mini|Dooser Hochbahn in Muggenhof mini|Dooser Brücke des Ludwigskanal über die Pegnitz (ca. 1845) Muggenhof ist ein Stadtteil in der Weststadt von Nürnberg und wird heute als statistischer Bezirk 65 geführt. (PDF; 1,0 MB) abgerufen am 10. März 2010 auf www.statistik.nuernberg.de
Lage mini|linksDer statistische Bezirk Muggenhof grenzt im Westen von Nürnberg, beim U-Bahnhof Stadtgrenze, an Fürth. Die Ringbahn bildet im Südosten die Trennlinie zu Eberhardshof und der Frankenschnellweg im Südwesten zu Leyh. Die Pegnitz bildet im Norden die natürliche Grenze zu Schniegling.Stadtplandienst der Stadt Nürnberg, abgerufen am 10. März 2010.Muggenhof im BayernAtlas
Der statistische Bezirk 65 besteht aus zwei Distrikten. Distrikt 651 Doos liegt nördlich der Fürther Straße und Distrikt 650 Muggenhof südlich davon.Stadtplandienst der Stadt Nürnberg, abgerufen am 10. März 2010. Nachbarstadtteile
Geschichte Der Weiler „Mugenhoff“ wurde 1377 erstmals urkundlich erwähnt. Ein erstes Gehöft wurde aber schon im 11. oder 12. Jahrhundert angelegt.W. Fischer-Pache: Muggenhof, S. 709.
Der erhaltene historische Teil des Weilers genießt heute Ensembleschutz. Der ältesten Wirtschaft im Ort, der sogenannten „Erbschänke“, deren Wurzeln bis ins 15. Jahrhundert zurück reichten, wurde 1510 von Kaiser Maximilian I. das Schenkrecht beurkundet, was zu einem Jahrhunderte andauernden Rechtsstreit mit der Stadt Nürnberg führte, die bereits 1464 von Friedrich III. ein Erbschankrecht auch für den Umkreis erhalten hatte.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Muggenhof 6 Anwesen. Das Hochgericht übte das brandenburg-ansbachische Oberamt Cadolzburg aus, was aber von der Reichsstadt Nürnberg bestritten wurde. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten das Landpflegamt Nürnberg und das Rittergut Neudorf gemeinsam inne. Grundherren waren das Rittergut Neudorf (2 Höfe, 2 Halbhöfe, 1 Wirtshaus) und der Nürnberger Eigenherr von Petz (1 Gut).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 142.
1796 ging Muggenhof an Preußen und 1806 an Bayern. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Muggenhof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Höfen und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Höfen zugeordnet. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 3 Anwesen bis 1809 dem Patrimonialgericht Neudorf.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 240.
Durch Muggenhof führte seit 1835 die erste deutsche Eisenbahn. Der Bahnhof Nürnberg-Doos war noch bis 1991 in Betrieb. Am 1. Januar 1899 wurde Muggenhof nach Nürnberg eingegliedert.
Baudenkmäler Wohnstall- und Bauernhäuser Mietshäuser Straßenbahn-Hauptwerkstätten
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900Einwohner 37 66 75 130 778 1586HäuserEs werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1900 als Wohngebäude. 9 10 59 79Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Michael (Fürth) gepfarrt.
Einrichtungen Die Nürnberger Stadtentwässerung betreibt das Klärwerk 1 an der Pegnitz, das 1931, als Kläranlage Nord, seinen Betrieb aufnahm., abgerufen am 10. März 2010 auf nuernberg.de
Mit der Zentrifuge gibt es seit 2008 auf dem ehemaligen AEG-Gelände einen Ort für Kunstausstellungen und kulturelle Veranstaltungen.ZENTRIFUGE Nürnberg, abgerufen am 30. März 2010.
Auf dem ehemaligen AEG-Gelände befindet sich auch das KUF-Kulturbüro Muggenhof. Ein Kulturzentrum ist geplant.KUF-Kulturbüro Muggenhof abgerufen am 10. März 2010 auf nuernberg.de Seit 2012 befindet sich auch der Energie Campus Nürnberg auf dem ehemaligen AEG-Gelände.
Literatur
Werner Sprung: Der Eberhardshof und der Muggenhof. Zwei ehemalige Weiler vor den Toren der Reichsstadt. In: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg: Eberhardshof und Muggenhof, Nr. 50, Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg, 1960, S. 53 ff. (online)
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Stadtteil von Nürnberg Kategorie:Statistischer Bezirk von Nürnberg Kategorie:Ersterwähnung 1377