Kitty, Daisy & Lewis ist eine dreiköpfige britische Band bestehend aus den Geschwistern Kitty, Daisy und Lewis Durham. Ihre Musik ist inspiriert von R’n’B, Swing, Blues, Country und Rock’n’Roll der 1940er- und 1950er-Jahre. Alle drei Geschwister sind Multiinstrumentalisten und spielen u. a. Schlagzeug, Gitarre, Ukulele, Kontrabass, Klavier, Posaune, Akkordeon oder auch Mundharmonika.
Geschichte Beeinflusst vom Musikgeschmack ihrer Eltern Ingrid Weiss (Ex-Schlagzeugerin bei The Raincoats) und Graeme Durham musizierte die gesamte Familie im eigenen Haus im Londoner Stadtteil Kentish Town. 2002 kam es zu ersten gemeinsamen Auftritten in örtlichen Clubs. Kitty, Daisy & Lewis waren zu diesem Zeitpunkt noch Teenager. Auf der Bühne begleitete das Trio ihre Mutter Ingrid Weiss am Kontrabass und ihr Vater Graeme Durham an der Gitarre, während Kitty, Daisy & Lewis sich an den anderen Instrumenten und auch am Mikrofon abwechselten.
2005 und 2006 wurden die ersten Singles auf dem kleinen Label „Sunday Best“ veröffentlicht: Honolulu Rock and Roll und Mean Son of a Gun. Die Singles wurden im eigenen Heimstudio produziert. Als Aufnahmeequipment wurden ausschließlich Geräte aus den 1940er und 1950er Jahren verwendet. Die Vinyl-Single-Master wurden von Lewis Durham gefertigt.
Es folgten nationale und später auch internationale Auftritte u. a. mit Razorlight, The Pipettes, Mika, Coldplay oder The Concretes. 2006 spielten sie auf dem Bestival und im Anschluss zweimal auf dem Glastonbury Festival.
2007 erschien der Sampler A-Z of Kitty, Daisy & Lewis: The Roots of Rock’n’Roll, der von der Band zusammengestellte Musik enthält und von den Kritikern bereits sehr positiv aufgenommen wurde.Review auf laut.de 2008 erschien das erste, selbstbetitelte Album Kitty, Daisy & Lewis, das ähnlich positiv aufgenommen wurde. Wie schon die ersten Singles wurde das Album mit historischer Technik aufgenommen.The Times. 26. Juli 2008.Review auf laut.de
mini|hochkant|Lewis beim Traumzeit-Festival 2014 mini|Daisy (Schellenring) und Kitty (Gitarre) beim Traumzeit-Festival 2014
Das zweite Studioalbum Smoking in Heaven erschien im Frühjahr 2011. Anders als der Vorgänger enthielt es ausschließlich Eigenkompositionen. Die Frankfurter Rundschau konstatierte in einer Rezension auch dem Zweitling eine unverwechselbare Retro-Note und befand, dass die Präsentation eigener Stücke „tatsächlich kaum einen hörbaren Unterschied verursacht“., Thomas Winkler in Frankfurter Rundschau, 26. Mai 2011
2012 arbeiteten Kitty, Daisy & Lewis mit der deutschen Country-Rock Band The BossHoss zusammen an dem Song Run Run Run. Der Song wurde auf dem Album Liberty of Action (Black Edition) von The BossHoss veröffentlicht.
Ihr Anfang 2015 veröffentlichtes drittes Studioalbum heißt schlicht The Third. Der Kritiker des Standards hält die zwölf Stücke für sehr formatradiotauglich.Kitty, Daisy & Lewis: Die Frisur hält, das Ansehen fällt, Rezension von Karl Fluch in Der Standard vom 3. Februar 2015, abgerufen am 3. Februar 2025. Das vierte Album Superscope wurde im Herbst 2017 veröffentlicht.
Diskografie
Alben 2008: Kitty, Daisy & Lewis 2011: Smoking in Heaven 2015: The Third 2017: Superscope
Kompilationen 2007: A-Z of Kitty, Daisy & Lewis: The Roots of Rock’n’Roll
Singles 2005: Honolulu Rock and Roll 2006: Mean Son of a Gun 2008: Going Up the Country 2008: (Baby) Hold Me Tight 2011: I’m So Sorry / I’m Going Back 2011: Messing with My Life 2011: Don’t Make a Fool out of Me 2014: Baby Bye Bye 2017: Down on My Knees 2017: Black Van
Weblinks
kittydaisyandlewis.com (englisch)
spiegel.de 30. Mai 2011, Christoph Dallach: Die Waltons aus London
Belege
Kategorie:Britische Band Kategorie:Rockabillyband Kategorie:Band (London)