Münster ist eine Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Gerichtsbezirk Rattenberg, Bezirk Kufstein in Tirol (Österreich).
Geografie mini|Zireiner See vor der Ostwand der Rofanspitze Münster liegt im unteren Inntal und wird im Süden vom Inn begrenzt, nur im Südosten reicht das Gemeindegebiet über den Fluss. Von dem in 520 Meter Seehöhe liegenden Ufer steigt das Land nach Norden auf über 2000 Meter im Rofangebirge an. Die höchsten Gipfel sind Vorderes Sonnwendjoch (2224 m), Roßkopf (2257 m), Rofanspitze (2259 m) und Rofanturm (2150 m). In einer Höhe von 1800 Meter liegt der Zireiner See.
Die Gemeinde hat eine Fläche von 28 Quadratkilometer. Davon werden 16 Prozent landwirtschaftlich genutzt, 44 Prozent sind bewaldet, jeweils 18 Prozent Almen und Hochgebirge.
Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht aus einer einzigen Katastralgemeinde bzw. Ortschaft. Weitere Ortsteile sind: Aichach Asten Bachleiten Dorf Entgasse Frax Gröben Grünsbach Habach Haus Hof Höllenstein Hueb Kronbichl Lindenfeld Oberdorf Zaussach Zoblau Dazu kommen die auf der gegenüberliegenden Innseite die Schlösser Lichtenwerth und Lipperheide.
Nachbargemeinden Umschlossen wird Münster von vier im Bezirk Schwaz liegenden und zwei im Bezirk Kufstein liegenden Nachbargemeinden.
Geschichte Beim Weiler Asten gab es bereits um die Zeitenwende eine Siedlung. Die weitere Besiedlung fand im 6. Jahrhundert von Bayern aus statt. Dabei wurden die Weiler Haus, Münster, Griesbach, Hueb und Hof gegründet. Schon um 600 war Münster eine eigenständige Pfarre. Im folgenden Jahrhundert entstand an der Stelle der heutigen Pfarrkirche ein Kloster. Von dem lateinischen Wort monasterium (Kloster) leitet sich auch der Gemeindename ab.Isabella Fritz-Egg:
Der Ort ist in einer Urkunde von 1257 als Mvonster ersturkundlich genannt.
Bereits in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde die Wasserburg Lichtenwerth am Inn erbaut. Urkundliche Erwähnungen finden sich zwischen 1212 und 1242 über einen „Rudolfus de Liehtenwerde“, der vermutlich ein Dienstmann der Freundsberger war. Im Jahr 1410 belagerten bayrische Truppen mehrere Wochen lang die Burg, konnten sie aber nicht einnehmen. Im Jahr 1468 verkauften die Freundsberger das Anwesen an den Kammermeister des Herzogs Sigismund (der Münzreiche). Im 15. Jahrhundert veränderte der Inn sein Bett und die Burg verlor ihren natürlichen Schutz. In der Zeit 1715 bis 1723 wurden Teile barockisiert, der ursprüngliche große Saal in mehrere Zimmer unterteilt. Im Jahr 1879 erwarben die Freiherren Inama-Sternegg die Burg und bewohnen sie bis heute.
Bevölkerungsentwicklung
Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Burg Lichtenwerth mini|Schloss Neumatzen mini|Pfarrkirche Münster
Burg Lichtenwerth Schloss Neumatzen Katholische Pfarrkirche Münster Unsere Liebe Frau Mariä Himmelfahrt
Wirtschaft und Infrastruktur Die wichtigsten Erwerbsquellen sind der Tourismus und die Landwirtschaft.
Am rechten Innufer sitzen Rieder"s Quellenbetriebe GmbH, ein Abfüllbetrieb für Mineralwasser. Hier wird seit 1973 Mineralwasser der Marke Astoria abgefüllt, es stammt aus der nahebei beim Schloss Matzen artesisch zu Tage tretenden Astoria Quelle.Astoria forum-mineralwasser.at, Forum Natürliches Mineralwasser, Industriellenvereinigung, abgerufen am 19. Mai 2021.
Seit 2011 hat Münster eine Reha-Klinik für Neurologie, Herz-Kreislauf, Lunge und Onkologie.Rehaklinik Münster. Offizielle Webseite
Politik Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 15 Mandataren. Partei202220162010%Mandate%Mandate%MandateTeam Für Münster - Für Bürgermeisterkandidat Thomas Mai (TFM)44,367Zukunft Münster (ZUM)18,91316,262Menschen Freiheit Grundrechte (MFG)16,722Für ein starkes Münster Team Stefan Schrettl (SCHRETTL) 1)11,44215,162Bürger für Münster (BFM)8,57110,37112,832Team Werner Entner49,009FPÖ – Die Tiroler Freiheitlichen9,2119,551Unabhängige Fortschrittliche Liste Werner Entne38,876Sozialdemokratische und Parteifreie Liste Münster19,383Tiroler Volkspartei Münster19,383 1) Die Partei trat 2016 unter dem Namen „Wir stehen für Münster Team Hubert Schrettl“ an.
Bürgermeister 19??–1992 Johann Praxmarer 1992–2022 Werner Entner seit 2022 Thomas Mai
Wappen und Flagge links|120px Am 11. April 1972 wurde Münster ein Gemeindewappen verliehen. Die Blasonierung lautet: „In einer goldenen Spitze eine Tänzerin mit rotem Obergewand und schwarzem Rock, in den schwarzen Feldern je ein goldener Handschuh.“ Dies soll an den Münsterer Handschuhtanz, einen einzigartigen Tiroler Brauch erinnern; jährlich wurde am Pfingstmontag auf der Tegerwiese um den Preis eines Paares Handschuhe die schönste und beste Tänzerin gewählt. 1556 wurde wegen der allgemeinen politischen und zivilen Umstände das seit alters her gefeierte Tanzfest verboten. Die Farben der Gemeindeflagge sind gelb und schwarz.
Persönlichkeiten Ferdinand Sterzinger, (1721–1786), Theologe Matthäus Nagiller (1815–1874), Komponist und Dirigent Karl Niedrist (1863–1926), Reichsratsabgeordneter; Abgeordneter zum Österreichischen Nationalrat (bis 1926) Johann „Hans“ Fiechtl (1884–1925), Alpinist und Bergführer, Erfinder des Fiechtlhakens Inge Höck (1922–2014), Malerin Manfred Gamper, Skibobfahrer (Weltmeister) Eva-Maria Brem (* 1988), ehemalige Skirennläuferin (Olympiateilnehmerin 2010) Manuel Moser (* 1997), Sportschütze (Weltmeister 2014) Patrick Gamper (* 1997), Radrennfahrer
Ehrenbürger
Literatur
Weblinks
www.muenster.at – Homepage der Gemeinde
Einzelnachweise
Kategorie:Ort am Inn