Die Stern-Anemone (Anemone hortensis) ist eine Pflanzenart der Gattung Windröschen (Anemone) innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae).

Beschreibung mini|hochkant|Laubblatt mini|Unter- und oberirdische Pflanzenteile Vegetative Merkmale Die Stern-Anemone ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 40 Zentimetern erreicht. Die meist handförmigen Grundblätter sind drei- bis fünfteilig mit vorne zerschlitzten, keilförmigen Abschnitten.

Generative Merkmale Die Blütezeit reicht von Februar bis April. Je Stängel ist nur eine Blüte vorhanden. Kurz unter ihr befindet sich ein Wirtel aus Hochblättern, welche sitzend, meist ungeteilt und linealisch-lanzettlich sind.

Die zwittrige Blüte ist bei einem Durchmesser von 3 bis 6 Zentimetern radiärsymmetrisch. Die 12 bis 19, meist 15 Blütenhüllblätter sind spitz, schmal-lanzettlich und blass oder dunkel-purpurfarben, violett oder fast weiß. Die Staubbeutel sind blau.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 16.

Vorkommen Die Stern-Anemone kommt in Südfrankreich, Italien, Dalmatien, Albanien, auf Kreta und Karpathos vor.

Sie wächst auf brachen Feldern, in Garrigues, in lichten Wäldern und in Olivenhainen in Höhenlagen von 0 bis 1000, selten bis zu 1800 Metern.

Systematik Die Erstveröffentlichung von Anemone hortensis erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, Seite 540.

Je nach Autor gibt es etwa zwei Unterarten bekannt: Anemone hortensis subsp. hortensis Anemone hortensis subsp. heldreichii : Sie kommt in Kreta vor.

Anemone hortensis bildet mit Anemone pavonina die Hybride Anemone ×fulgens . Diese besitzt über 15 schmale, scharlachrote Blütenhüllblätter.

Nutzung Die Stern-Anemone wird selten als Zierpflanze in Alpinhäusern genutzt.

Trivialnamen Für die Stern-Anemone sind oder waren, zum Teil nur regional, auch die Bezeichnungen Alemönlie (Schweiz), kleine Gartenanemone und Salamönli (Schweiz) gebräuchlich.

Einzelnachweise Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 28, eingescannt. Peter Schönfelder und Ingrid Schönfelder: Was blüht am Mittelmeer? Franckh’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1987, ISBN 3-440-05790-9. S. 177.

Jaakko Jalas, Juha Suominen: Atlas florae europaeae. Band 8: Nymphaeaceae to Ranunculaceae, S. 85, Helsinki 1989, ISBN 951-9108-07-6.

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Kategorie:Windröschen