Basisdaten Preußische Provinz Hessen-Nassau Regierungsbezirk Wiesbaden Kreisstadt Höchst am Main Bestandszeitraum 1886–1928 Fläche 143,5 km² Einwohner 86.129 (1925) Bevölkerungsdichte 600 Ew./km² (1925) Gemeinden 21 (1886)18 (1928) Karte (1905) Landkreis Höchst 250px|mini|Das ehemalige Landratsamt in Frankfurt-Höchst Der Kreis Höchst am Main war ein Landkreis im Regierungsbezirk Wiesbaden der preußischen Provinz Hessen-Nassau, zwischen der Stadt Frankfurt am Main im Osten und dem Landkreis Wiesbaden im Westen gelegen. Kreisstadt war Höchst am Main.

Geschichte Der Kreis Höchst wurde am 1. April 1886 im Zuge einer Gebietsreform in der Provinz Hessen-Nassau aus den Gemeinden des alten Amtes Höchst (außer der Gemeinde Heddernheim) sowie den Gemeinden Langenhain, Lorsbach und Marxheim des alten Amtes Hochheim gebildet.Kreisordnung für Provinz Hessen-Nassau vom 7. Juni 1885, Anlage A, II, Nr. 15 (Gesetzsammlung für die Königlichen Preußischen Staaten, Nr. 25/1885, S. 237)Kreisordnung für die Provinz Hessen-Nassau 1885 (Digitalisat) Das Kreisgebiet hatte bis dahin den östlichen Teil des 1867 gegründeten Mainkreises gebildet.

Am 1. Juli 1917 wurden die Gemeinden Sindlingen, Unterliederbach und Zeilsheim in die Stadt Höchst am Main eingegliedert.

Der Kreis Höchst wurde am 1. April 1928 aufgelöst. Die Stadt Höchst am Main sowie die Gemeinden Griesheim, Nied, Schwanheim und Sossenheim wurden dabei in die kreisfreie Stadt Frankfurt am Main eingemeindet. Alle übrigen Gemeinden wurden Bestandteil des neu gegründeten Main-Taunus-Kreises.Preußische Gesetzsammlung. 1928, Nr. 10 (31 März): Gesetz über die Erweiterung des Stadtkreises Frankfurt a. M. und die Neueinteilung von Landkreisen im Regierungsbezirk Wiesbaden vom 29. März 1928 Der Frankfurter Stadtteil Höchst blieb bis 1987 der Verwaltungssitz des Main-Taunus-Kreises.

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner 1900 55.493 1910 76.811 1925 86.129

Landräte mini|Siegelmarke des Landrats des Kreises Höchst Die Landräte des Kreises waren:

1886–1892: August von Trott zu Solz (1855–1938) 1892–1894: Wilhelm von Meister (1863–1935) 1894–1900: Otto von Steinmeister (1860–1937) 1900–1910: Heinrich von Achenbach (1863–1933) 1910–1920: Robert Klauser (1867–1951) 1921–1926: Josef Zimmermann (1871–1929) 1926–1928: Wilhelm Apel (1873–1960)

Gemeinden Zum Kreis Höchst gehörten ursprünglich 21 Städte und Gemeinden, von denen acht zu Stadtteilen von Frankfurt am Main wurden und 13 Kommunen dem insgesamt 45 Städte und Gemeinden umfassenden Main-Taunus-Kreis zugeordnet wurden. Nachfolgend sind die Städte und Gemeinden des Landkreises aufgeführt:

frühere Gemeinde heutige Gemeinde heutiger KreisEschbornEschbornMain-Taunus-KreisGriesheimFrankfurt am MainFrankfurt am MainHattersheimHattersheim am MainMain-Taunus-KreisHöchst am Main, StadtFrankfurt am MainFrankfurt am MainHofheim am TaunusHofheim am TaunusMain-Taunus-KreisKriftelKriftelMain-Taunus-KreisLangenhainHofheim am TaunusMain-Taunus-KreisLorsbachHofheim am TaunusMain-Taunus-KreisMarxheimHofheim am TaunusMain-Taunus-KreisMünsterKelkheimMain-Taunus-KreisNiedFrankfurt am MainFrankfurt am MainNiederhofheimLiederbach am TaunusMain-Taunus-KreisOberliederbachLiederbach am TaunusMain-Taunus-KreisOkriftelHattersheim am MainMain-Taunus-KreisSchwanheimFrankfurt am MainFrankfurt am MainSindlingen (1917 zu Höchst)Frankfurt am MainFrankfurt am MainSoden am TaunusBad Soden am TaunusMain-Taunus-KreisSossenheimFrankfurt am MainFrankfurt am MainSulzbachSulzbachMain-Taunus-KreisUnterliederbach (1917 zu Höchst)Frankfurt am MainFrankfurt am MainZeilsheim (1917 zu Höchst)Frankfurt am MainFrankfurt am Main

Weblinks Landkreis Höchst Verwaltungsgeschichte und die Landräte auf der Website territorial.de (Rolf Jehke), Stand 14. April 2014.

Einzelnachweise

Hochst Kategorie:Taunus Kategorie:Frankfurt am Main im 19. Jahrhundert Kategorie:Frankfurt am Main im 20. Jahrhundert Kategorie:Frankfurt-Höchst Kategorie:Geschichte (Rhein-Main) Kategorie:Geschichte (Main-Taunus-Kreis) Kategorie:Verwaltungseinheitsgründung 1886 Kategorie:Aufgelöst 1928