mini|hochkant=1.4|Übersichtskarte von Berlin-Steglitz

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Steglitz beschreibt das Straßensystem im Berliner Ortsteil Steglitz mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick mini|Westtangente, Blick nach Süden, Ausfahrt Filandastraße mini|Übergang von der Schildhornstraße zur ehemaligen Bundesautobahn 104

Das öffentliche Straßennetz im gesamten Bezirk Steglitz-Zehlendorf (einschließlich der weiteren sieben Ortsteile) misst 635,4 Kilometer. Damit verfügt der Bezirk vor Treptow-Köpenick (628,1 km) und Pankow (604,7 km) über das größte Straßensystem in der Hauptstadt. In der folgenden Liste sind die 192 gewidmeten Straßen und 13 Plätze aufgeführt. 19 dieser Straßen setzen sich in Nachbarortsteilen fort oder gehören teilweise zu diesen. Die summierte Länge dieser Verkehrswege im Ortsteil beträgt 77,7 Kilometer.

Im Berliner Straßennetz gehören auf dem Gebiet des Ortsteils 430 Meter der Bundesstraße 1 (Schloßstraße), 3200 Meter Hauptfahrbahn der Bundesautobahn 103 (Westtangente) sowie 700 Meter Nebenfahrbahn (Ausfahrt zum Wolfensteindamm und Einfahrt von der Schloßstraße) zu den großräumigen Straßenverbindungen (Kategorie I). Die weiteren Ein- und Ausfahrten auf Steglitzer Territorium mit der Gesamtlänge von 2210 Metern gehören zum übergeordneten Straßensystem (Kategorie II) im Land Berlin. Die Westtangente verläuft quer durch Steglitz und mündet am Steglitzer Kreisel in das Straßensystem des Ortsteils. Am Breitenbachplatz geht die ehemalige Bundesautobahn 104 in die Schildhornstraße über. Dieses Teilstück stellt den Anschluss zum Stadtring in Wilmersdorf her.

Mit weiteren 11,9 Kilometern sind Steglitzer Stadtstraßen in diese Kategorie II Berlins eingeordnet: Albrechtstraße (1220 m), Attilastraße, Filandastraße (360 m) und Neue Filandastraße, Grunewaldstraße, Halskestraße, Knausstraße (130 m), Königin-Luise-Straße, Munsterdamm, Schildhornstraße (1400 m), die 420 Meter der Schloßstraße, Siemensstraße, Steglitzer Damm, Thorwaldsenstraße und Wolfensteindamm, sowie die Joachim-Tiburtius-Brücke und die im Ortsteil liegenden Anschlussstellen der A 103 und die ehemalige Anschlussstelle Schmargendorf. Die Bergstraße (180 m), Birkbuschstraße, Bismarckstraße, Feuerbachstraße (590 m), Klingsorstraße, Lepsiusstraße (820 m), Maßmannstraße, Schloßstraße (910 m), Schöneberger Straße und der Hermann-Ehlers-Platz gehören zu den 8,5 Kilometer regionaler Straßenverbindungen. Die weiteren Abschnitte von Berg- und Düppelstraße sind Ergänzungsstraßen (Kategorie IV, was etwa einer Ortsverbindungsstraße entspricht). Somit sind 30 % der Straßen im Ortsteil in der Bedeutung von Bundes- und Hauptstraßen.

