mini|rechts|Prager Bürgerwehrmedaille am Dreiecksband Die Prager Bürgerwehrmedaille wurde am 25. Oktober 1866 durch Kaiser Franz Joseph I. gestiftet und war zur Auszeichnung von Angehörigen der drei Prager Bürgerwehrkorps vorgesehen, die sich während des Deutschen Krieges gegen Preußen und deren Verbündete freiwillig zu den Waffen gemeldet hatten. Das Kontingent bestand aus den Bürgerscharfschützen, der städtischen Garde sowie dem Polizeischarfschützenkorps.

Aussehen Die runde, aus Silber gefertigte Medaille zeigt das nach links gewendete Brustbild des Stifters, der auf dem Kopf einen Lorbeerkranz trägt. Umlaufend findet sich die Inschrift . Im Revers ein unten zusammengebundener Eichenlaubkranz, in dessen Mitte die unterstrichene Jahreszahl zu sehen ist.

Trageweise Getragen wurde die Auszeichnung an einem länglich weiß-rot gestreiften Band – den Farben des Königreiches Böhmen – auf der linken Brustseite.

Verleihungszahlen Insgesamt lassen sich 1.080 Verleihungen dokumentieren.

Siehe auch Liste der österreichischen Orden und Ehrenzeichen

Literatur Johann Stolzer, Christian Steeb: Österreichs Orden vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz 1996, ISBN 3-201-01649-7, S. 254–255. Roman von Procházka: Österreichisches Ordenshandbuch. Graf Klenau OHG, München 1974.

Kategorie:Historische Militärauszeichnung (Österreich) Kategorie:Orden und Ehrenzeichen (Deutscher Krieg) Burgerwehrmedaille Kategorie:Königreich Böhmen Kategorie:Medaille