Dieser Artikel enthält die Liste der Kommunalwappen mit der Jakobsmuschel in Deutschland.

Mit Jakobsmuschel, in der Heraldik oft Pilgermuschel genannt, werden zwei nahe verwandte Muschelarten bezeichnet, die beide zur Gattung der Pecten gehören. Der Name Jakobsmuschel geht auf den heiligen Jakobus, den Schutzpatron der Pilger, zurück, dessen Erkennungszeichen die Muschel ist.

Baden-Württemberg

links|mini|107px|Bräuinisheim Amstetten-Bräunisheim (alt), Alb-Donau-Kreis In Rot ein schräggestellter linksgewandter goldener Schlüssel, begleitet von zwei silbernen Muscheln. Erklärung: Das 1954 entworfene Wappen erinnert an die Grafen von Dillingen, die ältesten bekannten Herren von Bräunisheim; der Schlüssel symbolisiert den Apostel Petrus, nach dem die Bräunisheimer Kirche benannt ist; die Muscheln sind Sinnbild des Apostels Jakobus des Älteren, dem die Kirche in Sontbergen gewidmet ist.Wappenbeschreibung bei www.amstetten.de, abgerufen am 6. Dezember 2013.

links|mini|107px|Bad Mingolsheim Bad Schönborn-Bad Mingolsheim (alt), Landkreis Karlsruhe In Blau eine silberne Muschel über zwei nebeneinanderliegenden, an den Außenseiten geöffneten silbernen Ringen. Erklärung: Die silbernen Ringen deuten auf den heiligen Rochus hin, der damit als Ortspatron in das Wappen eingegangen ist; sie symbolisieren die Gefängnisringe des Heiligen Rochus, der als Wallfahrer und „Pestheiliger“ in seiner südfranzösischen Heimatstadt Montpellier gefangen gehalten wurde., abgerufen am 6. Dezember 2013.

links|mini|107px|Berkheim Berkheim, Landkreis Biberach In Rot ein goldener Pilgerhut mit umlaufender goldener Kordel, vorne zweifach verknotet und in zwei Quasten endend, oben begleitet von zwei goldenen Muscheln Erklärung: Am 18. November 1957 erhielt die Gemeinde die Erlaubnis des Innenministeriums, ein Wappen mit zwei goldenen Pilgermuscheln und dem goldenen Pilgerhut des Heiligen Willebold in Rot zu führen.

links|mini|107px|Ahausen Bermatingen-Ahausen, Bodenseekreis Geviert von Gold und Grün mit rotem Herzschild, darin eine silberne Muschel. Erklärung: Der gold und grün quadrierte Schild ist das Wappen der Herren von Ellerbach, die im 15. Jahrhundert in Ahausen nachgewiesen sind; die silberne Muschel nimmt Bezug auf die Sankt Jakobuskapelle im Ort.Wappenbeschreibung bei www.bermatingen.de, abgerufen am 6. Dezember 2013.

links|mini|107px|Dörzbach Dörzbach, Hohenlohekreis Über einem von Silber und Rot vierfach gestückten Balken in Silber drei (2:1) rote Muscheln, darunter in Schwarz ein fünfspeichiges silbernes Rad Erklärung: Kaiser Rudolf II. verlieh Dörzbach am 27. Juni 1583 zugleich mit dem Marktrecht ein Wappen, das das Rad aus der Herren von Berlichingen mit dem Balken aus dem Wappen eines ausgestorbenen Ortsadelsgeschlechts verband. Nach dem Verkauf von Dörzbach an die Herren von Eyb im Jahre 1601 ersetzten die Eybschen Muscheln (mit dem Gelenk aufwärtsgekehrt gezeigte Jakobsmuscheln) das Rad in der oberen Schildhälfte. 1931 nahm die Gemeinde das berlichingensche Rad zusätzlich in die untere (blaue) Schildhälfte auf. Falsche Tingierungen des Schildgrundes der Wappenfiguren Rad und Muscheln wurden später berichtigt.

links|mini|107px|Eberhardzell Eberhardzell (alt, bis 1981), Landkreis Biberach In Rot schrägbalkenweise drei gestürzte silberne Muscheln

links|mini|107px|Bad Imnau Haigerloch-Bad Imnau (alt), Zollernalbkreis In Rot ein silberner Springbrunnen, oben begleitet von je einer silbernen Muschel

links|mini|107px|Halzhausen Lonsee-Halzhausen (alt), Alb-Donau-Kreis In Rot ein schwebendes silbernes Kreuz, bewinkelt in Feld eins und vier von einer silbernen Pilgermuschel, in Feld 2 und 3 von einem gestürzten silbernen Hufeisen. Erklärung: Die Muscheln sind das Sinnbild und Abzeichen des Apostels Jakobus des Älteren, des Mitpatrons der beiden auf der Gemeindemarkung stehende Kirchen in Halzhausen und Sinabronn; das Kreuz erinnert an den Haupttitel der Heiligkreuzkirche in Sinabronn.Wappenbeschreibung bei www.lonsee.de, abgerufen am 6. Dezember 2013.