Steglitz hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 12157, 12161, 12163, 12165, 12167, 12169, 12203, 12247, 14195 und 14197.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen BildAdolfstraße () 220 Adolf, männlicher Vorname vor 1878 Die Straße liegt zwischen Schützen- und Breite Straße. 140px|AdolfstraßeAhornstraße () 310 die Erstbepflanzung bestand aus Ahornbäumen vor 1878 Die Straße liegt zwischen der Schloß- und der Lepsiusstraße. 140px|AhornstraßeAlbrechtstraße () 2140(1140 + 1000) Karl Friedrich Wilhelm Albrecht (1819–1904), Kommunalpolitiker in Steglitz Rolf Grevelmann: Dorf bleibt Dorf, S. 17. In: Bezirksbürgermeister von Berlin-Steglitz (Hrsg.): 100 Jahre Rathaus Steglitz. 1898–1998, Berlin 1998. Die Straße bildete früher eine fast gradlinige Verbindung von Steglitz nach Lankwitz.Kiessling's Grosse Special-Karte der Umgegend von Berlin (ca. 1900) Sie wurde 1906 beim Bau des Teltowkanals geteilt. Ein kurzes Straßenstück der Steglitzer Straße in Lankwitz, das nun auf der Steglitzer Kanalseite lag, wurde 1916 auch „Albrechtstraße“ benannt.Kauperts: Geschichte Albrechtstraße auf kauperts.de Bis 1930 fuhren Straßenbahnen durch die Albrechtstraße. Von 1935 bis 1965 gab es hier einen elektrisch betriebenen Oberleitungsbus (Linie A32).Straßenbahnen im Kreis Teltow, mit Infos auch zu Steglitz, mit Karte von 1927 Um 1970 wurde ein kurzes Straßenstück beim Stadtpark Steglitz zwischen Sedanstraße und Bismarckstraße aufgehoben. Der dort gelegene Handjeryplatz wurde mit einem von Hans Wolff-Grohmann entworfenen Hochhaus überbaut. Seitdem ist die Straße an dieser Stelle zweigeteilt, der Verkehr wird über die Kreuzung Steglitzer Damm / Bismarckstraße geführt. 140px|Albrechtstraße 140px|Albrechtstraße, nahe S-Bahnhof Rathaus SteglitzAlsenstraße () 300 Alsen (dänisch: Als), dänische Insel, die Benennung erfolgte mit Bezug auf den Deutsch-Dänischen Krieg im Jahr 1864 Die Straße war bei ihrer ersten Erwähnung im Adressbuch 1898 unbebaut. Sie existierte schon davor als Teilstück der Fregestraße.Kauperts: Brandenburgische Straße Die Grundstücke der östlichen Straßenseite (Häuser Nr. 1–7) existieren nicht mehr, weil dort die Westtangente verläuft. 140px|AlsenstraßeAlthoffplatz () 80 × 80 Friedrich Althoff (1839–1908), preußischer Kulturpolitiker Der Platz liegt an der Filandastraße und war vorher ein Teil der Straße A des Bebauungsplans. Der Althoffplatz gehört mit seiner Größe, seinen Proportionen und dem Baumbestand zu den typischen Plätzen, die nach dem Hobrechtplan für die Bebauung freigehalten wurden. Ein Bebauungsplan vom 5. Juli 1904 sah dann für die Heese­sche Plantage (Maulbeerbäume) zwischen Berg-, Heese-, Südend- und Filandastraße einen 500 Quadratruten großen Schmuckplatz vor. Die Grünanlage ist weitestgehend erhalten. 140px|AlthoffplatzAlthoffstraße () 250 Friedrich Althoff (1839–1908), preußischer Kulturpolitiker Die Straße war vorher ein Teil der Straße A des Bebauungsplans, sie liegt zwischen Heesestraße und Althoffplatz. 140px|AlthoffstraßeAltmarkstraße () 410 Altmark, Region im Norden von Sachsen-Anhalt Der erste Name war Straße 35 des Bebauungsplans. Die Straße liegt im Bismarckviertel, der Besitz der Bismarcks befand sich in der Altmark. 140px|AltmarkstraßeAm Bäkequell () 100 Bäke, ehemals wasserreicher Bach, der ursprünglich von Steglitz bis zum Griebnitzsee floss und heute nur noch in zwei kleinen Teilstücken besteht Die Straße liegt zwischen Schloß- und Fronhoferstraße. Der erste Name war Straße 89 des Bebauungsplans. 140px|Am BäkequellAm Eichgarten () 440 ein mit Eichen bestandener parkartiger Garten zu einer früher hier vorhandenen Villa Das westliche Teilstück zwischen Brückenstraße und Stindestraße ist als Straße ausgebaut. Die östliche Fortsetzung zwischen Stindestraße und Siemensstraße ist ein Fußweg. Von 1878 bis 1925 hieß die Straße Viktoriastraße. Sie liegt am Nordufer des Teltowkanals, der hier den Ortsteil begrenzt. 140px|Am EichgartenAm Fenn () 320 Fenn, niederdeutsche Bezeichnung für Moor Die Straße erschließt ein Gebiet zwischen Albrechtstraße und Unter den Rüstern, wo sie sich als Fußweg fortsetzt. Sie liegt auf der Trasse von Straße 79 und Straße 75 des Bebauungsplans. Das vormals hier vorhandene dreieckige Fenn ist durch den Bau des Teltowkanals verschwunden (trockengefallen). 