Die Pittsburgh Penguins (IPA: ) sind ein US-amerikanisches Eishockeyfranchise der National Hockey League aus Pittsburgh im Bundesstaat Pennsylvania. Es wurde 1967 gegründet und nahm zum Beginn der Saison 1967/68 den Spielbetrieb auf. Die Teamfarben sind Schwarz, „Pittsburghgold“ und Weiß.

Die Penguins tragen ihre Heimspiele in der PPG Paints Arena (bis Oktober 2016: Consol Energy Center) aus und gingen aus der großen Erweiterung der Liga vor der Saison 1967/68 hervor, als die Teilnehmerzahl von sechs auf zwölf aufgestockt wurde. Nachdem das Team in den ersten 20 Jahren seines Bestehens sowohl sportlich als auch finanziell oft vor Probleme gestellt wurde, etablierte sich das Team um Mario Lemieux gegen Ende der 1980er Jahre an der Ligaspitze. Zu Beginn der 1990er Jahre gelang es zweimal den prestigeträchtigen Stanley Cup zu gewinnen. Nach einer weiteren Krise zu Beginn des neuen Jahrtausends fand die Mannschaft erneut den Weg ins Vorderfeld der Liga und feierte 2009, 2016 und 2017 weitere Titelgewinne.

Geschichte Ein professionelles Eishockeyteam aus Pittsburgh spielte bereits in den frühen Jahren der National Hockey League, die Pittsburgh Pirates von 1925 bis 1931. Später spielte mit den Pittsburgh Hornets ein Team in der American Hockey League, das sich allerdings 1967 auflöste. Grund dafür war die Aufstockung der NHL von sechs auf zwölf Mannschaften. Eines der neugegründeten Franchises waren die Pittsburgh Penguins.

Schwieriger Anfang Der erste General Manager der Penguins war Jack Riley, der anfangs keinen einfachen Job hatte, da er das Team mit Spielern besetzen musste, die hauptsächlich aus unteren Ligen geholt wurden. Mit Andy Bathgate und Leo Boivin hatten sie immerhin zwei NHL-erfahrene Spieler in ihren Reihen. In der ersten Saison verpassten sie die Play-offs und belegten den fünften Platz in der West Division. Allerdings war die Division hart umkämpft und die Penguins lagen nur sechs Punkte hinter Platz eins.

Trainer für die ersten zwei Spielzeiten war George Sullivan, der von Red Kelly abgelöst wurde. Sportliche Erfolge stellten sich in den ersten Jahren keine ein, das spieltechnische Niveau war eher durchwachsen, so dass die zwei erfahrensten Spieler, Bathgate und Boivin, das Team verließen. In den ersten sieben Spielzeiten wurden die Play-offs fünfmal nicht erreicht.

Das Management hatte aber im Draft mehr Erfolg. Sie verpflichteten im NHL Amateur Draft 1969 mit Michel Brière einen jungen talentierten Spieler, der in 100 Spielen bei den Junioren 320 Punkte erzielte. Er gehörte zu den Schlüsselspielern und Garanten, das die Penguins 1970 die Play-off-Spiele erreichten, doch kurze Zeit später war Brière in einen Autounfall verwickelt und starb 1971 an den Folgen.

Erste Erfolge und finanzielle Probleme Während der Saison 1973/74 durchlebte das Team eine sportliche Krise und befand sich in den untersten Rängen der Liga was zur Folge hatte, dass Jack Riley als General Manager entlassen wurde. Nachfolger Jack Button begann das Team umzubauen und Spieler, wie Steve Durbano, J. Bob Kelly oder Bob Paradise zu verpflichten. Das Team spielte nun erfolgreicher, konnte sich aber für Play-off-Spiele nicht qualifizieren.

Der sportliche Aufschwung verfestigte sich aber und hielt an, es wurden weitere Stars verpflichtet, wie Rick Kehoe oder Ron Stackhouse, doch der große Erfolg – der Gewinn der Meisterschaft nach der Qualifikation für die Playoffs – gelang dem Team nicht. 1974/75 wären sie beinahe ins Halbfinale um den Stanley Cup eingezogen. Sie führten gegen die New York Islanders schon mit 3-0 Gewinnspielen und benötigten nur noch einen Sieg zum Erreichen des Semifinals. Aber den Islanders gelang die Umkehrung der Verhältnisse und gewannen vier Spiele in Folge und damit auch die Serie gegen die Penguins.

