mini|hochkant=1.5|Übersichtskarte von Berlin-Fennpfuhl

Die Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Fennpfuhl beschreibt das vollständige Straßensystem im Berliner Ortsteil Fennpfuhl des Bezirks Lichtenberg mit den entsprechenden historischen Bezügen. Gleichzeitig ist diese Zusammenstellung ein Teil der Listen aller Berliner Straßen und Plätze.

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Überblick und Straßenlage Fennpfuhl hat Einwohner (Stand: ) und umfasst die Postleitzahlenbereiche 10367 und 10369. Der Ortsteil bestand bis in die späten 1960er Jahre aus nur wenigen Straßen und Wegen sowie ausgedehnten Kleingartenanlagen, er hieß auch noch nicht offiziell Fennpfuhl.

Die ältesten Straßen im Ortsteil sind die durchgehenden Verkehrswege in Nord-Süd- und West-Ost-Richtung: Weißenseer Weg und die damalige Landsberger Chaussee. Hinzu kommen die nordwestlich der Lichtenberger Dorfstraße (seit 1910 Möllendorffstraße) im 1880er Plan trassierten und angelegten Straßen. Ende des 19. Jahrhunderts plante die selbstständige Gemeinde Lichtenberg im Gebiet Wilhelmsberg das erste Straßennetz,Stadtplan Berlin 1907: nördlich vom Zentralviehhof das jedoch nicht vollständig ausgeführt wurde. Eine regelrechte Wohnbebauung war wegen des schwierigen feuchten Untergrundes um die Eiszeitrelikte mehrerer Pfühle (noch) nicht möglich, es entstanden daher Schrebergärten.Straßenübersichtsplan von Berlin. VEB Landkartenverlag, Berlin 1961. Mitte der 1970er Jahre begann nach umfangreicher Trockenlegung des Gebietes entsprechend dem Wohnungsbauprogramm der DDR die Errichtung des Wohnviertels Lichtenberg-Nord mit verschiedenen Typenbauten in Plattenbauweise. Die Wohnblöcke wurden aufgelockert und nach bürgerorientierten Merkmalen gesetzt. Hauseingänge wurden abseits der Hauptstraßen oder Balkone nach Süden ausgerichtet, weshalb die Baustraßen entsprechend ausgerichtet waren und den zukünftigen Straßenverlauf vorgaben. So erklärt sich die teilweise wechselnde Richtung von Straßenzügen anstatt der Ausrichtung an den traditionellen Straßenfronten.Berlin-Plan 1987, VEB Tourist-Verlag, Berlin/Leipzig.

Beispielsweise wurde die Trassierung von Wolfgang- und Eberhardstraße durch die Führung von Paul-Junius- und Alfred-Jung-Straße aufgehoben. Die Erschließungsstraßen hinter den zum Hauptverkehrsweg gehörenden Neubauten der Landsberger Allee und des Weißenseer Wegs sind diesen zugeordnet und tragen den gleichen Namen. Wohngebietsstraßen setzen sich nicht selten aus mehreren Erschließungsstraßen (teilweise als Sackgassen) zusammen. 18 der 20 neu angelegten Straßen erhielten (der Zeit entsprechend) Namen von kommunistischen Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus. Nach der Wende wurden die Straßennamen beibehalten.

