Frank Pelleg (geboren als Frank Pollak 24. September 1910 in Prag, Österreich-Ungarn; gestorben 20. Dezember 1968 in Haifa) war ein israelischer Komponist tschechoslowakischer Herkunft.
Leben Frank Pollak war ein Sohn des Richard Pollak und der Emma Ohrenstein. Er studierte Klavier und Komposition am Tschechischen Staatskonservatorium und Musikwissenschaft an der Deutschen Universität Prag. Er war von 1932 bis 1934 als Opernkapellmeister am Deutschen Landestheater in Prag tätig und trat als Pianist unter Georg Szell mit der Tschechischen Philharmonie auf. Er heiratete 1936 Ingeborg Totzauer, sie hatten zwei Kinder. Sie emigrierten 1936 nach Palästina, wo Frank Pelleg, wie er sich jetzt nannte, ein Institut für Musikforschung gründete.
Nach der Staatsgründung Israels war Pelleg bis 1952 Direktor der Abteilung Musik im Kultusministerium. Er war Professor an der Musik-Akademie Tel Aviv und Vorsitzender des israelischen Zweiges der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik (ISCM) in Tel Aviv.
Er komponierte Theater- und Filmmusik, war auch ein bedeutender Cembalist und Pianist.
Schriften Da et ha-Muzikah, 1946 Kelei ha-Neginah, 1965
Literatur Pelleg, Frank. In: Werner Röder; Herbert A. Strauss (Hrsg.): International Biographical Dictionary of Central European Emigrés 1933–1945. Band 2,2. Saur, München 1983, S. 894. Barbara von der Lühe: Die Emigration deutschsprachiger Musikschaffender in das britische Mandatsgebiet Palästina. Ihr Beitrag zur Entwicklung des israelischen Rundfunks, der Oper und Musikpädagogik seit 1933. Frankfurt am Main: Lang, 1999, S. 314ff.
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