Untersotzbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Birstein im hessischen Main-Kinzig-Kreis. Der Ort liegt im unteren Vogelsberg südöstlich von Birstein am Sotzbach. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3196.
Geschichte Ortsgeschichte Die älteste bekannte Erwähnung von Untersotzbach erfolgte im Jahr 1326 unter dem Namen „Sotsbach“. Eine weitere Erwähnungen folgte 1356 als „Sotzbach“. Eine Kirche wurde 1488 genannt.
Das Dorf kam 1816 nach dem Wiener Kongress vom Fürstentum Isenburg-Birstein zum Kurfürstentum Hessen und mit der preußischen Annexion Kurhessens 1866 an Preußen.
Im Jahre 1939 gehörte der Ort zum Landkreis Gelnhausen und hatte 347 Einwohner.
Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Untersotzbach am 1. April 1972 auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Birstein eingemeindet. Für Untersotzbach, wie für alle eingegliederten ehemals eigenständigen Gemeinden von Birstein, wurde ein Ortsbezirk gebildet.
Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Untersotzbach angehört(e):
vor 1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Isenburg-Birstein, Gericht Reichenbach (oder Birstein) ab 1806: Fürstentum Isenburg (Rheinbund),Infolge der Rheinbundakte. Gericht Reichenbach oder Birstein ab 1813: Generalgouvernement Frankfurt,Infolge der Befreiungskriege. Gericht Reichenbach ab 1815: Kaisertum Österreich,Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongresses. Gericht Reichenbach ab 1816: Kurfürstentum Hessen,Durch Staatsvertrag mit Österreich und dem Königreich Preußen sowie Einigung mit dem Großherzogtum Hessen. Amt Wenings, Gericht Reichenbach ab 1821: Kurfürstentum Hessen, Kreis Salmünster1822: Trennung zwischen Justiz (Justizamt Birstein) und Verwaltung. ab 1830: Kurfürstentum Hessen, Kreis Gelnhausen ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Hanau ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Kreis Gelnhausen ab 1867: Königreich Preußen,Infolge des Deutschen Krieges. Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gelnhausen ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gelnhausen ab 1918: Deutsches Reich,Infolge des Ersten Weltkriegs entsteht die Weimarer Republik. Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Gelnhausen ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Gelnhausen ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone,Infolge des Zweiten Weltkriegs. Groß-Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Gelnhausen ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Gelnhausen ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Wiesbaden, Landkreis Gelnhausen ab 1968: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gelnhausen ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Landkreis Gelnhausen, Gemeinde Birstein ab 1974: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Darmstadt, Main-Kinzig-Kreis, Gemeinde Birstein
Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011
Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Untersotzbach 366 Einwohner. Darunter waren 12 (3,3 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 60 Einwohner unter 18 Jahren, 150 zwischen 18 und 49, 96 zwischen 50 und 64 und 63 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 144 Haushalten. Davon waren 33 Singlehaushalte, 42 Paare ohne Kinder und 54 Paare mit Kindern, sowie 9 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 21 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 99 Haushaltungen lebten keine Senioren.
Einwohnerentwicklung 1721: 34 Männer 1770: 41 Haushaltungen
Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 300 evangelische (= 93,17 %), zwei katholische (= 0,63 %), 20 jüdische (= 6,21 %) Einwohner • 1961: 385 evangelische (= 96,73 %), 13 katholische (= 3,27 %) Einwohner
Politik Für Untersotzbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Untersotzbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 72,0 %. Alle Kandidaten gehörten der „Bürgerlisteliste Untersotzbach“ an. Der Ortsbeirat wählte Philipp Löffler zum Ortsvorsteher.
Kulturdenkmäler Siehe: Liste der Kulturdenkmäler in Birstein-Untersotzbach
Vereine SV 1960 Sotzbach Freiwillige Feuerwehr Untersotzbach Jagdgenossenschaft Untersotzbach Landfrauenverein Untersotzbach Schach-Club Sotzbach SKC Sotzbach Sotzbacher Sangesfreunde VdK Untersotzbach/Obersotzbach Sotzbacher Jungs und Mädels Förderverein 700 Jahre Sotzbach
Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Christian Neureuther (1868–1921), Keramiker, in Untersotzbach geboren
Literatur
Weblinks Ortsteil Untersotzbach. In: Webauftritt der Gemeinde Birstein.
Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen
Einzelnachweise=
Kategorie:Ort im Main-Kinzig-Kreis Kategorie:Geographie (Birstein) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Main-Kinzig-Kreis) Kategorie:Ersterwähnung 1326 Kategorie:Gemeindeauflösung 1972