Übersicht der Straßen und Plätze

Name/Lage Länge/Maße(in Metern) Namensherkunft Datum der Benennung Anmerkungen und BildAlfred-Jung-Straße () 420 + 360 Alfred Jung (1908–1944), Widerstandskämpferstyle="text-align:right;" 140x140px|rechts Die Straße verläuft T-förmig, ein kurzes Stück südlich der Storkower Straße, in dem das Seniorenheim der Volkssolidarität steht, gehört jedoch nicht zum Bereich Fennpfuhl. Das auf dem Bild zu sehende Gebäude ist die „Schule am Fennpfuhl“, auf der rechten Seite (hinter den Autos) steht die ehemalige Clubgaststätte „Solidarität“ aus DDR-Zeiten. Sie wird als Handelseinrichtung weiter genutzt.Anton-Saefkow-Platz () 115 × 60 Anton Saefkow (1903–1944), Widerstandskämpferstyle="text-align:right;" 140x140px|rechts|Sandsteinlöwe auf dem Platz Der Platz bildet das kommunale Zentrum des Ortsteils mit Schwimmhalle und Bibliothek. Er ist nicht fest umgrenzt. Die Bebauung besteht aus mehreren Wohnhochhäusern, einem als Kaufhaus errichteten Gebäude, das zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgestaltet wurde.Arthur-Weisbrodt-Straße () 180 Arthur Weisbrodt (1909–1944), Widerstandskämpferstyle="text-align:right;" 140px|rechts|Arthur-Weisbrodt-StraßeDie Straße ist an einzeln stehenden Neubauwohnblöcken geführt. Sie liegt zwischen Max-Brunow- und Erich-Kuttner-Straße, wobei die Wohnblöcke 2/8, 10/16, 18/24 (gerade) nach Nordwesten quer zum Straßenlauf an kammförmigen Zufahrtswegen stehen und der Block 1–9 an der Südostseite der Straßenfront steht. Die Blöcke bestehen aus gereihten Fünfgeschossern.Bernhard-Bästlein-Straße () 860 + 240 Bernhard Bästlein (1894–1944), Widerstandskämpferstyle="text-align:right;" 140px|rechts|Blick auf das Schulgebäude in der Bernhard-Bästlein-Straße Die Straße verläuft T-förmig und im Zickzack. An ihr stehen eine Schule im DDR-Standard-Typenbau (mit einer Freitreppe, die mit Terrakotta-Platten und eingeprägten Buchstaben geschmückt ist, siehe Foto), ein Lebensmittel-Discounter anstelle der vorherigen DDR-Klubgaststätte (‚Lichtenberger Krug‘, 1976 bis März 2010), ein inzwischen bepflanztes Becken eines früheren Edelstahl-Springbrunnens, 1976 entworfen vom Bildhauer Friedrich Schötschel.Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Öffentliche Brunnen mit Kurzinfo und Foto des Brunnens, die Angaben sind nicht mehr aktuell, weil die Metallteile abgebaut sind. Darüber hinaus befinden sich in der Straße städtische Kinderbetreuungseinrichtungen. Ein Teil der Straße umschließt einen großzügigen Innenhof.

Am 8. September 2011 wurde vor der Grundschule am Roederplatz, Bernhard-Bästlein-Straße 22 eine Gedenktafel für die Retterinnen Hans Rosenthals enthüllt. Sie erinnert daran, dass Rosenthal zwischen 1943 und 1945 in der hier gelegenen früheren Kleingartenanlage Dreieinigkeit von den Lichtenberger Frauen Ida Jauch, Emma Hardt und Maria Schönebeck versteckt wurde. Sie retteten ihn damit vor der rassistischen Verfolgung in der NS-Zeit.Gedenkort für Hans Rosenthal und seine drei Lichtenberger Retterinnen wird am 8. September eingeweiht. Pressemitteilung des Bezirksamts Lichtenberg, 29. August 2011