links|mini|107px|Laupertshausen Maselheim-Laupertshausen, Landkreis Biberach In Rot ein gestürztes goldenes Schwert, begleitet von zwei silbernen Muscheln. Erklärung: Die Muscheln und das Schwert sind Symbole der Kirchenheiligen: für Jakobus die Muschel und für St. Pelagius das Schwert; die Farben entstammen den Wappen der ehemaligen Ortsherren Holzapfel/Biberach sowie der Herren von Ellmannsweiler; in seiner heutigen Form wurde das Wappen am 6. Juni 1957 vom baden-württembergischen Innenministerium verliehen.Gemeinde Maselheim: . Abgerufen am 10. Februar 2011.

links|mini|107px|Denkingen Pfullendorf-Denkingen, Landkreis Sigmaringen In Rot ein goldenes Hochkreuz, beseitet von je einer silbernen Jakobsmuschel

links|mini|107px|Huttenheim Philippsburg-Huttenheim (alt), Landkreis Karlsruhe In Blau zwei pfahlweise abgewendete silberne Salme über einer silbernen Muschel

links|mini|107px|Frohnstetten Stetten am kalten Markt-Frohnstetten, Landkreis Sigmaringen Geteilt von Silber und Rot, oben ein durchgehendes rotes Balkenkreuz, unten eine silberne Muschel Erklärung: Das Kreuz ist dem Wappen des gefürsteten adeligen Damenstifts Buchau entnommen. Die Muschel ist ein Attribut des Heiligen Silvesters, Kirchenpatron von Frohnstetten.Infotafel am Modell der Pilgermuschel vor der Pfarrkirche St. Silvester

links|mini|107px|Sigmarswangen Sulz am Neckar-Sigmarswangen, Landkreis Rottweil In Silber drei aufsteigende rote Spitzen, oben zwei rote, unten eine silberne Muschel

links|mini|107px|Dienstadt Tauberbischofsheim-Dienstadt, Main-Tauber-Kreis In Silber auf grünem Schildfuß ein mit einem Goldkreis nimbierter silberner bärtiger Mann in rotem togaartigem Gewand mit einem goldenen Buch in der angewinkelten Rechten und einem übermannshohen goldenen Pilgerstab, oben belegt mit einer ebensolchen Jakobsmuschel, in der abgewinkelten Linken

links|mini|107px|Nordhausen Unterschneidheim-Nordhausen, Ostalbkreis Gespalten von Silber und Rot, vorne ein durchgehendes schwarzes Balkenkreuz, hinten eine silberne Muschel. Erklärung: Das Deutschordenskreuz weist auf die seit 1313 nachgewiesene Herrschaft des Deutschen Ordens in Nordhausen hin; die Muschel ist aus dem Wappen der Freiherren von Eyb entnommen, sie soll an den Dutschordenskomtur Friedrich Carl von Eyb erinnern; unter diesem ist die Kirche 1751 in Nordhausen erbaut worden.Wappenbeschreibung bei www.unterschneidheim.de, abgerufen am 6. Dezember 2013.

Bayern

links|mini|107px|Achslach Achslach, Landkreis Regen In Blau ein silberner Wellenbalken, oben schräg gekreuzt zwei goldene Pilgerstäbe, belegt mit einer silbernen Pilgermuschel, unten ein golden bewehrter silberner Steinbockrumpf Erklärung: Der silberne Wellenbalken, ein heraldisches Flusssymbol, verweist auf die Teisnach und die Lage der Gemeinde im Achslacher Tal. Muschel und Pilgerstäbe, Attribute des heiligen Jakob, repräsentieren die Pfarrkirche St. Jakob, die erst im 19. Jahrhundert nach der Erhebung Achslachs zur Pfarrei (1823) erbaut wurde. Der silberne Steinbockrumpf ist die geminderte Wiedergabe des Wappens der Ramsberger (von Altrandsberg), die als Ministerialen der Grafen von Bogen im Weiler Randsburg Höfe besaßen. Die Farben Silber und Blau erinnern an die Herrschaft der Grafen von Bogen bis 1242 und in ihrer Nachfolge der Wittelsbacher, die als Landesherren Landgericht, Pfleg- und Kastenamt Viechtach einrichteten, dem auch das Amt Achslach unterstand. Das Wappen wird aufgrund eines Beschlusses des Achslacher Gemeinderats und einer Zustimmung der niederbayerischen Regierung seit 1985 geführt.Beschreibung auf „Haus der bayerischen Geschichte“