1975 stand das Franchise kurz vor dem wirtschaftlichen Aus, da Gläubiger von den Teamverantwortlichen verlangten, die bestehenden Verbindlichkeiten auszugleichen. Eine Investorengruppe verhinderte durch sein Investment den sonst eintretenden Bankrott. Baz Bastien ersetzte dann Jack Button als General Manager und engagierte Spieler, wie Orest Kindrachuk, Tom Bladon und Rick MacLeish, was sich vorerst auch sportlich auszahlte, doch da er für junge Nachwuchsspieler Vorzugsrechte für den NHL Entry Draft abgegeben hatte, bekam das Team in den frühen achtziger Jahren Probleme, da diese durch Abwanderung fehlten.

Zu Beginn der achtziger Jahre entschied sich das Team seine Teamfarben von Blau-Weiß in Gold-Schwarz zu ändern. Das Footballteam Pittsburgh Steelers und das Baseballteam Pittsburgh Pirates trugen ebenfalls Gold und Schwarz. Die Boston Bruins erhoben beim NHL-Schiedsgericht eine Klage gegen diese Änderung, da sie ebenfalls dieselben Vereinsfarben tragen, doch die Klage wurde abgewiesen, da die Penguins begründeten, dass alle Teams in der Stadt in diesen Farben spielen und das erste NHL-Team in Pittsburgh in den zwanziger und dreißiger Jahren ebenfalls diese Farben trug.

Die Lemieux-Ära mini|Mario Lemieux, bester Spieler in der Geschichte der Penguins, mehrfacher Rekordhalter und später auch Teambesitzer 1983 und 1984 belegten die Penguins den letzten Platz in der Liga, was dem Team aber die Möglichkeit gab, als erstes Team einen Spieler im Draft auszuwählen. So konnten sie im NHL Entry Draft 1984 das Supertalent Mario Lemieux verpflichten. Viele Teams versuchten den Jungstar sofort mit attraktiven Transferangeboten aus Pittsburgh wegzulocken, doch das Management schlug alle Angebote aus.

Gleich in seinem ersten Spiel bewies Lemieux wie viel Talent in ihm steckte. Mit seinem ersten Schuss seiner NHL-Karriere schoss er sein erstes Tor. Und am Ende der Saison 1984/85 hatte er 100 Punkte erzielt, jedoch musste das Team sich erst von Jahr zu Jahr in der Tabelle wieder hoch arbeiten. Erst in der Spielzeit 1988/89 schafften sie wieder den Einzug in die Play-offs. Lemieux, der 1987 zum Mannschaftskapitän ernannt wurde, hatte die beste Saison seiner gesamten Karriere gespielt, er hatte 85 Tore erzielt und insgesamt 199 Punkte erreicht, womit er zum zweiten Mal in Folge Wayne Gretzky übertrumpfen konnte. Doch Lemieux war nicht der einzige Grund für den Wiederaufstieg der Penguins. In den letzten Jahren hatte man um ihn herum ein gutes Team aufgebaut mit Spielern, wie Paul Coffey, Kevin Stevens und John Cullen, sowie Torhüter Tom Barrasso.

Die Saison 1989/90 war wieder von Misserfolg gezeichnet, doch 1990/91 erreichte das Team seinen Höhepunkt. Mit Jaromír Jágr wurde im NHL Entry Draft 1990 ein tschechisches Supertalent ausgewählt, Mark Recchi wurde vom Farmteam in den NHL-Kader geholt und Joe Mullen und Bryan Trottier unterschrieben vor der Saison Verträge als Free Agents. Während der Saisons wurden mit spektakulären Transfers noch Larry Murphy, Ron Francis und Ulf Samuelsson verpflichtet. Mit dieser schlagkräftigen Truppe schafften sie es bis ins Stanley-Cup-Finale und gewannen dort gegen die Minnesota North Stars mit 4-2.

Kurz nach dem Triumph wurde bei Trainer Bob Johnson eine Krebserkrankung festgestellt und er gab sein Amt an Trainer-Veteran Scotty Bowman ab. Johnson starb im November 1991. Die Penguins konnten unter Bowman den Stanley Cup verteidigen.

