mini|Lage der Verbandsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel Die Verbandsgemeinde Gerolstein (1968–2018) war eine Gebietskörperschaft im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehörten die Stadt Gerolstein sowie zwölf weitere Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz war in der namensgebenden Stadt Gerolstein. 2019 fusionierte die Verbandsgemeinde mit benachbarten Verbandsgemeinden zur neuen Verbandsgemeinde Gerolstein.Landesgesetz über den Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Gerolstein, Hillesheim und Obere Kyll vom 8. Mai 2018
Verbandsangehörige Gemeinden Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner Berlingen 3,59 231 Birresborn 20,88 1.115 Densborn 14,42 521 Duppach 10,28 288 Gerolstein, Stadt 64,38 7.616 Hohenfels-Essingen 5,02 304 Kalenborn-Scheuern 7,34 394 Kopp 8,40 178 Mürlenbach 21,64 545 Neroth 7,24 830 Pelm 10,06 1.001 Rockeskyll 5,88 225 Salm 9,09 319 Verbandsgemeinde Gerolstein 188,22 13.567 (Einwohner am 31. Dezember 2017)
Geschichte Die Verbandsgemeinde Gerolstein ist im Rahmen der in der zweiten Hälfte der 1960er und Anfang der 1970er Jahre durchgeführten rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform aus dem seit 1927 bestehenden Amt Gerolstein entstanden. Zum 1. Oktober 1968 wurden bezüglich der Verbandsgemeinden aufgrund des „Landesgesetzes zur Änderung kommunalverfassungsrechtlicher Vorschriften und zur Vorbereitung der Neugliederung von Gemeinden“ vom 16. Juli 1968 zunächst alle 132 Ämter in den Regierungsbezirken Koblenz und Trier, darunter das Amt Gerolstein, in Verbandsgemeinden umgewandelt.
1968 gehörten zur Verbandsgemeinde Gerolstein die Stadt Gerolstein sowie die Ortsgemeinden Berlingen, Betteldorf, Bewingen, Büscheich, Gees, Hinterhausen, Hinterweiler, Hohenfels-Essingen, Kalenborn-Scheuern, Lissingen, Michelbach, Müllenborn, Neroth, Pelm, Rockeskyll, Roth und Salm.
In einem weiteren Schritt der Gebietsreform wurden durch das „Achte Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ vom 28. Juli 1970 die Verbandsgemeinden im Kreise Daun mit Wirkung vom 7. November 1970 neu gebildet. Der neuen Verbandsgemeinde Gerolstein wurden folgende Gemeinden zugeordnet:
von der bisherigen Verbandsgemeinde Gerolstein die Stadt Gerolstein sowie die Ortsgemeinden Berlingen, Büscheich, Gees, Hohenfels-Essingen, Kalenborn-Scheuern, Michelbach, Müllenborn, Neroth, Pelm, Rockeskyll, Roth und Salm, von der aufgelösten Verbandsgemeinde Birresborn (Landkreis Prüm) die Gemeinden Birresborn, Densborn, Kopp und Mürlenbach, von der bisherigen Verbandsgemeinde Prüm-Land (Landkreis Prüm) die Gemeinden Duppach und Oos.
Die neue Verbandsgemeinde Gerolstein wurde Rechtsnachfolger der aufgelösten Verbandsgemeinden Gerolstein und Birresborn. Verwaltungssitz blieb die Stadt Gerolstein. auf www.vulkaneifel.de
Vor der Neubildung der Verbandsgemeinde wurden die Gemeinden Bewingen, Hinterhausen und Lissingen am 7. Juni 1969 nach Gerolstein eingemeindet. Die Gemeinden Betteldorf und Hinterweiler wurden der Verbandsgemeinde Daun zugeordnet.
Zum 1. Januar 2019 fusionierten die Verbandsgemeinden Gerolstein, Hillesheim und Obere Kyll zur neuen Verbandsgemeinde Gerolstein.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Gerolstein zum Zeitpunkt der Auflösung; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen: Jahr Einwohner 1815 5.230 1835 6.936 1871 8.118 1905 9.321 1939 11.749 1950 12.419 Jahr Einwohner 1961 12.385 1970 13.887 1987 12.921 1997 14.276 2005 14.201 2017 13.567
Verbandsgemeinderat Der Verbandsgemeinderat Gerolstein bestand aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:Wahlband Kommunalwahlen 2014 (wahlen.rlp.de) Wahl SPD CDU GRÜNE FDP FWG BUV Gesamt 2014 7 11 3 1 4 2 28 Sitze 2009 7 11 2 1 3 4 28 Sitze 2004 6 15 2 1 4 – 28 Sitze 1999 10 15 1 0 2 – 28 Sitze FWG = Freie Wählergemeinschaft Landkreis Vulkaneifel e. V. BUV = BürgerUnion Vulkaneifel e. V.
Bürgermeister Letzter Bürgermeister der Verbandsgemeinde Gerolstein war Matthias Pauly (CDU). Er wurde erstmals 2001 in dieses Amt gewählt und trat es am 1. Januar 2002 an. 2009 wurde er für weitere acht Jahre in dieses Amt gewählt, diese Amtszeit endete am 31. Dezember 2017. Nach Ablauf dieser Amtszeit führte er die Amtsgeschäfte noch ein Jahr lang als "Beauftragter" fort.
Einzelnachweise
Gerolstein Gerolstein Kategorie:Aufgelöst 2018