mini|Marco Rubio (2025)rahmenlos|150px|zentriert|klasse=notpageimage skin-invert-image|Rubios Unterschrift Marco Antonio Rubio (* 28. Mai 1971 in Miami, Florida) ist ein US-amerikanischer Politiker der Republikanischen Partei und seit Januar 2025 Außenminister der Vereinigten Staaten im Kabinett Trump II. Dazu wurde Rubio zum Nationalen Sicherheitsberater und zum Archivar der Vereinigten Staaten (bis 4. Dezember 2025) ernannt. Zuvor war er Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Florida und von Januar 2011 bis Januar 2025 Senator für Florida im US-Senat. Im Jahr 2016 trat er bei den Vorwahlen seiner Partei zur Präsidentschaftswahl an.

Leben

Familie, Jugend, Ausbildung und erste berufliche Schritte Marco Rubio wurde in Miami als drittes Kind von Mario Rubio und Oriales García geboren,Nate Parkhouse: In: 2016election.com, 10. Juni 2011, abgerufen am 18. März 2016.Marco Rubio: An American Son, S. 15ff. die damals noch nicht die US-Staatsangehörigkeit hatten. Seine Eltern waren kubanische Exilanten, die am 27. Mai 1956 – mehr als zwei Jahre vor dem Sturz des pro-amerikanischen Diktators Fulgencio Batista und der Machtübernahme durch Fidel Castro am 1. Januar 1959 – mit ihrem ältesten Sohn in die Vereinigten Staaten gelangt waren.Marco Rubio’s Cold War Approach to Cuba Is Losing Him Voters. In: Mother Jones, 13. Mai 2015 (englisch). Auch nach der Machtübernahme Castros reisten die Eltern wiederholt nach Kuba, in Rubios Worten, um die Möglichkeiten einer unbedingt gewünschten Rückkehr auszuloten, was sich aber als unmöglich herausgestellt habe. Rubios Darstellung dieser Umstände sorgte für Kritik, als die Washington Post im Oktober 2011 Rubios Behauptung, seine Eltern seien erst nach der Revolution 1959 vor der Regierung Fidel Castros geflohen, hinterfragte.Marco Rubio’s compelling family story embellishes facts, documents show. Washington Post, 20. Oktober 2011 (englisch).

Die erste Station von Rubios Eltern in den USA war 1956 New York.Marco Rubio: An American Son, S. 19. Im folgenden Jahr zog die Familie nach Miami, wo der Vater Arbeit im Roney Plaza Hotel in Miami Beach fand. Anschließend machte sich der Vater selbstständig und eröffnete eine ganze Reihe von Geschäften, die sämtlich in Konkurs gingen.Marco Rubio: An American Son, S. 20. 1964 zog die Familie nach Los Angeles, einige Wochen später weiter nach Las Vegas. Kurz darauf kehrte die Familie nach Miami zurück, wo der Vater seine Arbeit im Roney Plaza Hotel wieder aufnahm.Marco Rubio: An American Son, S. 22. 1978 zog seine Familie erneut nach Las Vegas, wo sein Vater als Barkeeper und seine Mutter als Zimmermädchen Arbeit gefunden hatten. 1985 kehrte die Familie nach Miami zurück, wo sein Vater bis 1997 wieder als Barkeeper arbeitete. Danach verdiente er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2005 seinen Lebensunterhalt als Schülerlotse. Seine Mutter arbeitete bis zu ihrer Pensionierung im Jahre 1995 als Lagerverwalterin bei Kmart. In: Rubio.Senate.gov, abgerufen am 18. März 2016.

Infolge der Umzüge seiner Eltern besuchte Marco Rubio verschiedene Schulen. Zunächst die Henry M. Flagler Elementary School in Miami,Marco Rubio: An American Son, S. 29. ab Anfang 1979 die C. C. Ronnow Elementary School (Second Grade) in Las Vegas,Marco Rubio: An American Son, S. 39 dann die South Miami (Senior) High School, die er 1989 abschloss. Im Anschluss besuchte er ein Jahr lang das Tarkio College in Missouri, weil ihm für 1989/90 ein Football-Stipendium gewährt worden war. Danach wechselte er zum Santa Fe Community College (heute: Santa Fe College) in Gainesville, Florida.Homepage Santa Fe College Rubio studierte an der University of Florida, an der er 1993 einen Bachelor of Science in Politikwissenschaften erwarb. Er setzte sein Studium an der University of Miami (School of Law) fort und schloss dort 1996 mit dem Juris Doctor cum laude ab.