links|mini|107px|Anger Anger, Landkreis Berchtesgadener Land In Rot zwei gekreuzte silberne Schlüssel, oben begleitet mit einer silbernen Pilgermuschel, unten mit einem silbernen Raitelhaken Erklärung: Das Wappen verweist durch die Zusammensetzung der Figuren auf die im Zuge der kommunalen Gebietsreform 1978 erfolgte Eingemeindung der früher selbstständigen Gemeinden Aufham und Högl in die Gemeinde Anger. Aus den drei bisher geführten Gemeindewappen wurden Elemente übernommen. Die Tingierung in Rot und Silber verweist auf die historische Zugehörigkeit des Gemeindegebiets zum Hochstift Salzburg bis 1817. Die gekreuzten Schlüssel, Attribute des heiligen Petrus, erinnern daran, dass Anger (bis 1937 Stoißberg) schon um 1000 als Schenkungsgut an das Kloster St. Peter in Salzburg und später als Stiftungsgut an das Augustinerkloster Höglwörth kam, das als Referenz an den Stiftspatron ebenfalls die gekreuzten Schlüssel im Wappen führte. Das Chorherrenstift Höglwörth war als bedeutende Grundherrschaft mit ausgedehntem Waldbesitz vom 12. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts der wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Mittelpunkt der Gegend. Das schon im 15. Jahrhundert nachweisbare Klosterwappen von Höglwörth, in Rot zwei gekreuzte silberne Schlüssel, bildet damit die Grundlage des Gemeindewappens von Anger. Der Raitelhaken und die Pilgermuschel stellen als Beizeichen noch spezielle örtliche Bezüge her. Der Raitelhaken, ein Hebewerkzeug für den Transport von Steinen, stammt aus dem ehemaligen Gemeindewappen von Högl und verweist auf die besonders vom 16. Jahrhundert bis 1913 in Oberhögl betriebenen Sandsteinbrüche, die für die Herstellung von Fenster- und Türeinfassungen, von Schleif- und Wetzsteinen von überregionaler Bedeutung waren. Die Pilgermuschel wurde aus dem Wappen von Aufham übernommen und verweist als Attribut des heiligen Jakob auf das örtliche Kirchenpatrozinium. Das Wappen wird seit 1980 geführt.Beschreibung auf „Haus der bayerischen Geschichte“

links|mini|107px|Anger-Aufham Anger-Aufham, Landkreis Berchtesgadener Land In Gold (Gelb) zwei gekreuzte rote Schlüssel, darüber ein rot gezungter schwarzer Löwenkopf, darunter eine rote Pilgermuschel Erklärung: Das Wappen wurde 1967 vom bayerischen Innenministerium verliehen. Die Feldfarbe Gold und der schwarze Löwenkopf erinnern an die über tausendjährige Landesherrschaft des Erzstifts Salzburg. Die gekreuzten Schlüssel, Attribute des heiligen Petrus, erinnern daran, dass Aufham schon um 1000 als Schenkungsgut an das Kloster St. Peter in Salzburg und später als Stiftungsgut an das Augustinerkloster Höglwörth kam, das als Referenz an den Stiftspatron ebenfalls die gekreuzten Schlüssel im Wappen führte. Die Pilgermuschel verweist als Attribut des heiligen Jakob auf das örtliche Kirchenpatrozinium

links|mini|107px|Eyb Ansbach-Eyb In Rot ein silberner breiter Wellenbalken, oben begleitet von zwei, unten von einer silbernen Seemuschel Erklärung: Das Eyber Wappen zeigt seit langer Zeit den Pfauenrumpf. Georg von Eyb wurde als Pfau tituliert; ab ca. 1400 zeigt das Wappen im Schild die Jakobsmuschel, während der Pfauenrumpf in das Oberwappen wanderte. Der Sage nach wurden Ludwig II. von Eyb nach einer Pilgerreise (1341) nach Palästina von Kaiser Ludwig dem Bayern 1352 drei rote Seemuschelschalen auf silbernem Schild verliehen.

links|mini|107px|Willing Bad Aibling-Willing, Landkreis Rosenheim In Blau über drei erniedrigten goldenen Wellenbalken, eine stilisierte, gestürzte, silberne Pilgermuschel

links|mini|107px|Deisenhausen Deisenhausen, Landkreis Günzburg Gespalten, vorne im Zinnenschnitt geteilt von Schwarz und Silber, hinten in Rot zwei gekreuzte Pilgerstäbe, oben und unten beseitet von je einer silbernen Pilgermuschel