Sadisdorf ist ein Ortsteil der sächsischen Großen Kreisstadt Dippoldiswalde im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Der Ortsteil hat den Status einer Ortschaft nach der Sächsischen Gemeindeordnung und damit gemäß seiner Ortschaftsverfassung einen Ortschaftsrat und Ortsvorsteher.

Geografie Sadisdorf liegt etwa drei Kilometer westlich von Schmiedeberg im Osterzgebirge. Der Ort liegt direkt an der Bundesstraße 171. Südwestlich des Ortes befindet sich die durch die Wilde Weißeritz angestaute Talsperre Lehnmühle.

Nachbarorte

Geschichte mini|Dorfkirche Sadisdorf

Das Waldhufendorf wurde im 13. Jahrhundert erstmals als „Sydensdorff“ erwähnt.dippoldiswalde.de Um 1437 war Sadisdorf zur Pflege Dohna gehörig. Ab 1548 hatte das Amt Pirna die Verwaltung inne. 1856 bis 1875 gehörte Sadisdorf dem Gerichtsamt Dippoldiswalde an, später der Amtshauptmannschaft Dippoldiswalde. 1900 betrug die Fläche der Gemarkung 556 Hektar. Die Bevölkerung von Sadisdorf teilte sich 1925 in 493 evangelisch-lutherische Einwohner und zwei Katholiken auf. 1952 wurde Sadisdorf als eigenständige Gemeinde Teil des Kreises Dippoldiswalde, der 1994 in den Weißeritzkreis überging. Am 1. Januar selben Jahres schlossen sich Hennersdorf, Ammelsdorf, Sadisdorf und Obercarsdorf zur neuen Gemeinde Obercarsdorf zusammen. 2001 wurde diese nach Schmiedeberg eingemeindet. Sadisdorf wurde im August 2008 Teil des aus dem Landkreis Sächsische Schweiz und dem Weißeritzkreis gebildeten Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Mit der Eingliederung von Schmiedeberg nach Dippoldiswalde wurde auch Sadisdorf Ortsteil der Großen Kreisstadt.

Entwicklung der Einwohnerzahl Entwicklung der Einwohnerzahl Sadisdorfs: auf dippoldiswalde.de Jahr Einwohner 1551 30 besessene Mann, 12 Häusler, 34 Inwohner 1764 26 besessene Mann, 1 Gärtner, 13 Häusler 1834 392 1871 487 1890 493 1910 520 1925 500 1939 520 1946 743 1950 734 1964 651 Jahr Einwohner 1990 517 2006 423 2007 405 2008 409 2009 409 2010 407 2011 403 2012 395 2013 394 2014 390 2015 406 Jahr Einwohner 2020 348

Bergbau Der Bereich der Ortschaft Sadisdorf war über einen langen Zeitraum vom Bergbau geprägt. Einen relativ großen Bekanntheitsgrad erlangte die „Kupfergrube Sadisdorf“, die sich jedoch außerhalb der eigentlichen Ortslage befand.

Siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Sadisdorf

Literatur

Gemeinde Sadisdorf (Hg.): 1346–1996. 650 Jahre Sadisdorf. Ortschronik. Sadisdorf 1996

Weblinks

Ortsteile In: Webauftritt der Stadt Dippoldiswalde.

Einzelnachweise

Kategorie:Ortschaft von Dippoldiswalde Kategorie:Ort im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) Kategorie:Gemeindeauflösung 1994 Kategorie:Waldhufendorf Kategorie:Ort im Erzgebirge