mini|Lage der Verbandsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel Die Verbandsgemeinde Hillesheim war eine Gebietskörperschaft im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehörten die Stadt Hillesheim und zehn weitere Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz war in der namensgebenden Stadt Hillesheim. 2019 fusionierte die Verbandsgemeinde mit benachbarten Verbandsgemeinden zur neuen Verbandsgemeinde Gerolstein.Landesgesetz über den Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Gerolstein, Hillesheim und Obere Kyll vom 8. Mai 2018
Geographische Lage Die Verbandsgemeinde lag in der Vulkanischen Westeifel, eine von drei Teilregionen, in die sich die Vulkaneifel naturräumlich gliedert. Die im Nordosten liegende Gemarkung Nohn zählte man hingegen zur Vulkanischen Hocheifel.
Verbandsangehörige Gemeinden Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner Basberg 2,32 84 Berndorf 9,14 508 Dohm-Lammersdorf 4,54 180 Hillesheim, Stadt 20,62 3.168 Kerpen (Eifel) 8,22 466 Nohn 11,08 457 Oberbettingen 6,17 736 Oberehe-Stroheich 10,30 289 Üxheim 30,98 1.353 Walsdorf 10,83 899 Wiesbaum 15,18 619Verbandsgemeinde Hillesheim 129,39 8.759 (Einwohner am 31. Dezember 2017)
Geschichte Die Verbandsgemeinde Hillesheim entstand im Rahmen der in der zweiten Hälfte der 1960er und Anfang der 1970er Jahre durchgeführten rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform aus dem seit 1927 bestehenden Amt Hillesheim. Zum 1. Oktober 1968 wurden bezüglich der Verbandsgemeinden aufgrund des „Landesgesetzes zur Änderung kommunalverfassungsrechtlicher Vorschriften und zur Vorbereitung der Neugliederung von Gemeinden“ vom 16. Juli 1968 zunächst alle 132 Ämter in den Regierungsbezirken Koblenz und Trier, darunter das Amt Hillesheim, in Verbandsgemeinden umgewandelt.
1968 gehörten zur Verbandsgemeinde Hillesheim die Ortsgemeinden Berndorf, Bolsdorf, Dohm-Lammersdorf, Hillesheim, Kerpen, Loogh, Niederbettingen, Oberehe, Stroheich, Üxheim, Walsdorf und Zilsdorf.
In einem weiteren Schritt der Gebietsreform wurden durch das „Achte Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz“ vom 28. Juli 1970 die Verbandsgemeinden im Kreise Daun mit Wirkung vom 7. November 1970 neu gebildet. Der neuen Verbandsgemeinde Hillesheim wurden folgende Gemeinden zugeordnet:
von der bisherigen Verbandsgemeinde Hillesheim die Gemeinden Berndorf, Bolsdorf, Dohm-Lammersdorf, Hillesheim, Kerpen, Niederbettingen, Oberehe, Stroheich, Üxheim, Walsdorf und Zilsdorf, von der aufgelösten Verbandsgemeinde Lissendorf die Gemeinden Basberg, Mirbach, Oberbettingen und Wiesbaum, von der aufgelösten Verbandsgemeinde Antweiler (Landkreis Ahrweiler) die Gemeinde Nohn.
Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Hillesheim blieb die Gemeinde Hillesheim, die am 24. Oktober 1993 zur Stadt erhoben wurde.
Bereits vor der Neubildung der Verbandsgemeinde wurden am 7. Juni 1969 die Gemeinden Loogh und Kerpen zur neuen Gemeinde Kerpen (Eifel) zusammengeschlossen. Gleichzeitig mit der Neubildung der Verbandsgemeinde wurden die Gemeinden Oberehe und Stroheich zur neuen Gemeinde Oberehe-Stroheich zusammengeschlossen.
Spätere Veränderungen: Am 17. März 1974 wurden Bolsdorf und Niederbettingen nach Hillesheim, Mirbach nach Wiesbaum sowie Zilsdorf nach Walsdorf eingemeindet.
Zum 1. Januar 2019 fusionierten die Verbandsgemeinden Gerolstein, Hillesheim und Obere Kyll zur neuen Verbandsgemeinde Gerolstein.
Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Anzahl der Einwohner auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Hillesheim zum Zeitpunkt der Auflösung; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:
mini|400px|Einwohnerentwicklung von Verbandsgemeinde Hillesheim von 1815 bis 2017 nach nebenstehender Tabelle
Jahr Einwohner 1815 4.120 1835 5.500 1871 6.206 1905 6.243 1939 6.696 1950 7.126 Jahr Einwohner 1961 7.301 1970 7.673 1987 7.610 1997 8.586 2005 8.788 2017 8.759
Politik Verbandsgemeinderat Der Verbandsgemeinderat Hillesheim bestand aus 24 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeisterin als Vorsitzender.
Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:Wahlband Kommunalwahlen 2014 (wahlen.rlp.de) Wahl SPD CDU GRÜNE FWG SiW Gesamt 2014 3 10 – 7 4 24 Sitze 2009 4 11 – 9 – 24 Sitze 2004 3 12 1 8 – 24 Sitze 1999 5 14 1 4 – 24 Sitze FWG = Freie Wählergruppe in der Verbandsgemeinde Hillesheim e. V. SiW = Wählergemeinschaft „Sturm im Wald“ e. V.
Wappen
Einzelnachweise
Hillesheim Hillesheim Kategorie:Aufgelöst 2019