Tine, bis November 2021 Tine 2.0, ist eine freie Kollaborationssoftware. Sie ist hauptsächlich unter Version 3 der GNU Affero General Public License (AGPL) veröffentlicht und wird von der Firma Metaways Infosystems GmbH aktiv weiterentwickelt und angeboten.

Tine ist plattformunabhängig und als serviceorientierte Architektur (SOA) implementiert. Sie besteht hauptsächlich aus folgenden Teilen: Die Server-Komponente, diese fungiert als Datenquelle und wurde in PHP implementiert. Zur Speicherung der Daten setzt sie auf MySQL oder MariaDB. Die Client-Komponente, diese ist die grafische Benutzeroberfläche (GUI) zur Interaktion mit dem Nutzer. Sie ist in JavaScript geschrieben und wird im Webbrowser des Nutzers dargestellt.

Weiterhin besteht Tine aus diversen Programmierschnittstellen (API), welche auf Ext JS und Zend Framework aufsetzen.

Geschichte Die Entwicklung von Tine begann unter dem Namen Tine 2.0 mit diversen Problemen im EGroupware-Projekt. Erste Diskussionen wurden im März 2007 geführt, Erstes Posting zum Thema eGroupWare 2.0 auf der eGroupWare Entwicklerliste worin einige Entwickler die Qualität und Umsetzung von eGroupWare verbessern wollten. Diese Diskussion wurde unter dem Stichwort eGroupWare 2.0 geführt. Im Juli 2007 wurden erste Designstudien veröffentlicht, Erste Designstudie für eGroupWare 2.0 worin eine neue Benutzerschnittstelle geschaffen werden sollte. Ende November 2007 hatten zwei von Metaways bezahlte Programmierer binnen zwei Monaten MySQL angebunden, Access Control Lists und eine neue Oberfläche implementiert, sowie eine Demo online gebracht. Die Idee hinter der Diskussion war zu dieser Zeit noch, die Codebasis von eGroupWare zu verbessern. Nicht alle Entwickler akzeptierten die vorgeschlagenen Änderungen. Das Hauptproblem bestand in der Kompatibilität zu vorherigen Versionen.

Nachdem das Namensproblem gelöst war, zog Tine 2.0 in das eGroupWare SVN Repository ein.SVN access for Tine 2.0 developer. Zu diesem Zeitpunkt bestand das Hauptziel noch darin, neue Technologien für neue eGroupWare-Versionen auszuprobieren.

Da die vorgeschlagenen Änderungen aber nicht im eGroupWare-Projekt aufgenommen wurden, spaltete sich Tine 2.0 vom eGroupWare-Projekt ab.

Die zwei Hauptentwickler von Tine 2.0 entschieden sich, Tine 2.0 als eigenständiges Projekt weiterzuführen. Tine 2.0 hat eine komplett neu entwickelte Codebasis, basiert aber auf den Erfahrungen aus dem eGroupWare-Projekt. Der Name Tine 2.0 ist eine Abkürzung für This is not eGroupWare (Dies ist nicht eGroupWare).Status update of the Tine 2.0 effort. Erklärung des Namens Tine 2.0. Damit soll symbolisiert werden, dass Tine 2.0 keine Abspaltung von eGroupWare ist, sondern eine eigenständige Neuentwicklung.

Seit 2016 wurde mit der Version 2016.11 die Business-Edition, die auf der parallel dazu entwickelten Community-Edition basiert, etabliert. Sie orientiert sich an der vom Markt geforderten Stabilität, wohingegen die Community-Edition neue Funktionen in den Mittelpunkt stellt.Community Edition vs. Business Edition. Forumseintrag einer der Entwickler von Tine 2.0.

Tine 2.0 wurde in drei Varianten angeboten: Tine 2.0 Community-Edition (freie Software) Tine 2.0 Business-Edition Tine 2.0 Individual Entwicklung, die auf die Tine 2.0 Business-Edition aufbaut.Tine 2.0 Editionen. Auf Tine20.com, abgerufen am 6. September 2020.

Ab Version 2023.11 gibt es nur noch die Business Edition. Diese erlaubt ohne einen kostenpflichtigen Lizenzschlüssel allerdings nur das Anlegen von bis zu 5 Nutzerkonten.

Preise Im Jahr 2008 war Tine 2.0 Finalist im SourceForge Community Choice Awards in der Kategorie bestes neues Projekt. Im Jahr 2009 war Tine 2.0 Finalist bei der „Les Trophées du Libre“ in der Kategorie „Professional“.

Hauptmerkmale Kalender IMAP-Webmail-Client Adressbuch CRM Aufgabenverwaltung Zeitverwaltung Synchronisation mit mobilen Geräten VoiP-Integration Provisioning von Snom-VoiP-Telefonen Klassenverwaltung für Schulen Dateimanager mit WebDAV-Schnittstelle Umfangreiche CardDAV- und CalDAV-Unterstützung Personalverwaltung Inventarisierung DSGVO-Modul Integration für ClamAV

Literatur Kai-Uwe Kroll, Lars Kneschke: Tine 2.0 Benutzerhandbuch 1. Auflage. epubli.de, 2016, ISBN 978-3-7375-7938-4

Weblinks Quellcode bei Github.com Pro-Linux-Infoseite Golem News über die aktuelle Veröffentlichung

Einzelnachweise

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