Michael „Mike“ Daski (* 24. Mai 1929 in Winnipeg, Manitoba; † 23. Dezember 2021 in Reichersbeuern) war ein kanadischer Eishockeyspieler und -trainer, der auch in zahlreichen anderen Sportarten nennenswerte Erfolge vorweisen konnte. Seine Karriere als Eishockeyspieler führte ihn durch sechs Länder, aber er blieb dem Amateurlager verhaftet. Als Trainer führte er 1966 den EC Bad Tölz zu seiner zweiten und bislang letzten Deutschen Meisterschaft. Er fand Aufnahme in die Eishockeymuseum Hall of Fame Deutschland und die Manitoba Hockey Hall of Fame in Kanada.
Karriere Als Spieler Mike Daski begann seine Karriere als Eishockeyspieler bei den Winnipeg Black Hawks aus der Manitoba Junior Hockey League. Anschließend ging er nach Großbritannien, wo er zu den Ayr Raiders in die Scottish National League wechselte. Anschließend spielte er für die Harringay Racers in der English National League sowie die Kelowna Packers in der Okanagan Senior Hockey League.
In den folgenden Jahren spielte der Kanadier mit ukrainischen Wurzeln für die Philadelphia Palcons aus der Eastern Hockey League, die Earls Court Rangers aus der English National League und die Sydney Millionaires aus der Maritime Major Hockey League, sowie die Saint John Beavers aus der New Brunswick Senior Hockey League.
Später kehrte Daski nach Großbritannien zurück, wo er für die Paisley Pirates in der Scottish National League und die Brighton Tigers im Autumn Cup spielte. Mit dem HC Diavoli Rossoneri Milano belegte er 1954 in der Serie A den dritten Platz.
Zuletzt war er in Kanada bei den Brandon Wheat Kings, in der deutschen Eishockey-Oberliga beim EC Bad Tölz, beim Schweizer HC Montana-Crans, den Wembley Lions in der British National League und den Winnipeg Maroons.
Als Trainer Als "Coach" gewann Daski 1964 mit den Winnipeg Maroons die kanadische Meisterschaft der Vereine, die nicht in der professionellen nordamerikanischen Hockey-Liga, der NHL, spielen, den Allan Cup. Wahrhaftig dem Geist des Amateurismus verpflichtet, spendeten die Maroons die Einnahmen der Heimspiele für wohltätige Zwecke.1963/64 Winnipeg Maroons, Manitoba Hockey Hall of Fame (auf dem Foto ist Daski im Anzug der erste links in der mittleren Reihe)
Vor allem in Deutschland arbeitete er lange Zeit. Dort stand er bei der TuS Holzkirchen unter Vertrag, mit der er in der Saison 1968/69 den Aufstieg in die Eishockey-Oberliga erreichte. Zudem war er in der Eishockey-Bundesliga für den Augsburger EV, den SC Riessersee und den EV Landshut als Cheftrainer aktiv. Mit SB Rosenheim wurde er Oberligameister. Zudem hatte er Engagements beim EHC 70 München, ESV Kaufbeuren, Berliner SC, EHC Straubing, SV Bayreuth, GEC Nordhorn, VER Selb, mit dem er in der Saison 1991/92 in die Oberliga aufstieg, und dem ERSC Amberg.
In Österreich stand er beim HC Salzburg und dem EC Graz, in der Schweiz beim EHC Kloten und dem HC Montana, in den Niederlanden bei den Tilburg Trappers und dem Eaters Geleen, sowie in Italien beim HC Meran hinter der Bande. In seiner Zeit bei Meran wurde er zum Trainer des Jahres ernannt.
Privates 1973 heiratete er Gisela, die er im Non-Comissioned Officers Club der Tölzer Flintkaserne kennengelernt hatte. Aus der Ehe ging der Sohn Michael hervor. Daski lebte bis zuletzt in Reichersbeuern im Isarwinkel, wo er nach seinem Ableben auch seine letzte Ruhe fand. Seine letzten Jahre waren von zunehmender Demenz überschattet.
Erfolge und Auszeichnungen 1955 Meister der Big Six Hockey League von Manitoba mit den Brandon Wheat Kings
Als Trainer 1964 Allan Cup mit Winnipeg Maroons 1966 Deutscher Meister mit dem EC Bad Tölz 1969 Meister der Regionalliga und Aufstieg in die Oberliga mit der TuS Holzkirchen 1992 Aufstieg in die Oberliga mit dem VER Selb Oberliga-Meister mit SB Rosenheim
Karrierestatistik Hauptrunde Play-offs Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM 1949/50 Harringay Racers GBR 7 0 0 0 2 – – – – – 1951/52 Philadelphia Falcons EHL 25 5 10 15 20 – – – – – 1952/53 Sydney Millionaires MMHL 1 0 0 0 0 – – – – – 1952/53 Earl’s Court Rangers GBR 35 11 25 26 88 – – – – – 1953/54 Brighton Tigers GBR 3 4 2 6 2 – – – – – 1953/54 Paisley Pirates SCO 8 6 7 13 8 – – – – – 1954/55 Brandon Wheat Kings Big Six Hockey League 1955/56 EC Bad Tölz OL 1956/57 EC Bad Tölz OL 1962/63 Winnipeg Maroons BSHL
Erfolge in weiteren Sportarten American Football Isaac Newton Highschool: Provinzmeister Baseball Elwood Giants: Kanadischer Juniorenmeister und kanadischer Jugendmeister Basketball CUAC (Kanadisch-Ukrainischer Athletik Club): Kanadischer Juniorenmeister als Spieler (WHL) CUAC (Kanadisch-Ukrainischer Athletik Club): Kanadischer Vizemeister als Trainer der Frauenmannschaft Curling Montana: Schweizer Meister Fußball EPAC Institute: Kanadischer Vizemeister
Weblinks
Daski, Mike, Manitoba Hockey Hall of Fame Patrick Staar: Er war der Tölzer Meistertrainer: Trauer um Eishockey-Legende Mike Daski, Münchner Merkur, 30. Dezember 2021 Simon Rentel: Ruhe in Frieden, Mike Daski, EC Bad Tölz, 26. Dezember 2021 (via archive.org)
Einzelnachweise
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