Die Rissprüfung bezeichnet verschiedene Verfahren, mit denen Risse in Bau- oder Konstruktionselementen, die eine statische, dynamische, abschirmende oder mechanische Funktion erfüllen sollen, aufgespürt und beurteilt werden können.

Anwendungsbereiche Die zerstörungsfreie Rissprüfung dient zur Qualitätssicherung, hauptsächlich an sicherheitsrelevanten und folgekostenintensiven Bauteilen. So fordert die Industrie immer häufiger zur Gewährleistung steigender Qualitätsstandards die zerstörungsfreie Material- bzw. Rissprüfung an Serien- und Einzelbauteilen.

Zu den sicherheitsrelevanten Bauteilen gehören u. a. Brücken, Druckbehälter, Pipelines und zahlreiche Fahrzeugteile wie Radaufhängungen, Achsen und Teile der Bremsen oder auch Lenkungsteile an PKW, LKW, Motorrad, Zügen bzw. Flugzeugen. Grundsätzlich wird geprüft, wo Risse als Sollbruchstellen vorhanden sein könnten.

Methoden Die gängigsten Methoden der Rissprüfung sind:

Sichtprüfung (Farbeindringverfahren) Magnetpulverprüfung (Fluxen) Wirbelstromprüfung Ultraschallprüfung Durchstrahlungsprüfung (Röntgen) 3D Computertomografie Digitale Radiografie Endoskopie Thermografie Klangprobe

Literatur Volker Deutsch, Ralf Wagner: Prüfung auf Oberflächenrisse nach dem Eindring-Verfahren, 1999 Volker Deutsch: Die Ultraschallprüfung , 1999 Volker Deutsch: Die Magnetpulver-Rißprüfung, 2010

Kategorie:Werkstoffprüfung