Im Januar 1993, etwas länger als ein Jahr nach dem Krebs-Tod von Johnson, wurde bei Mario Lemieux Morbus Hodgkin, ein bösartiger Tumor im Lymphsystem, diagnostiziert. Nach zweimonatiger Behandlung und 24 verpassten Spielen kehrte er bereits wieder zurück zum Team, konnte seine Konkurrenten um die Art Ross Trophy als bester Scorer noch überholen und das Team gewann seine erste Presidents’ Trophy als bestes Team der regulären Saison. Doch der dritte Stanley Cup in Folge konnte nicht gewonnen werden.

In den folgenden Jahren konnten sie zwar nicht mehr das Stanley-Cup-Finale erreichen, doch gehörten die Pens zu den stärksten Teams der Liga. Das Gesicht der Mannschaft änderte sich mit der Zeit und neue Spieler, wie Robert Lang, Darius Kasparaitis, Martin Straka, Sergei Subow, Petr Nedvěd und Alexei Kowaljow entwickelten sich zu wichtigen Stützen des Teams. Das war auch wichtig für das Team, denn 1997 beendete Mario Lemieux seine Karriere. Er wurde umgehend in die Hockey Hall of Fame aufgenommen, was nur Spielern zukommt, die Besonderes in der NHL geleistet haben. Alle anderen müssen nach ihrem Karriereende mindestens drei Jahre warten. An seine Stelle trat Jaromír Jágr, der sich zu einem der besten Scorer der NHL entwickelte. Von 1992 bis 2001 konnten Lemieux und Jágr gemeinsam neun von zehn Art-Ross-Trophäen gewinnen.

Talente und Geldsorgen mini|Torhüter Marc-André Fleury, bis 2017 bei den Penguins, war eines der großen Talente der „Pens“ Die hohen Gehälter der Spieler gefährdeten das wirtschaftliche Überleben des Klubs, diese finanzielle Krise führte letztlich im November 1998 zur Insolvenz. Mario Lemieux erwarb daraufhin den Klub und verhinderte somit eine Umsiedlung in eine andere Stadt durch eine Fremdübernahme. Er verursachte Ende Dezember 2000 eine Sensation, als er sein Comeback als Spieler in der NHL gab und war dadurch der erste Spieler, der gleichzeitig Eigentümer seines Teams war.

Doch das Team musste weiter seine Kosten senken. Jaromír Jágr wurde 2001 nach Washington abgegeben, Robert Lang verließ das Team, genauso wie einige Spieler mehr. Das wirkte sich auf die sportliche Situation aus und das Team verpasste 2002 zum ersten Mal seit zwölf Jahren wieder die Playoffs. In den nächsten Saisons fielen die Penguins in der Tabelle noch weiter ab.

Die Saison 2003/04 sollte dazu dienen das Team neu aufzubauen. Neuer Trainer wurde Eddie Olczyk und mit Marc-André Fleury hatte man einen jungen Torhüter als Gesamtersten im NHL Entry Draft 2003 dazubekommen. Doch schon zu Beginn der Saison verletzte sich Mario Lemieux und kam in der Spielzeit nicht mehr zum Einsatz. Martin Straka wurde nach Los Angeles abgegeben und Fleury wurde zunächst wieder zurück zu seinem Team in der Juniorenliga geschickt. Die Penguins belegten den letzten Platz in der NHL und hatten somit eigentlich das Recht, als erstes im NHL Entry Draft 2004 einen Spieler zu wählen, doch die Washington Capitals gewannen die Draftlotterie. Man durfte man sich als zweites einen Spieler auswählen und entschied sich für Jewgeni Malkin.

Lockout und CBA Im Sommer 2004 begannen die Verhandlungen zwischen den Teams, der Spielergewerkschaft NHLPA und der Liga über ein neues Collective Bargaining Agreement (CBA), eine Art Tarifvertrag. Doch es kam zu keiner schnellen Entscheidung und die Teams sperrten ihre Spieler aus. Dies führte schließlich zur Absage der Saison 2004/05. Erst im Sommer 2005 konnte man sich einigen. Das neue Abkommen kam den Penguins entgegen, denn es wurde eine Gehaltsobergrenze, ein Salary Cap, für alle Teams eingeführt. Da die Penguins in den vergangenen Jahren immer finanzielle Probleme hatten und gute und damit auch teure Spieler abgeben mussten, während sich reiche Teams richtige All-Star-Mannschaften aufbauten, sollte die Regelung dazu führen, dass der sportliche Erfolg nicht mehr zu sehr vom Finanziellen abhängt.

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