Nach dem Studium arbeitete er in einigen Anwaltskanzleien.Alex Leary: Marco Rubio’s finances have presented an opportunity — and a curse. In: The Miami Herald, 26. April 2015.Tom Hamburger, Sean Sullivan: How Marco Rubio turned political star power into a soaring personal income. In: The Washington Post, 29. Juni 2015. 1996 bot ihm Al Cardenas, Bipartisan Policy Center, abgerufen am 18. März 2016.Board of Advisors: Alberto R. Cardenas. In: Skyline Equities, abgerufen am 18. März 2016. zu dieser Zeit stellvertretender Vorsitzender der Republikanischen Partei Floridas, den er während Bob Doles Präsidentschaftswahlkampf 1996 kennengelernt hatte, einen Job in seiner zusammen mit C. Thomas TewThomas Tew: Resolving Complex Financial Cases. In: South Florida Legal Guide, Ausgabe 2010, abgerufen am 18. März 2016.Jay Weaver (The Miami Herald): Prominent Miami lawyer Tom Tew dies at 73. In: Insurancenewsnet, 29. Januar 2014, abgerufen am 18. März 2016.C. Thomas Tew, (P.A.), Member Attorney. In: LawyerDB.com, abgerufen am 18. März 2016. 1991 gegründeten Kanzlei Tew Cardenas an.Company Overview of Tew Cardenas, LLP. In: Bloomberg, 20. August 2015, abgerufen am 18. März 2016. Sein Verdienst betrug pro Jahr 57.000 US-Dollar.Marco Rubio: An American Son, S. 85–87. 1998 bot die Kanzlei Ruden, McClosky, Smith, Schuster & Russell, P.A. ihm eine besser dotierte Beschäftigung in Miami an.Marco Rubio: An American Son, S. 100, 118. Von 2001 bis 2004 arbeitete er in der Anwaltsfirma Becker & PoliakoffMarco Rubio: An American Son, S. 119. und im Anschluss bis 2008 bei Broad & Cassel, Miami (Jahresverdienst 300.000 US-Dollar). 2008 gründete er dann seine eigene Anwaltskanzlei, zugleich noch das Beratungsunternehmen Rubio Consulting und wurde Partner von Florida Strategic Consultants, einem weiteren Beratungsunternehmen.Beth Reinhard: Tampa Bay Times, 21. Mai 2010, abgerufen am 18. März 2016.Alex Leary, Adam C. Smith: In: Tampa Bay Times, 21. Oktober 2010, abgerufen am 18. März 2016.

Politische Laufbahn

Politische Anfänge Am 25. Januar 2000 wurde Rubio in einer außerordentlichen Nachwahl in das Repräsentantenhaus Floridas gewählt und war von 2006 bis 2008 dessen Sprecher, als Nachfolger von Allan Bense.

mini|Marco und Jeanette Rubio mit US-Vizepräsident Joe Biden nach Rubios Vereidigung als Senator Bei der Wahl zum US-Senat 2010 bewarb er sich um einen Sitz für seinen Bundesstaat. Seine Wahlkampagne wurde durch die rechtspopulistische Tea-Party-Bewegung kräftig unterstützt.Rubio’s Dilemma: How Much Tea Party Is Too Much? In: Newsweek, 5. Februar 2010, abgerufen am 18. März 2016 (englisch); Matthias Rüb: Die Stunde des Marco Rubio. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24. Oktober 2010. Floridas Gouverneur Charlie Crist, der sich ebenfalls bewarb, trat daher aus der Republikanischen Partei aus.R. Klüver: USA: „Tea-Party“-Bewegung: Bitterer Tee. In: Süddeutsche Zeitung, 30. April 2010 Rubios Kandidatur wurde durch Ermittlungen überschattet, da er eine Partei-Kreditkarte zu privaten Zwecken gebraucht hatte, ohne dies versteuert zu haben.Stephanie Condon: Marco Rubio, Florida GOP Under Federal Investigation, Report Says. In: CBS News, 21. April 2010, abgerufen am 18. März 2016 (englisch). Er wurde im November 2010 in den Senat gewählt. In: Reuters Deutschland, 3. November 2010, abgerufen am 18. März 2016. Er ist nach Mel Martínez der zweite kubanoamerikanische US-Senator Floridas.Beth Reinhard: Marco Rubio, ‘Son of Exiles,’ Rises as U.S. Senator. In: The Miami Herald, 3. November 2010, via Latinamericanstudies.org, abgerufen am 18. März 2016. In seinen ersten Jahren im Senat brachte er eine Reihe ambitionierter Projekte und Gesetzentwürfe ein, scheiterte aber mit fast allen – etwa als Teil der überparteilichen „Gang of Eight“, die eine umfassende Einwanderungsreform entworfen und 2013 durch den Senat gebracht hatte – am Widerstand des Repräsentantenhauses. Rubio hat seine Frustration über die Unbeweglichkeit des US-Kongresses immer wieder deutlich gemacht und gehörte 2014/15 zu den Senatoren mit den meisten Fehlzeiten.David A. Fahrentold: Rubio Gives Up on Senate: ‘He Hates it’. In: The Washington Post, 25. Oktober 2015, abgerufen am 18. März 2016 (englisch).

mini|Rubio auf der CPAC 2015

Senator während der Obama-Regierungszeit und Präsidentschaftskandidatur Während der ersten vier Jahre seiner sechsjährigen Amtszeit als Senator war die Republikanische Partei in der Minderheit; ab Januar 2015 war sie in der Mehrheit. Rubio galt als Teil des konservativen Flügels der Republikanischen Partei. Er war aus Floridas Legislative als geschickter Unterhändler bekannt, der über Parteigrenzen hinweg Zustimmung zu Gesetzesvorhaben organisierte.Jim Geraghty: When Rubio Was the Man of Florida’s House. In: National Review, 13. April 2015 (englisch). Sein Abstimmungsverhalten im US-Senat (mit Ausnahme seiner Unterstützung einer überparteilichen Einwanderungsreform) wurde 2015 als betont konservativ rezipiert: Laut einer statistischen Erhebung der Website FiveThirtyEight von 2015 stimmte Rubio häufiger weiter rechts im politischen Spektrum ab als 77 Prozent seiner Parteikollegen.Harry Enten: In: FiveThirtyEight, 22. Januar 2016 (englisch). Rubio brachte 2013 im Senat ein Gesetz ein, das die Möglichkeit zum Schwangerschaftsabbruch einschränken sollte.Fred Barnes: In: The Weekly Standard, 2. Juli 2013, abgerufen am 18. März 2016.