140px|Am BäkequellAm Fichtenberg () 440(im Ortsteil) Fichtenberg, höchste Erhebung in Steglitz Die Nordostseite der Straße samt Fahrweg gehört zum Ortsteil, die Südwestseite zu Lichterfelde. Am Fichtenberg verläuft von der Schloßstraße nordwestwärts und geht in die Lepsiusstraße über. Der Weg liegt auf den Trassen von Straße 1, Straße 4 und Straße 5 des Bebauungsplans. Ende des 19. Jahrhunderts entstand hier eine Villenkolonie für höhere Beamte, Gelehrte und Künstler. 140px|Am FichtenbergAm Stadtpark () 150 Steglitzer Stadtpark, zwischen 1906 und 1914 auf ehemaligem Wald- und Gutsgartengelände als Landschaftspark angelegt. vor 1920 Am Stadtpark ist ein Fußweg zwischen Sedan- und Brückenstraße. Der erste Name war Straße 87a des Bebauungsplans. Das Bauland befand sich im Eigentum der „Boden-Aktiengesellschaft Steglitz (Berlin)“. 140px|Am StadtparkAmfortasweg () 280 Amfortas, Figur aus der Oper Parsifal von Richard Wagner, König des Heiligen Grals und Onkel Parsifals Die Straße, als Straße C des Bebauungsplans trassiert, liegt im Bogen von und zur Klingsorstraße.140px|AmfortaswegArno-Holz-Straße () 210 Arno Holz (1863–1929), Dichter und Dramatiker des Naturalismus und Impressionismus Die Straße liegt zwischen Schmidt-Ott-Straße und Zeunepromenade (hier als Sackgasse weiter). Der vorherige Name vor 1878 bis 1935 lautete Schillerstraße. 140px|Arno-Holz-StraßeAttilastraße () 700(im Ortsteil) Attila (auch Etzel; † 453), König der Hunnen vor 1909 Im Ortsteil verbindet die Straße den Teltowkanal mit der S-Bahnstrecke (exklusiv). Der längere östliche Abschnitt der Straße liegt in Tempelhof. Der Ortsname wurde zuerst in Tempelhof vergeben. Die vorherigen Namen waren Lankwitzer Straße (um 1900–um 1909), Lankwitzer Weg (vor 1882–um 1900) und Tempelhofer Weg (19. Jh.– um 1899), Tempelhofer Straße (um 1899–1928). Der bis um 1899 durch Südende führende Tempelhofer Weg wurde ausgebaut und zur Tempelhofer Straße, im Adressbuch von Steglitz für 1903 als Tempelhofer Chaussee vermerkt. 1928 wurde sie als neuer Abschnitt in die Attilastraße einbezogen. Stadtvillen und einzelne Wohnblocks kennzeichnen die verkehrsreiche Straße im Ortsteil. 140px|AttilastraßeBarsekowstraße () 370 Otto Barsekow (1856–1918), Kommunalpolitiker in Steglitz 1930 wurde ein Teilstück der Johanna-Stegen-Straße zwischen Breite Straße und Gravelottestraße in Barsekowstraße umbenannt. In dieser Straße hatte der Architekt Gustav Lilienthal, Bruder des Flugpioniers Otto Lilienthal, ein Geschäftshaus geplant und errichten lassen, das ein burgenähnliches Aussehen erhielt – mit Zinnen, Erkern und Spitzbögen.Beschreibung des Wohnhauses von G. Lilienthal und dessen Werk auf einer privaten Homepage; abgerufen am 15. Oktober 2014. Das Gebäude ist erhalten und steht unter Denkmalschutz. Weitere zwei Häuser (Nummer 27/29) gehören zur „Wohnanlage Steglitz III“, die nach Plänen von Paul Zimmerreimer 1928/1929 entstand und ebenfalls in der Baudenkmalsliste steht. 140px|BarsekowstraßeBenzmannstraße () 420 Hans Benzmann (1869–1926), Schriftsteller Der vorherige Name war vor 1896 bis 1933 Potsdamer Straße. 140px|BenzmannstraßeBergstraße () 1400 Rauhe Berge, zu denen die Straße führt Die Straße liegt zwischen Kieler / Robert-Lück-Straße und Thorwaldsenstraße/Prellerweg und begrenzt das Bismarckviertel nach Süden. 140px|BergstraßeBerlinickestraße () 400 Gottlieb Berlinicke (1835–1898), Bauerngutsbesitzer und Gemeindevorsteher in Steglitz vor 1869 Die Straße liegt südöstlich neben der Wannseebahn und verbindet die Ruge- mit der Albrechtstraße. 140px|BerlinickestraßeBetty-Katz-Straße () 650 Betty Katz (1872–1944), Direktorin des Jüdischen Blindenheims in Steglitz und Opfer des Holocaust Die Straße verläuft zwischen Schloßstraße und Paulsenstraße, wobei der Abschnitt zwischen Schloßstraße und dem Harry-Bresslau-Park 2011 durch den Boulevard Berlin überbaut und die Straße damit verkürzt wurde. Eine direkte Autoverbindung zur Schloßstraße ist nicht mehr gegeben. Der erste Name war Straße 14 des Bebauungsplans und von 1906 bis 2025 hieß die Straße Treitschkestraße. Auf der südwestlichen Seite liegt mit einer Fläche von 160 × 60 Metern der Harry-Bresslau-Park. Zwischen Lepsius- und Gritznerstraße befinden sich die Dunant-Grundschule abgerufen am 20. Dezember 2012 und die Kopernikus-Oberschule. abgerufen am 20. Dezember 2012