mini | rechts | alternativtext=Gesicht ab Brustkorb von vorn abfotografiert in schwarzweiß 2005. | Porträt von Edgar S. ZiesemerEdgar S. Ziesemer (* 18. Juli 1895 als Edgar Emanuel Karl Srigio Ziesemer in Berlin Quelle: Heiratsurkunde Nr. 14 vom 15. Januar 1925, Standesamt Berlin-Charlottenburg III, Landesarchiv Berlin.; † 21. Oktober 1971 ebenda) war ein deutscher Kameramann.
Leben Edgar Ziesemer hatte seine fotografische Ausbildung an der Technischen Hochschule erhalten. 1916 ging er zur Deutschen Bioscop und begann seine Tätigkeit als Kameramann. Zwischen 1918 und 1920 arbeitete Ziesemer als einfacher Kameramann für die May Film. Von 1921 bis 1924 besaß er seine eigene Produktionsfirma. 1925 kehrte Ziesemer hinter die Kamera zurück.
Als Chefkameramann, zunächst weiterhin unter der Patronage erfahrenerer Kameraleute, arbeitete Ziesemer nunmehr regelmäßig für den Kinofilm. Bis 1938 fotografierte er eine Reihe von minder wichtigen Filmen, meist für kleinere Privatgesellschaften, seltener für Großfirmen wie die UFA. 1939–1941 fotografierte er mehrere Märchenfilme für die Produktionsfirma Hubert Schongers, ab 1940 konzentrierte sich Ziesemer auf die Arbeit beim Industrie- und Dokumentarfilm. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg lag sein Hauptbetätigungsfeld weiterhin beim Dokumentar-, später auch beim Fernsehfilm.
Filmografie (Auswahl) 1918: Der fliegende Holländer 1920: Da haste aber Glück gehabt (auch Regie, Produktion) 1922: In den Höhen des Schweigens (auch Regie und Produktion) 1923: Im Bannes des Meeres (auch Regie, Drehbuch und Produktion) 1926: Derby 1926: Dagfin 1926: Staatsanwalt Jordan 1926: Eine tolle Nacht 1927: Der Himmel auf Erden 1927: Venus im Frack 1927: Ihr letztes Liebesabenteuer 1927: Gehetzte Frauen 1927: Üb’ immer Treu’ und Redlichkeit 1927: Am Rüdesheimer Schloß steht eine Linde 1927: Eins plus Eins gleich Drei 1928: Der Tanzstudent 1928: Die Yacht der sieben Sünden 1929: Spiel um den Mann 1929: Schwarzwaldmädel 1929: Scapa Flow 1930: In Wien hab’ ich einmal ein Mädel geliebt 1932: Kavaliere vom Kurfürstendamm 1934: Aether-Brettl (Kurzfilm) 1934: Der blaue Diamant 1935: Ein Mädel aus guter Familie 1936: Engel mit kleinen Fehlern 1936: Donner, Blitz und Sonnenschein 1936: Hummel – Hummel 1936: Musik zu Zweien (Kurzfilm) 1936: Der lustige Witwenball 1936: Meine Frau, die Perle 1937: Sherlock Holmes: Die graue Dame 1937: Autobus S 1937: Die Landstreicher 1938: Monika – Eine Mutter kämpft um ihr Kind 1938: Der nackte Spatz 1938: Mordsache Holm 1938: Liebelei und Liebe 1939: Die Heinzelmännchen 1939: Schneewittchen und die sieben Zwerge 1940: Hänsel und Gretel 1940: Frieder und Catherlieschen 1940: Fliegeralarm, was tun? (Dokumentarfilm) 1941: Das tapfere Schneiderlein 1941: Deutsches Volksbildungswerk (Dokumentarfilm) 1941: Glück über Nacht (Dokumentarfilm) 1942: Zellstoff und Papier (Industriefilm) 1942: Negativ und positiv (Industriefilm) 1943: Kohle sparen, aber wie? (Kurzdokumentarfilm) 1943: Auftrag Hacker (Dokumentarfilm) 1950: Botschafter der Musik (Dokumentarfilm) 1951: Das goldene Band (Kurzdokumentarfilm) 1953: Robert und Clara Schumann (Kurzfilm) 1954: Himmlische Musik (Dokumentarfilm)
Einzelnachweise
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 541f.
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