Fritz Wolffgang WernerGeburtenregister Berlin–Steglitz, Nr. 1886, Nr. 343. Baumgarten (* 21. Dezember 1886 in Steglitz, heute zu Berlin; † 17. Mai 1961) war ein deutscher Fußballspieler.

Karriere Vereine Baumgarten spielte bereits 17-jährig als Torwart für den Berliner Tennis-Club Borussia. Zur Saison 1906/07 wechselte er zum Stadtrivalen BFC Germania 1888, mit dem er 1908 im Halbfinale des Berliner Pokal-Wettbewerbs am Berliner Meister und späteren Deutschen Meister BTuFC Viktoria 89 scheiterte und am Saisonende 1908/09 in die zweite Liga abstieg. Zur Saison 1911/12 stieg Germania in die erste Liga wieder auf, jedoch konnte die Spielklasse nicht gehalten werden. Ohnehin war Baumgarten nicht mehr da, er stand spätestens ab 1911Süddeutsche Sportzeitung vom 23. November 1911, S. 5 und auch noch in der Herbstserie 1913/14 bei Britannia 92 im Tor, bis ihn dort ein neuer Keeper verdrängte.Der Rasensport, Jg. 1913, diverse Ausgaben Von 1914 bis 1915 war er unmittelbar nach seinem Studium für den SC Schlesien Breslau aktiv; die letzten drei Spielzeiten absolvierte er wieder für die ehemalige Britannia, jetzt Berliner SV 1892, die letzte als Aufsteiger in der höchsten Berliner Spielklasse im Verband Brandenburgischer Ballspielvereine.

Nationalmannschaft Im ersten Länderspiel der Nationalmannschaft am 5. April 1908 in Basel gegen die Schweizer Nationalmannschaft hütete er das Tor. Für die mit 3:5 verlorene Begegnung musste er als angehender Abiturient für die Reise in die Schweiz die Schule schwänzen.Malte Oberschelp: Acht Tore und ein Smoking voller Saucenflecken. In: Der Tagesspiegel. vom 26. März 2008. Abgerufen am 19. Februar 2011. Die ersten Nationalspieler erhielten neben der Bahnfahrkarte zwanzig Mark Spesen, das sollte ausreichen, um für drei Tage Unterkunft und Verpflegung zu bezahlen.

Sonstiges Baumgarten absolvierte nach dem Abitur, mit dem er das Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin verließ, ein Medizinstudium an der Universität Königsberg. Er wurde dort 1918 mit seiner Dissertation Über hysterische Gangstörungen bei Kriegsteilnehmern zum Dr. med. promoviert. Am 11. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.957.525).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/1820700https://www.zeit.de/sport/2024-07/ns-geschichte-fussball-dfb-nationalspieler-nsdap

Literatur Wilfried Gerhardt: Fußball-Jahrbuch 1961. Limpert-Verlag, Frankfurt 1960, 28. Jahrgang (Berichte von/über Nationaltorwart Fritz Baumgarten (1908)).

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Einzelnachweise

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