waren den Filmemachern nicht ästhetisch genug: So waren störende Stromleitungen und Masten in der Filmsequenz zu sehen, was letztlich den Ausschlag für die Nichtverwendung gab. Aus ähnlichen Gründen fanden auch andere Takes keine Verwendung im Film mini|Am UNESCO-Weltkulturerbe Changdeokgung war lediglich ein Zeitfenster von 2 min. vorhanden – zu wenig für ein TakeBedingt durch eine hohe Frequentierung des Weltkulturerbes durch Touristengruppen blieb den Filmmachern lediglich ein Zeitfenster von 2 Minuten. Diese Zeit war nicht ausreichend, um eine stimmige Sequenz zu filmen, so dass vom Ereignis lediglich ein paar Fotos gemacht werden konnten
Los AngelesHollywood SignLuxorNil und Luxor-TempelFayyumOaseHurghadaRotes MeerSeoulChangdeokgung-PalastWienWiener PraterSalisburyKathedrale von SalisburyEkeröSchloss DrottningholmVindelnStromschnellen des VindelälvenParisLouvreNokiaNokia-Haus
Produktionsnotizen Unterstützung erfuhren Tobias U. Wagner und Saskia D. Oehmichen in ihrem Filmprojekt durch insgesamt 80 im Ausland und in Deutschland ansässige Helfer, die es ihnen ermöglichten, in die Nähe der zu filmenden Objekte zu gelangen, Orientierungshilfen vor Ort zu empfangen und logistische Probleme zu bewältigen. Darüber hinaus waren Wagner und Oehmichen an der überwiegenden Anzahl von Örtlichkeiten jedoch auf sich alleine gestellt.
Da der Zeitrahmen für die Filmaufnahmen äußerst eng gesteckt war und die Filmcrew an den Drehorten oder auf dem Weg dorthin teilweise nur in Minimalbesetzung auflaufen konnte, waren die Dreharbeiten teils von besonders erschwerenden Umständen und Rückschlägen geprägt:
Für die kulturübergreifende Arbeit vor Ort galt es neben einer Fülle logistischer, technischer und administrativer auch viele landesspezifische Herausforderungen zu bewältigen.