mini|Damperhof, 2024 Damperhof ist ein Stadtteil von Kiel. Begrenzt von den Straßen im Norden startend im Uhrzeigersinn Knooper Weg, Lehmberg, Holtenauer Straße, Dreiecksplatz, Brunswiker Straße, Schloßgarten, Ratsdienergarten, Kleiner Kiel, Rathausstraße, Fleethörn. Die Stadtteile Altstadt, Vorstadt, Exerzierplatz und Damperhof haben gemeinsam die Postleitzahl 24103.

Herrenhaus Das Herrenhaus des ursprünglichen Damperhofs befand sich an der Ecke Kleiner Kuhberg – Waisenhofstraße nahe der heutigen Ostseehalle.

Geschichte mini|links|200px|Damperhof – Ausschnitt: Karte von der Stadt Kiel gezeichnet und herausgegeben von Thalbitzer 1853 Die Damperhofländereien und das Dazugehörige bekamen ihren Namen von der einstigen Besitzerin Frau Margarethe Hedwig von Ahlefeld auf Damp und Oehe. Sie erwarb 1697 den Hof und die Ländereien und benannte es nach dem Namen ihres Stammgutes Damp. Der Konferenzrat und Vizekanzler Friedrich Gabriel Muhlius, der seit 1769 als Besitzer verzeichnet war, verfügte testamentarisch die Einrichtung eines „immerwährenden Waisenhauses“ auf dem Damperhof. Am 27. April 1842 gelangten die Damperhofländereien in den Besitz der Stadt Kiel (Überlassungs-Contract mit der Muhlius’schen Waisenkasse). An der Muliusstraße befand sich seit 1837 die erste Eisengießerei der Unternehmer August Howaldt und Johann Schweffel.Thomas Holzhüter: Exerzierplatz–Damperhof. In: Reinhard Stewig (Hrsg.): Stadtteiluntersuchungen in Kiel. Baugeschichte, Sozialstrukturen, Lebensqualität, Heimatgefühl. (= Kieler geographische Schriften, Band 87). Geographisches Institut der Universität Kiel, Kiel 1993, S. 75.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts unternahm die Stadt Kiel erstmals selbst die Erschließung eines neuen Wohngebietes. Mit dem Lorentzen-Plan (1846–1854) wurde auf den sogenannten Damperhofländereien ein Straßenplan entwickelt mit geradlinigen, rechtwinklig sich kreuzenden Straßen. Es entstanden in dem Stadtteil die Straßen Bergstraße, Legienstraße (früher Fährstraße), Gartenstraße, Muhliusstraße und Lorentzendamm. Das ehemals im Eigentum der Ländereien befindliche Gebiet westlich Fleethörn und Rathausstraße gehört heute zum Stadtteil Exerzierplatz. Im Stadtplan von Thalbitzer 1853 sind die genannten Straßen noch ohne Namen eingezeichnet. In den ersten Planungen wurde das Gelände in 60 Parzellen geteilt. Bis 1856 wurden durch weitere Teilungen schließlich 93 Parzellen erreicht, um so die Grundstücke zu erschwinglichen Preisen anbieten zu können.Stadtplan der Stadt Kiel herausgegeben von der Stadt Kiel mit detaillierten Stadtteilgrenzen.

Während des Zweiten Weltkriegs zerstörten alliierte Luftangriffen einen erheblichen Teil des Stadtteils Damperhof. Lediglich im Gebiet zwischen Fleethörn und Bergstraße war die Bebauung erhalten geblieben. Infolge der Zerstörungen wurden 67 % aller Häuser nach 1949 neu errichtet.

Bekannte Orte Kleiner Kiel Hiroshimapark – Unbebaute Parkanlage zwischen Rathausstraße, Fleethörn und Lorentzendamm. Rosemarie-Kilian-Park – Parkanlage im Karree Knooper Weg, Teichstraße, Lehmberg, Mittelstraße Justizministerium Förde Sparkasse

Schulen Muhliusschule – Grundschule mit Ganztagsbetreuung, 1948–1988 Carl-Loewe-Schule genanntKiel.de Volkshochschule der Landeshauptstadt Kiel (VHS) Muthesius-Kunsthochschule

Siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Kiel-Damperhof

Literatur Thomas Holzhüter: Exerzierplatz–Damperhof. In: Reinhard Stewig (Hrsg.): Stadtteiluntersuchungen in Kiel. Baugeschichte, Sozialstrukturen, Lebensqualität, Heimatgefühl. (= Kieler geographische Schriften, Band 87). Geographisches Institut der Universität Kiel, Kiel 1993, ISBN 3-923887-29-9, S. 72–95.

Weblinks

Kieler Stadtteil Damperhof im Stadtwiki Kiel

Einzelnachweise

Kategorie:Stadtteil von Kiel