mini|hochkant=0.8|Carl von Zeska, 1902mini|Beim Burgtheater Bühnentürl: Zeska, um 1910 Carl von Zeska, ab 1917 Carl Edler von Zeska (* 31. Oktober 1862 in Hamburg; † 18. Juli 1938 in Wien) war ein österreichischer Theaterschauspieler.
Leben Er entstammte einer schleswig-holsteinischen Familie. Zeska war von 1892 bis 1932 am Wiener Burgtheater engagiert. Rudolf Lothar beschrieb ihn als „vortrefflichen Darsteller verfluchter Kerle und leichtsinniger Lebemänner“. Beim Film trat Zeska kaum als Schauspieler in Erscheinung, führte jedoch 1913 beim Aufsehen erregenden Film Johann Strauß an der schönen blauen Donau Regie und übernahm auch die Titelrolle.
Zeska erhielt als k.u.k. Hofburgschauspieler am 12. Dezember 1908 mit Diplom vom 9. Jänner 1909 in Wien die österreichische Adelsprävalierung und Wappenbestätigung. Zusätzlich wurde ihm am 20. April 1917 in Wien das Prädikat „Edler von“ verliehen.Arno Kerschbaumer: Nobilitierungen unter der Regentschaft Kaiser Karl I. / IV. Károly király (1916–1921). Graz 2016, ISBN 978-3-9504153-1-5, S. 93.
Carl von Zeska ist der Vater des Kammerschauspielers Philipp Zeska (1896–1977). mini|hochkant|Grab Carl von Zeskas Seine Grabstätte befindet sich auf dem Wiener Zentralfriedhof (33A-5-19).
Werke (Auswahl) Auf dem Garnisonsball, Lustspiel in 1 Aufzug. Verlag von Philipp Reclam jun., Leipzig, 1888. Hase und Häsi. Nach Löthi. Eine Fabel von Carl von Zeska. Für Gesang u. Clavier. Verlag Doblinger, Wien, 1890. Schminkkasten und Kneipstube – Ein Dutzend Humoresken aus dem Leben. Verlag Perles, Wien, 1913. Sensation – Ein heiteres Nachtstück von Friedrich Wallisch u. Carl Zeska. Nestroy-Verlag, Wien-Leipzig, 1920.
Filmografie Stummfilme 1913: Johann Strauß an der schönen blauen Donau 1919: Leichnam 427 1921: Verfehltes Leben (mit Anita Berber)
Tonfilme 1931: Hirsekorn greift ein (Ausflug ins Leben) (mit Felix Bressart) 1933: Frühlingsstimmen 1934: G’schichten aus dem Wienerwald 1935: Die Pompadour
Tondokumente (Auswahl) Zeskas Stimme ist auf mehreren Grammophonplatten (GRAMOPHONE bzw. österr. GRAMOLA) erhalten, die er um 1910 aufgenommen hat: er rezitiert Gedichte wie „Das Huhn und der Karpfen“ von Heinrich Seidel und „Schwalbenschwanz und Milchdieb“ von Rudolf Baumbach, „Bruder Liederlich“ von Detlev von Liliencron und „Der liebe gute alte Herr“ von Rudolf Hirschberg-Jura.
Gramophone Concert Record G.C.-2-41126 (mx. 15074 b): Der liebe gute alte Herr, von Rudolf Hirschberg-Jura.Hörprobe: Mediathek SLUB Dresden Gramophone Concert Record G.C.-2-41127 (mx. 15075 b): Bruder Liederlich, von Detlev von Liliencron. Gramophone Concert Record G.C.-2-41130 (mx. 15076 b): a) Rosalie und Amalie, b) Das Huhn und der Karpfen, von Seidel. Gramophone Concert Record G.C.-2-41131 (mx. 15077 b): Schwalbenschwanz und Milchdieb, von Baumbach., auch: „Gramola“ Record E.R. 84; ausführliche Diskographie bei Leimbach 1991.
Auszeichnungen 1937: Ehrenring der Stadt Wien
Literatur Genealogisches Handbuch des Adels, Adelslexikon Band XVI, Seite 513, Band 137 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 2005, ISBN 3-7980-0837-X Friedrich Ritter Schreitter von Schwarzenfeld: Die v. Zeska. Beziehungen Schleswig-Holsteins zum Wiener Burgtheater, in: Jahrbuch der Arbeitsgemeinschaft Schwansen, Amt Hütten und Dänischwohld, Band 8, 1950 Berthold Leimbach: Tondokumente der Kleinkunst und ihre Interpreten 1898–1945. Göttingen, Im Selbstverlag, 1991.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Burgschauspieler Kategorie:Filmregisseur Kategorie:Ehrenringträger der Stadt Wien Kategorie:Stummfilmschauspieler Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1862 Kategorie:Gestorben 1938 Kategorie:Mann