mini|Heinrich Ulmann Heinrich Ephraim Ulmann (* 24. Februar 1841 in Weimar; † 17. November 1931 in Darmstadt) war ein deutscher Historiker.
Leben und Wirken Heinrich Ulmann, Sohn des Weimarer Arztes Claudius Ulmann und Enkel des Bankiers Ephraim Ulmann, war ein Schüler von Georg Waitz. Während seines Studiums wurde er 1860 Mitglied der Burschenschaft Germania Jena.Ernst Elsheimer (Hrsg.): Verzeichnis der Alten Burschenschafter nach dem Stande vom Wintersemester 1927/28. Frankfurt am Main 1928, S. 535. Ulmann legte 1867 die Habilitation ab und lehrte von 1870 bis 1874 als Professor für allgemeine Geschichte an der Universität Dorpat. Ab 1874 lehrte Ulmann als ordentlicher Professor der Geschichte an der Universität Greifswald. Er beschäftigte sich mit dem Zeitalter Maximilians I., aber auch mit dem 19. Jahrhundertz. B. Heinrich Ulmann: Über die Memoiren des Fürsten Adam Czartoryski (= Wissenschaftliche Beilage zum Vorlesungsverzeichnis der Universität Greifswald. Michaelis 1898, ). s. n., Greifswald 1898, (Digitalisat in der Digitalen Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern).. Seit 1884 war er korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Nach seiner Emeritierung zog er 1913 mit der Familie nach Darmstadt, wo er die Herausgabe der Denkwürdigkeiten des Politikers Karl du Thil übernahm.
Er heiratete Sophie Henle, eine Tochter Jacob Henles. Diese war als Christin aufgezogen worden, während er jüdischer Abstammung war. Aus der Ehe gingen drei Töchter hervor. Ihre Tochter Marie war die erste Frau des Mediziners Werner Kümmel und die Mutter des Theologen Werner Georg Kümmel. Eine weitere Tochter, Gertrud Ulmann, wurde Malerin und starb im KZ Theresienstadt.Claus K. Netuschil: Gertrud Ulmann. In: Claus K. Netuschil (Hrsg.): Der weibliche Blick: vergessene und verschollene Künstlerinnen in Darmstadt 1880 – 1930. Kunst-Archiv Darmstadt, Darmstadt 2013, S. 186.
Schriften (Auswahl) Kaiser Maximilian I. Auf urkundlicher Grundlage dargestellt. 2 Bände. Stuttgart 1884–1891. Geschichte der Befreiungskriege 1813 und 1814. 2 Bände. R. Oldenbourg, München/Berlin 1914–1915.
Literatur Eva Schmidt: Die Familie Ulmann. In: Jüdische Familien im Weimar der Klassik und Nachklassik. In memoriam Dr. Else Behrend-Rosenfeld. (Weimarer Schriften, Heft 48, 1993.) Weimar 1993. ISBN 3-910053-24-6. S. 87–91.
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