Das Sollingvorland ist eine Kulturlandschaft, die die Mittelgebirge Solling und (weiter südlich) Bramwald nach Osten zum Leinegraben abdacht, indes diverse eigenständige und namentlich bekannte Höhenzüge beinhaltet, die landläufig dem Leinebergland zugerechnet werden.

Es handelt sich bei der Bezeichnung um eine geographische naturräumliche Haupteinheit, die der naturräumlichen Großregion Niedersächsisches Bergland angehört. In alltagssprachlichen Benennungen wird der Begriff nicht verwendet. Während die Höhenlagen bewaldet sind, werden die übrigen Flächen landwirtschaftlich genutzt.

Naturräumliche Gliederung Das Sollingvorland gliedert sich wie folgt:Verschiedene Autoren: Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten in Einzelblättern 1:200.000 - Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg 1959–1970 → Online-Karten Blatt 99: Göttingen (Jürgen Hövermann 1963) Blatt 112: Kassel (H.-J. Klink 1969) (zu 37 Weser-Leine-Bergland) 371 Sollingvorland 371.0 Nördliches Solling-Vorland 371.00 Vogler 371.01 Golmbacher Berge (Südwestabdachung des Voglers und Burgberg) 371.02 Stadtoldendorfer Hochfläche (Hochfläche bei Stadtoldendorf zwischen Vogler (NW), Burgberg (SW), Solling (S), Holzberg (SO) und Homburgwald (NO), das im Norden auf die Lenne bei Eschershausen stößt) 371.03 Stadtoldendorfer Wald (= Homburgwald) 371.04 Amtsberge Holzberg Amtsberge im engeren Sinne Ellenser Wald 371.05 Elfas 371.06 Elfasumland (ringförmig um den Elfas) 371.1 Südliches Solling-Vorland 371.10 Rötsenke von Hardegsen (schmale, bogenförmig von Fredelsloh über Hardegsen nach Adelebsen verlaufende Senke) 371.11 Schedener RötsenkeBezeichnung auf Blatt 112 Kassel (1969) (auch: Dransfelder RötsenkeBezeichnung auf Blatt 99 Göttingen (1963), jedoch liegt Dransfeld östlich außerhalb) (verbreiterte Fortsetzung der Hardegser Rötsenke, die über Scheden nach Süden bis Lippoldshausen reicht und den Bramwald östlich flankiert) 371.12 Ahlsburg 371.13 Weper 371.14 Lödingsener Hochflächen (Nordteil der Hochfläche zwischen Hardegsen im Norden, den Rötsenken im Westen und dem Leinegraben im Osten; reicht nach Südosten bis zum Nordwesten Göttingens, das namensgebende Lödingsen liegt streng genommen westlich außerhalb) 371.15 Dransfelder Hochflächen (Südteil der Hochfläche, stößt nach Süden an das Werratal bei Hedemünden bzw., östlich davon, an den Sandwald)

Gemeinden Folgende Gemeinden befinden sich darin oder ragen hinein: Adelebsen Bovenden Dassel Samtgemeinde Dransfeld Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf Friedland (Niedersachsen) Göttingen Hann. Münden Hardegsen Heinade Moringen Neu-Eichenberg Rosdorf

Einzelnachweise

Weblinks

Landschaftssteckbrief des Bundesamtes für Naturschutz

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