mini|Schloss Alt Warthau, zwischen 1857 und 1883. mini|Schloss in Tomaszów Bolesławiecki, 2010. Die Gmina Warta Bolesławiecka ist eine Landgemeinde im Powiat Bolesławiecki der Woiwodschaft Niederschlesien im südwestlichen Teil Polens. Ihr Sitz ist das gleichnamige Dorf (deutsch: Alt Warthau) mit etwa 1026 Einwohnern.
Geschichte Erstmals erwähnt wurde Alt Warthau in einer Urkunde aus dem Jahr 1217 mit einem Wirtshaus, das als „Warte“ bezeichnet wurde. Auf dem Gebiet der Gemeinde befinden sich Ruinen der „Sternenburg“ aus dem zwölften Jahrhundert. Für das Jahr 1327 ist eine Kirche belegt, und es bestand eine bis heute betriebene Mühle mit Anfängen aus dem Jahr 1591.
Zwei Kilometer von Warta Bolesławiecka liegt das Dorf Wartowice, welches Ursprünge aus dem Jahr 1346 hat. Die Gründung dieses Dorfes ist nahe mit den dortigen Steinbrüchen verbunden. Der dort gewonnene Sandstein wurde in vielen Gebäuden verbaut.
Das Dorf Raciborowice wurde erstmals 1268 urkundlich als Hartmanni Villa erwähnt. In dem Dorf ist die St.-Michaels-Kirche aus dem 13. Jahrhundert zu verorten.
Im Mittelalter verlief durch die Gebiete der heutigen Gemeinde die „Königsstraße“, die von Spanien bis nach Russland führte. Auf dem Weg entstand im 13. Jahrhundert die Siedlung Thomaswald(au), heute Tomaszów Bolesławiecki. Das Dorf wurde erstmals 1259 erwähnt; das älteste Gebäude ist die St.-Hedwigs-Kirche aus dem 14. Jahrhundert.
Gliederung Die Landgemeinde Warta Bolesławiecka umfasst 11 Dörfer (deutsche Namen amtlich bis 1945) mit einem Schulzenamt:
Iwiny (Mittlau) Iwiny-Osiedle (Ober Mittlau) Jurków (Georgenthal) Lubków (Liebichau) Raciborowice Dolne (Nieder Groß Hartmannsdorf) Raciborowice Górne (Ober Groß Hartmannsdorf) Szczytnica (Martinwaldau) Tomaszów Bolesławiecki (Thomaswaldau) Warta Bolesławiecka (Alt Warthau) Wartowice Wilczy Las (Wolfshayn)
Politik Gemeindevorsteher An der Spitze der Verwaltung steht der Gemeindevorsteher. Seit 2002 ist dies Mirosław Kazimierz Haniszewski. Die turnusmäßige Wahl im April 2024 brachte folgendes Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Juni 2026. Mirosław Kazimierz Haniszewski (Wahlkomitee „Unser Mann – Die Zukunft ist gewiss“) 50,1 % der Stimmen Aleksander Wis (Wahlkomitee „Projekt Warta 2024“) 32,7 % der Stimmen Michał Warchoł (Wahlkomitee „Gemeinsam für die Bewohner“) 17,2 % der Stimmen
Damit wurde Amtsinhaber Haniszewski erneut bereits im ersten Wahlgang als Gemeindevorsteher wiedergewählt. Er lag dabei allerdings lediglich vier Stimmen vor der Summe beider Gegenkandidaten.
Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 brachte folgendes Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Juni 2026. Mirosław Kazimierz Haniszewski (Wahlkomitee „Unser Mann – Die Zukunft ist gewiss“) 68,5 % der Stimmen Aleksander Wis (Wahlkomitee „Projekt Warta 2023“) 31,5 % der Stimmen
Damit wurde Amtsinhaber Haniszewski bereits im ersten Wahlgang als Gemeindevorsteher wiedergewählt.
Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und wird von der Bevölkerung in Einzelwahlkreisen gewählt. Die Gemeinderatswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Juni 2026. Wahlkomitee „Unser Mann – Die Zukunft ist gewiss“ 32,3 % der Stimmen, 5 Sitze Wahlkomitee „Gemeinsam für die Bewohner“ 28,6 % der Stimmen, 5 Sitze Wahlkomitee „Projekt Warta 2024“ 20,3 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Ein guter Weg ist ein gemeinsamer Weg“ 4,7 % der Stimmen, 1 Sitz Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 4,0 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee Jarosław Pokładek 2,4 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee Przemysław Forma 1,8 % der Stimmen, 1 Sitz Übrige 5,9 % der Stimmen, kein Sitz
Die Gemeinderatswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 11. Juni 2026. Wahlkomitee „Unser Mann – Die Zukunft ist gewiss“ 51,2 % der Stimmen, 10 Sitze Wahlkomitee „Projekt Warta 2023“ 19,1 % der Stimmen, 1 Sitz Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 8,3 % der Stimmen, 2 Sitze Wahlkomitee „Gemeinde – Unser Wohl“ 6,2 % der Stimmen, 1 Sitz Polskie Stronnictwo Ludowe (PSL) 5,2 % der Stimmen, 1 Sitz Übrige 10,0 % der Stimmen, kein Sitz
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