hochkant=1.5|Burghofbühne im Mai 2009: Aufbauarbeiten zu Shakespeares „Sommernachtstraum“|mini Die Friesacher Burghofspiele sind ein Theaterverein mit Sitz in Friesach in Kärnten.
Chronik Im Jahr 1949 beschlossen Mitglieder des Friesacher Männergesangsvereins, nach einer gelungenen Goethe-Feier mit Szenen aus Faust, dass der Oberhof des Friesacher Petersberges eine geeignete Spielstätte für Freilichtaufführungen wäre. Die Vereinsgründung erfolgte 1953. Von 1950 bis 1971 war der Architekt Hannes Sandler (seit 1968 auch Prof.hc) als Regisseur, Bühnenbildner und Hauptdarsteller der Motor dieser Unternehmung. Nachdem Hannes Sandler aus gesundheitlichen Gründen eine Spielpause einlegen musste, bedeutete dies auch das Ende der sogenannten Alten Burghofspiele auf dem Petersberg.
Von 1972 bis 1974 wurde nicht gespielt. In den Jahren 1975 bis 1977 wurden von der Stadtgemeinde Friesach, die als Veranstalter auftrat, die Theatertradition wiederbelebt, indem Studenten des Max-Reinhardt-Seminar aus Wien beauftragt wurden unter dem Titel Friesacher Sommerspiele die Theatersommer zu gestalten. Nun allerdings nicht mehr am Petersberg, sondern auf der Freilichtanlage im Innenhof des Dominikanerkonvents (sog. Dominikanerhof).
1978 formierte sich wieder eine Spielgemeinschaft aus Friesacher Laien, die bis 1987 als Friesacher Sommerspiele (mit der Stadtgemeinde Friesach als Veranstalter) die Aufführungen selbst bestritt. Seit 1988 tritt wieder der Verein Friesacher Burghofspiele als Veranstalter auf.
Zu den allsommerlichen Freilichtproduktionen kamen 1982 die Friesacher Märchensonntage, 1988 das Friesacher Weihnachtsspiel sowie 2002 der Friesacher Theaterherbst.
1992 wurde die revitalisierte Burghofbühne am Petersberg wieder in Betrieb genommen.
Spielbetrieb auf der Freilichtbühne ist von Ende Juni bis Mitte August. Spielbetrieb der Märchensonntage im Stadtsaal ist sonntags von Anfang Juli bis Mitte August. Spielbetrieb des Theaterherbst im Stadtsaal ist im Oktober. Spielbetrieb des Weihnachtsspiels im Stadtsaal ist Mitte Dezember.
Besonderheiten 1965 – Österreichische Erstaufführung von Brechts Herr Puntila und sein Knecht Matti 1967 – Aufzeichnung der Inszenierung Der eingebildete Kranke durch die Thalia-Film Ges.m.b.H – Wien 1976 – Im Rahmen der Aufführungen des Max-Reinhardt-Seminar gab der bekannte Pantomime Samy Molcho sein Regie-Debüt mit Goldonis Diener zweier Herren. Die Hauptrolle des Truffaldino verkörperte der Oscar-Preisträger Christoph Waltz 1980 – Fritz Hochwälder besucht eine Vorstellung seines Werks Meier Helmbrecht und setzt sich daraufhin für eine ORF-Aufzeichnung ein. 1981 – Aufzeichnung (Erstsendung: 12. August 1981) von Hochwälders Meier Helmbrecht durch den ORF
Mehrere Österreichische Erstaufführungen von diversen Neuübersetzungen wie: Monsieur Chasse und Der Herr aus der Provinz (beide Übersetzungen von Hans Weigel) u. a.
Bis 1971 war Hannes Sandler in der Österreich-Ausgabe des Who is who vertreten.
Hannes Sandler wurde 1968 als Gast im Stadttheater Klagenfurt in der Rolle des Dorfrichter Adam (Der zerbrochene Krug) engagiert.
Für Verdienste um das Kulturleben der Republik Österreich wurde Hannes Sandler 1968 der Ehrentitel Professor h. c. zuerkannt.
Mehrere langjährige Darsteller der Burghofspiele wurden für ihre Verdienste um das Kulturleben mit dem Goldenen und Silbernen Ehrenzeichen der Republik geehrt. (Zuletzt 2009: Valentin Pagitz, Ehrenzeichen in Gold)
Regisseure und Regisseurinnen
Produktionen
Weblinks Homepage der Friesacher Burghofspiele
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