Günther Gumpert (* 17. April 1919 in Krefeld; † 22. März 2019) war ein deutsch-amerikanischer Maler informeller Abstraktion. Er lebte und arbeitete in Washington.
Leben und Werk Jugendjahre und Ausbildung Der 1919 in Krefeld geborene Günther Gumpert machte sein humanistisches Abitur in Krefeld und Düsseldorf. Sein Lehrer für Kunsterziehung in Krefeld erkannte seine Begabung und förderte sie. 1937 begann Gumpert ein Kunststudium an der Werkkunstschule Krefeld, später in Wuppertal. Der Kriegsdienst in Frankreich, Rumänien und Russland unterbrach das Studium. Nach dem Krieg wohnte Gumpert in Köln. Wesentlicher Impuls war für ihn ab 1946 die Entdeckung der gesamten seit 1933 in Deutschland verdrängten Entwicklung der Moderne und besonders die Begegnung mit dem Aquarell „Physiognomie der Trübe“ von Paul Klee (WVZ 3378). Er zog nach Wuppertal um, nahm an ersten Gruppenausstellungen teil und arbeitete mit Rolf Jährling in der Galerie Parnass zusammen. Dort lernte er Kollegen aus aller Welt kennen, wie Jacques Herold und Shinkichi Tajiri.
Wanderjahre Ab 1950 reiste Gumpert nach Paris, Spanien, Marokko, Genf zum Bildhauer Jakob Probst, Zürich, Brissago, Ramatuelle. 1956 richtete er sich (bis 1967) ein ständiges Atelier in Paris ein, wo er Freundschaften mit Francis Bott und Johnny Friedlaender pflegte. Reisen nach Italien und einem längeren Tuberkulose-bedingten Krankenhausaufenthalt in Davos folgten Aufenthalte in Jugoslawien und Italien, bevor er sich ab 1960 mehrheitlich in Rom aufhielt.
Amerika 1963 reiste er zum ersten Mal in den USA, wo ihm eine neue Welt sich eröffnete. 1967 übersiedelte er definitiv nach Washington und heiratete Anita von Kahler. Gumpert stellte nur noch in den USA aus, bis 1980 in einer Retrospektive der Galerie Parnass als Wanderausstellung im Von der Heydt-Museum Wuppertal und in diversen Goethe-Instituten in Frankreich und England wieder Werke von ihm in Europa gezeigt wurden.
Werke Obwohl die finanziellen Mittel und das unstete Leben Gumpert oft die Arbeit in einem regulären Atelier nicht ermöglichten, malte Gumpert immer. Meistens sind es Werke kleinerer Dimensionen: Gouachen, Öl auf Papier. Erst in Washington entstehen größere Leinwand-Gemälde. Die hohe Meisterschaft seiner Gouachen ist anerkanntQuelle: Günther Gumpert: ’’Gumpert’’. Verlag Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern, 2000.
Ausstellungen (Auswahl) 1955: Galerie „au premier“, Zürich 1960: La Cour d’Ingres, Paris 1961: Konzerthaus, Wien 1963: Goethehaus, New York 1963: Davison Art Center, Wesleyan University, Middletown, Connecticut 1967: Konstforum, Norrköping, Schweden 1978: Museo de Arte Moderno, Santo Domingo, Dominikanische Republik
Werke in öffentlichen Sammlungen Kaiser Wilhelm Museum, Krefeld Victoria and Albert Museum, London Roosevelt House, New Delhi Metropolitan Museum of Art, New York Museo Nacional de Bellas Artes, Santiago de Chile Museo de Arte Moderno, Santo Domingo The Phillips Collection, Washington D.C. Albertina, Wien
Literatur Günther Gumpert: ’’Gumpert’’. Mit Texten von Wolfgang Henze und Gabriele Lohberg. Verlag Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern, 2000
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Einzelnachweise
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