mini|Rastplatz mit Siechkreuz Reuth ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Gerolstein an.

Geographische Lage Der Ort liegt in der Eifel. Zu Reuth gehört auch der Weiler Neureuth.

Geschichte Der Ortsname Reuth hat die Bedeutung einer mittelalterlichen Rodung.

1335 übergaben die Grafen von Blankenheim die Stadt Kyle mit dem Ort Reuth an den König Johann von Böhmen und erhielten es als Lehen wieder zurück. 1423 ging Reuth in den Besitz der Grafen von Loon über. Reuth gelangte 1469 an die Grafen von Manderscheid.Darstellung der Ortsgeschichte auf der Internetpräsenz der Ortsgemeinde Reuth

Nachdem 1794 das Linke Rheinufer von französischen Revolutionstruppen eingenommen worden war, gehörte Reuth von 1798 bis 1814 zum Kanton Lissendorf im Saardepartement und wurde von der Mairie Stadtkyll zugeordnet. Durch den Wiener Kongress (1815) kam Reuth zum Königreich Preußen und wurde 1816 Teil des Kreises Prüm im Regierungsbezirk Trier. Die Gemeinde unterstand der Verwaltung der Bürgermeisterei Stadtkyll.

Im Rahmen der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform wurde Reuth zusammen mit 14 weiteren Gemeinden am 7. November 1970 vom gleichzeitig aufgelösten Landkreis Prüm in den Landkreis Daun (seit 2007 Landkreis Vulkaneifel) umgegliedert.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Reuth, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten Jahr Einwohner 1815 137 1835 222 1871 228 1905 208 1939 240 1950 219 Jahr Einwohner 1961 209 1970 240 1987 208 1997 231 2005 215

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat in Reuth besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Bürgermeister Frank Johanns wurde am 9. Juli 2024 Ortsbürgermeister von Reuth. Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 war er als einziger Bewerber mit einem Stimmenanteil von 76,9 % gewählt worden.

Der Vorgänger von Frank Johanns, Ewald Hansen, hatte das Amt 35 Jahre ausgeübt.

Wappen

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Kapelle Sankt Nikolaus Die 1950 wiederaufgebaute Kapelle St. Nikolaus mit altem Chorraum und Sakramentshäuschen Pestkreuz vor dem 18. Jahrhundert Burgbrennen am ersten Sonntag nach Aschermittwoch (sogenannter Scheef-Sonntag) Reuth ist von mehr als 142 ha Waldfläche zur Naherholung umgeben Wanderreiten ab dem Reutherhof Die Prümquelle – eine Tümpelquelle in einem kleinen Sumpfgebiet im Arenberger Forst – ist in Richtung Ormont-Neuenstein fußläufig erreichbar ()

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Reuth

Wirtschaft und Infrastruktur Handwerksbetriebe, Dienstleister, ein großer Lebensmittelhändler sowie eine Gaststätte befinden sich in der Ortsgemeinde.

Seit 2000 wurde im Windpark Reuth mit der Installation von zehn Windenergieanlagen eine feste Einnahmequelle für die nächsten Jahrzehnte erschlossen.

In Reuth geboren

Johannes Schmitz (1869–1957), Reichstagsabgeordneter (Zentrum)

Weblinks

Internetpräsenz der Ortsgemeinde Reuth Ortsgemeinde Reuth auf den Seiten der Verbandsgemeinde Gerolstein

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Vulkaneifel