Am ehemaligen Wohnhaus von Edgar Külow (Nr. 20) befindet sich seit dem 2. Oktober 2019 eine Gedenktafel für den Kabarettisten.Pressemitteilung des Bezirksamts Lichtenberg vom 24. September 2019Buggenhagenstraße () 115 G. Buggenhagen, Ziegeleibesitzer, Eigentümer von sechs Wohnhäusern an dieser Straßestyle="text-align:right;" 140px|rechts|Buggenhagenstraße Der Verkehrsweg wurde nach dem Bebauungsplan um 1880 als Straße 59, Abt. XIII/2 zwischen Roederstraße und Landsberger Chaussee trassiert. Anfangs errichteten sich von der Roederstraße aus vor allem Familienmitglieder des Grundbesitzers ihre Wohnbauten, darunter der Gastwirth Buggenhagen.Berliner Adressbücher von 1880 und 1882 (Wilhelmsberg) Die weiter nach Süden trassierte Straße wurde mit zunehmender Bebauung auf den Nord-Süd-Verlauf zwischen Karl-Lade-Straße und Erich-Kuttner-Straße verkürzt. Beidseitig befinden sich zusammenhängende Wohnzeilen aus den 1930er Jahren. Diese kürzere Straßenführung gegenüber der projektierten Fassung wird durch die Nummerierung der Hausnummern deutlich. An der Ostseite sind die Grundstücke 19–35 (ungerade) und an der Westseite 22–36 (gerade) bebaut. Die anderen Grundstücke sind von den Nachbarstraßen überbaut. Im Adressbuch 1930 finden sich zur Buggenhagenstraße linksseitig (Westseite) die Wohnhäuser 1–8 (fortlaufend) von der Landsberger Chaussee ab. Auf Nummer 9 ist ein Kohlenplatz und Baustellen zur Roederstraße, an der Gegenseite neben Baustellen das Radzuweit’sche Haus.Elli-Voigt-Straße () 510 Elli Voigt (1912–1944), Widerstandskämpferinstyle="text-align:right;" 140px|rechts|Elli-Voigt-Straße Die Straße verläuft sägezahnförmig in Nord-Süd-Richtung und erschließt den nordöstlichen Bereich des Ortsteils. Zwischen der Vulkanstraße und der Elli-Voigt-Straße liegt ein weiträumiger Parkplatz.Erich-Kuttner-Straße () 500 Erich Kuttner (1887–1942), Widerstandskämpferstyle="text-align:right;" 140px|rechts|Erich-Kuttner-Straße Die Straße verläuft zwischen der Landsberger Allee (mit der sie allerdings nur für Fußgänger verbunden ist) und der Franz-Jacob-Straße. An ihrem westlichen Ende steht seit 1962 ein denkmalgeschützter Experimental-Plattenbau vom Typ P2. Die Wohnzeile entstand nach Entwurf des Architektenteams Wilfried Stallknecht unter Leitung von Hermann Henselmann.Marcel Gäding: Ein Fünfgeschosser im Wohngebiet Fennpfuhl war Vorbild für den Wohnungsbau in der DDR. In: Berliner Zeitung, 25. Mai 2002; abgerufen am 22. August 2012. Mit den Querstraßen bilden die Wohnblocks großzügige und begrünte Innenbereiche. Einige Bauten aus den 1970er Jahren erhielten bei ihrer Sanierung Anfang des 21. Jahrhunderts zusätzliche Balkons anstelle der früheren französischen Fenster. Eine aus DDR-Zeiten stammende Baracke (Hausnummer 31a) beherbergt den Bereich ‚Technischer Service‘ der Wohnungsgenossenschaft Lichtenberg.Ernst-Reinke-Straße () 140 Ernst Reinke (1891–1943), Widerstandskämpferstyle="text-align:right;" 140px|rechts|Ernst-Reinke-StraßeDie Straße ist eine winklig geführte Sackgasse mit einem Neubaublock und gleichzeitig Querstraße der Erich-Kuttner-Straße. Mit der Max-Brunnow-Straße ist sie mittels eines Fußweges verbunden.Franz-Jacob-Straße () 800 Franz Jacob (1906–1944), Widerstandskämpferstyle="text-align:right;" 140px|rechts|Franz-Jacob-Straße Der vorherige Name war zwischen 1940 und 1975 Plöseweg. Vor 1940 existierte sie als Straße 134 in der Gartenanlage südlich der Roederstraße. Sie beginnt nördlich an der Landsberger Allee, quert die Karl-Lade-Straße und führt zur Storkower Straße. An dieser Einmündung stehen das Gustavo-Haus (Bild hinten rechts) und das Einkaufszentrum ‚Storkower Bogen‘ (Bild hinten links).Georg-Lehnig-Straße () 140 Georg Lehnig (1907–1945), Widerstandskämpferstyle="text-align:right;" 140px|rechtsDie Straße ist eine winklig geführte Sackgasse mit einem Neubaublock, Querstraße von der Erich-Kuttner-Straße. Mit der Max-Brunnow-Straße ist sie mittels eines Fußwegs verbunden.Gustav-Zahnke-Straße () 140 Gustav Zahnke (1908–1930), Widerstandskämpferstyle="text-align:right;" 140px|rechts|Gustav-Zahnke-Straße Die Straße ist eine winklig geführte Sackgasse mit einem Neubaublock, Querstraße von der Erich-Kuttner-Straße. Mit der Max-Brunnow-Straße ist sie mittels eines Fußwegs verbunden.Herbert-Tschäpe-Straße () 600 Herbert Tschäpe (1913–1944), Widerstandskämpferstyle="text-align:right;" 140px|rechts|Herbert-Tschäpe-Straße Diese innergebietliche Erschließungsstraße windet sich zwischen Hohenschönhauser Straße und Landsberger Allee in vier Abschnitten um die lockere Wohnbebauung herum.Herzbergstraße () 420(im Ortsteil) Herzberg, östlich der Straße.Der „Herz-Berg“ liegt zwischen Weiße Taube und der Irrenanstalt Herzberge (Evangel. Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge): Stadtplan Berlin 1907style="text-align:right;" 140px|rechts Der westliche Teil der Herzbergstraße zwischen Roederplatz und Vulkanstraße gehört zum Ortsteil Fennpfuhl, dazu gehören die Grundstücke 1–10. Die Wohnhäuser an der Südseite (30 Meter vom Gehwegrand) liegen in zwei Wohnblöcken 1–6 und 7–10 getrennt durch die Paul-Zobel-Straße. An der Nordseite steht der Wohnblock auf den Grundstücken 149–155, es folgt neben der Bernhard-Bästlein-Straße der Parkplatz der Kaufhalle und eine gestaltete Grünfläche als Roederplatz. Den Endpunkt der Straße im Nordwesten markiert das Flachgebäude auf Grundstück 160. Die östlichen Grundstücke einschließlich der Kreuzung Vulkanstraße liegen in (Alt-)Lichtenberg. Durch die Straße fährt die Straßenbahn.Hohenschönhauser Straße