mini|Gaismannshof, Blick vom Süden nach Norden|300px Gaismannshof ist ein Stadtteil in der Weststadt von Nürnberg.
Lage Gaismannshof erstreckt sich als statistischer Bezirk 62 vom Frankenschnellweg im Norden bis zur Rothenburger Straße im Süden und von der Ringbahn im Westen bis zur Von-der-Tann-Straße im Osten.Gaismannshof im BayernAtlasStadtplandienst der Stadt Nürnberg, abgerufen am 24. Januar 2010.
Geschichte Der Weiler wurde im 15./16. Jahrhundert „Geuschmidshof“ erstmals urkundlich erwähnt. Er wurde wahrscheinlich nach der Nürnberger Ratsfamilie Geuschmied benannt.W. Fischer-Pache: Gaismannshof, S. 320f.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Gaismannshof 6 Anwesen. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Nürnberg aus, was aber vom brandenburg-ansbachischen Oberamt Cadolzburg bestritten wurde. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Landpflegamt Nürnberg. Grundherren waren das Waldamt Laurenzi der Reichsstadt Nürnberg (1 Gut), die Nürnberger Eigenherren von Löffelholz (1 Hof), von Oelhafen (2 Halbhöfe, 1 Gut), von Zeltner (1 Hof) und der Vacher Bürger Hofmann (1 Gut).H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 116. 1800 gab es im Ort weiterhin 6 Anwesen.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 292.
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Gaismannshof dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Höfen und der im selben Jahr gegründeten Ruralgemeinde Höfen zugeordnet. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstand ein Anwesen von 1820 bis 1848 dem Patrimonialgericht Buchschwabach, ein weiteres Anwesen von 1825 bis 1835 dem Patrimonialgericht Gibitzenhof.H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 240.
Als Teil der Gemeinde Höfen kam Gaismannshof am 1. Januar 1899 zu Nürnberg.
Seit 1959 ist Gaismannshof der Standort des Nürnberger Großmarktes.
Baudenkmäler Lehrberger Str. 72: Eingeschossiges Bauernhaus des 18./19. Jahrhunderts mit dreigeschossigem Giebel; etwa gleichzeitige Fachwerkscheune und Backofen. Erneuert.G. P. Fehring u. a.: Die Stadt Nürnberg, S. 291. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Lehrberger Str. 75: Wohnstallhaus Lehrberger Str. 80, 82: Hofanlage
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900Einwohner 48 56 50 77 88 55 HäuserEs werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser, 1871 bis 1900 als Wohngebäude. 8 8 10 10 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Michael (Fürth) gepfarrt, aktuell ist die Pfarrei Erlöserkirche (Leyh) zuständig. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Zu den Heiligen Schutzengeln (Nürnberg) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Stadtteil von Nürnberg Kategorie:Statistischer Bezirk von Nürnberg