Carbinole 150px|Allgemeine Struktur der Carbinole Allgemeine Struktur eines Carbinols, wobei R, R1 und R2 sowohl H, Aliphaten, Aromaten oder andere Reste sein können.

Carbinole (auch Karbinole) ist eine veraltete Bezeichnung für meist sekundäre oder tertiäre, seltener primäre Alkohole, die als Derivate des Methanols (alte Bezeichnung Carbinol) aufgefasst werden. Der Name setzt sich dabei aus den Substituenten am zentralen Kohlenstoffatom und der Gruppenbezeichnung -Carbinol zusammen. Der Name Carbinol wurde 1864 von Hermann Kolbe vorgeschlagen.Annalen der Chemie, Bd. 132, S. 102, 1864 Kolbe bezeichnete die nicht frei existierende Methylgruppe CH3- als Carbin. Um nicht das „unbequem lange Wort Carbinoxyhydrat“ verwenden zu müssen, führte er den Begriff Carbinol ein. Diese Bezeichnung entspricht seit 1957 nicht mehr den Nomenklaturregeln der IUPAC.Competition Science Vision, Jg. 3, Nr. 25, März 2000

Beispiele Name Carbinol Struktur Bedeutung/Verwendung Fenipentol Phenyl-butyl-carbinol 150px|Struktur von Phenyl-butyl-carbinol = Fenipentol Arzneistoff (Choleretikum) p-Tolylmethylcarbinol 4-Tolyl-methyl-carbinol 150px|Struktur von p-Tolyl-methyl-carbinol Fenarimol 2-Chlorphenyl-5-pyrimidyl-4-chlorphenyl-carbinol 150px|Struktur von 2-Chlorphenyl-5-pyrimidyl-4-Chlorphenyl-carbinol = Fenarimol Fungizid Furfurylalkohol α-Furfuryl-carbinol1-Furfuryl-carbinol 100px|Struktur des Furfurylalkohols Lösungsmittel, Holzmodifikation Indol-3-carbinol 3-Indyl-carbinol 150px|Struktur von Indol-3-carbinol = 1H-Indol-3-ylmethanol Möglicher Arzneistoff(Anti-Karzinogen)

Einzelnachweise

Kategorie:Stoffgruppe Carbinole