Mit AKV bzw. AKV-Prinzip wird eine Technik zur Analyse und Darstellung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten einer Person bzw. ihrer Funktion oder Stelle bezeichnet.

Dabei liegt zur Ausgestaltung einer Funktionsbeschreibung folgende Unterscheidung zugrunde: Aufgaben: die 3–5 Hauptaufgaben (was ist zu tun) Kompetenz: welche Entscheidungsbefugnis ist zugewiesen und auch einzulösen (was soll entschieden werden) Verantwortung: welche Erwartung besteht an die Ergebnisse (woran wird der Erfolg des Handelns bemessen / evtl. KPIs)

Idealerweise stehen die drei Komponenten im Gleichgewicht, d. h. die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten müssen ausreichend sein, um die gestellten Aufgaben erfüllen zu können (Kongruenzprinzip der Organisation). Mit der AKV-Technik können Über- und Unterversorgungen aufgedeckt werden.

Andererseits kann die AKV-Darstellung der Spezifizierung und Dokumentation der Vereinbarungen mit den Beteiligten dienen.

Beispiel + Rolle Aufgaben Kompetenzen Verantwortlichkeiten Auftraggeber Kontrolle des Projektfortschritts Projekt abbrechen Verträglichkeit des Projekts mit der aktuellen Unternehmensstrategie Projektleiter Gesamtprojekt leiten Unterschriftsvollmacht bis 100.000 € Zeit-, Kosten- und Qualitätsziele für Gesamtprojekt Teilprojektleiter TP1 Teilprojekt TP1 leiten Unterschriftsvollmacht bis 10.000 € Zeit-, Kosten- und Qualitätsziele für Teilprojekt TP1

Siehe auch RACI

Literatur Heinrich Kessler, Georg Winkelhofer: Projektmanagement: Leitfaden zur Steuerung und Führung von Projekten. Springer, 2004, ISBN 978-3-540-20444-2 Online

Kategorie:Arbeitsstudium Kategorie:Projektmanagement Kategorie:Planung und Organisation