mini|hochkant=.65|Partnership for Peace auf einer Briefmarke von Moldau Die Partnerschaft für den Frieden (; PfP) ist eine im Januar 1994 ins Leben gerufene Verbindung zur militärischen Zusammenarbeit zwischen der NATO und 18 europäischen sowie asiatischen Staaten, die keine NATO-Mitglieder sind. Sie wurde ins Leben gerufen, um die Stabilität und Sicherheit im euro-atlantischen Raum zu erhöhen.

Das Ausmaß der Zusammenarbeit kann von jedem teilnehmenden Staat selbst bestimmt werden. Darunter sind Staaten mit selbstgewählter Neutralität (z. B. die Schweiz, vgl. Schweizerische Neutralität bzw. Beziehungen zwischen der NATO und der Schweiz) oder die (historisch) zur Neutralität verpflichtet sind (z. B. Österreich, vgl. Österreichische Neutralität). Meist handelt es sich dabei um gemeinsame Manöver und Bedachtnahme auf NATO-Standards bei der Beschaffung neuen militärischen Geräts. Die Teilnahme an friedenserhaltenden und friedensschaffenden Missionen der NATO ist über die PfP ebenfalls möglich. Vorgesehen ist auch die Konsultation der NATO bei Bedrohung eines Unterzeichnerstaats von außen. Die PfP ist jedoch explizit kein Verteidigungsbündnis; die Beistandspflicht bleibt NATO-Mitgliedern vorbehalten.

Koordiniert wird die Zusammenarbeit zwischen NATO und den Partnerstaaten seit 1997 im Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat (EAPR), zuvor Nordatlantischer Kooperationsrat (NAKR).

Vom 8. bis zum 13. September 1996 fand zum ersten Mal in Deutschland auf dem Truppenübungsplatz Munster mit „Cooperative Lantern 96“ eine Stabsrahmenübung des NATO-Programms Partnerschaft für den Frieden mit multinationaler Beteiligung aus 18 Staaten statt.

Unterzeichnerstaaten 300px|mini| mini|hochkant=.65|Wörner und Snegur bei der Unterzeichnung des PfP am 16. März 1994 (auf einer Briefmarke von Moldau)

Zu den Staaten, die das Rahmendokument unterzeichnet haben, gehören die ehemaligen Sowjetrepubliken Armenien, Aserbaidschan, Belarus (Mitgliedschaft suspendiert 2021) , Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Moldau, Russland (unterzeichnet 2004, ratifiziert von der Duma im Mai 2007 und begleitet von der 1994 bis 1997 verhandelten NATO-Russland-Grundakte, Mitgliedschaft suspendiert 2014), Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine und Usbekistan, die ehemaligen jugoslawischen Republiken Bosnien und Herzegowina und Serbien, die Schweiz, die EU-Staaten Irland, Malta und Österreich.

16 frühere Unterzeichnerstaaten sind bereits der NATO beigetreten: Albanien: 1. April 2009 Bulgarien: 29. März 2004 Estland: 29. März 2004 Finnland: 4. April 2023 Kroatien: 1. April 2009 Lettland: 29. März 2004 Litauen: 29. März 2004 Montenegro: 5. Juni 2017 Nordmazedonien: 27. März 2020 Polen: 12. März 1999 Rumänien: 29. März 2004 Schweden: 7. März 2024 Slowakei: 29. März 2004 Slowenien: 29. März 2004 Tschechien: 12. März 1999 Ungarn: 12. März 1999

Weblinks

Homepage der PfP (englisch) Interdepartementales Büro PfP Schweiz Österreichisches Bundeskanzleramt

Einzelnachweise

Kategorie:Konzept (NATO) Kategorie:Frieden Kategorie:Gegründet 1994