Die Mikazuki (, deutsch: „zunehmender Mond“) war ein Zerstörer der Mutsuki-Klasse der Kaiserlich Japanischen Marine.

Geschichte Das Schiff wurde auf der Marinewerft in Sasebo gebaut und lief dort am 21. August 1925 vom Stapel. Die Indienststellung erfolgte am 7. Mai 1927 und 1928 wurde es auf den Namen Mikazuki getauft, da es vorher nur mit einer Nummer (Nr. 32) benannt wurde.

In der Zeit vor dem Pazifikkrieg unterstützte die Mikazuki Landungen japanischer Truppen in China (Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg).

Pazifikkrieg

Wachdienst Zu Beginn des Krieges im Dezember 1941 war die Mikazuki der 3. Flugzeugträgerdivision zugeteilt, um als Sicherungsschiff für die Träger Hōshō und Zuihō zu fungieren.

Midway Im Juni 1942 wurde sie gemeinsam mit der Zuihō der Landungsflotte von Admiral Kondō zugeteilt. Während der Schlacht um Midway war sie so nicht an den Kampfhandlungen beteiligt. Guadalcanal Im weiteren Verlauf des Krieges wurde der Zerstörer hauptsächlich für Eskort- und Transportaufgaben eingesetzt, beispielsweise für den Tokyo Express. Am 12. Juli 1943 lief sie dabei gemeinsam mit dem Leichten Kreuzer Jintsū und vier weiteren Zerstörern von Rabaul aus, um Truppen und Ausrüstung nach Guadalcanal zu transportieren. Gewarnt durch ihre Abhörexperten, stellten die Amerikaner eine starke Kampfgruppe zusammen, um die Schiffe in der Nacht abzufangen. In der folgenden Schlacht bei Kolombangara wurde die Jintsū versenkt, aber die japanischen Zerstörer setzten sich erfolgreich ab. Sie setzten später ihre Torpedos gegen die verfolgenden Schiffe ein und beschädigten mehrere von ihnen schwer.Theodore Roscoe: United States Destroyer Operations in World War II. S. 230 und folgende.

Ende mini|links|Die verlassene Mikazuki liegt auf einem Riff, während am 28. Juli 1943 Fliegerbomben neben ihr einschlagen.

Nachdem die Mikazuki am 21. Juli 1943 Treibstoff aus dem Flottentanker Naruto übernommen hatte,Einsatzgeschichte der Naruto. combinedfleet.com; abgerufen am 1. August 2012. wurde sie zu einer weiteren Transportmission eingeteilt. Gemeinsam mit dem Zerstörer Ariake legte die Mikazuki am 27. Juli 1943 in Rabaul ab, um 500 Soldaten des 115. und 14. Regiments der Armee mit sechs Geschützen und 40 Tonnen an Nachschubgütern, zum Teil verladen auf Schleppkähne, nach Tuluvu zu transportieren.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juli lief die Mikazuki gegen Mitternacht bei Tuluvu (Cape Gloucester) auf ein Riff. Die Ariake ging längsseits, übernahm die Besatzung und die Truppen, und setzte sie in der Landungszone ab.

Am folgenden Tag, am Mittwoch, den 28. Juli, wurden zahlreiche Ziele im Raum Tuluvu aus der Luft angegriffen. Die Mikazuki wurde dabei von B-25-Bombern angegriffen und schwer beschädigt. Der Zerstörer Akikaze machte in der Nacht auf den 29. an dem Wrack fest und seine Seeleute bargen Geheimdokumente und brauchbare Ausrüstung aus der Mikazuki.Richard L. Dunn: ChapterIV: „Most Successful Attack“. j-aircraft.com, 2003; abgerufen am 1. August 2012

Am folgenden Tag wurde das Wrack – das, gestützt auf das Riff, nicht gesunken war – noch einmal zum Ziel amerikanischer P-38-Jagdbomber und B-25-Bomber.The Official Chronologie of the US Navy in World War 2. Chapter V: 1943. ibiblio.org; abgerufen am 1. August 2012.

Acht Besatzungsmitglieder der Mikazuki kamen bei den Ereignissen des 28. Juli ums Leben.Einsatzgeschichte Mikazuki. combinedfleet.com; abgerufen am 1. August 2012. Das Wrack des Zerstörers diente den Amerikanern bei ihren Zerstörereinsätzen später als hilfreiche Markierung des Riffs.Theodore Roscoe: United States Destroyer Operations in World War II. S. 269.

Literatur Theodore Roscoe: United States Destroyer Operations in World War II. US Naval Institute Press, 1953, ISBN 0-87021-726-7 (englisch). M. J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1991, ISBN 3-613-01426-2.

Weblinks

Die Mikazuki. combinedfleet.com (englisch).

Einzelnachweise

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