Der Wahlkreis Rorschach ist eine Verwaltungseinheit des Schweizer Kantons St. Gallen, die nach der neuen St. Galler Kantonsverfassung vom 10. Juni 2001 gebildet wurde. Er besteht seit dem 1. Januar 2003 aus dem früheren Bezirk Rorschach ohne Eggersriet, dafür mit Thal aus dem früheren Bezirk Unterrheintal.

Politik und Wirtschaft mini|links|Gespiegelter Sonnenuntergang über Rorschach. Das Zentrum des Wahlkreises Rorschach bildet die gleichnamige Hafenstadt und trägt die Lasten der Region. Die Wohnungen sind zwar billig, aber der Ausländeranteil liegt bei 48 Prozent und die Sozialhilfequote bei 4,2 Prozent – im gesamten Wahlkreis beträgt sie lediglich 1,9 Prozent. Das Zusammenleben der unterschiedlichen Nationalitäten funktioniert hingegen gut.Michael Genova: Vor den St.Galler Wahlen: Der Hafen der Heimatlosen – der Wahlkreis Rorschach im Porträt. In: St. Galler Tagblatt (online), 3. März 2020

Das Siedlungsgebiet Rorschachs ist mit Goldach, Rorschacherberg und Staad zusammengewachsen und die Stadtgrenze nicht mehr erkennbar. Die Gemeinden arbeiten zusammen. Rorschach hat mit Rorschacherberg eine gemeinsame Feuerwehr und mit Goldach einen Fussballclub. Im Steuerwettbewerb hingegen liegt die Zentrumsgemeinde um bis zu rund 40 Steuerprozenten über den Nachbarorten. Eine Fusion der zusammengewachsenen Gemeinden Goldach, Rorschach und Rorschacherberg scheiterte 2007/08Fritz Bichsel: Neuer Anlauf für Fusion der «Stadt am See». In. St. Galler Tagblatt. (online), 3. April 2013 und 2014 an den Finanzen.Keine Fusion in der Region Rorschach. In. St. Galler Tagblatt. (online), 18. Mai 2014

+Sitzverteilung Wahljahr 2004Protokoll der Erneuerungswahl des Kantonsrates vom 14. März 2004. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 29. März 2004 2008Kantonsratswahl 2008: Wahlkreis Rorschach. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 18. Juni 2019 2012Kantonsratswahl 2012: Wahlkreis Rorschach. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 18. Juni 2019 2016Kantonsratswahl 2016: Wahlkreis Rorschach. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 13. Juni 2019 2020Kantonsratswahl 2020: Wahlkreis Rorschach. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 8. März 2020 2024Kantonsratswahl 2024: Wahlkreis Rorschach. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 10. März 2024 Grüne 1 SP 4 2 2 2 2 2 Die Mitte (bis 2020 CVP) 4 3 3 2 2 2 FDP 3 2 2 3 2 2 SVP 4 3 3 3 3 4 insgesamt 15Bis 2008 hatte das Kantonsparlament 180 statt wie seither 120 Sitze. 10 10 10 10 10 Sitze im Kantonsrat (2024–2028)

Im 19. Jahrhundert profitierte Rorschach von der Entwicklung des Verkehrs und den neu erbauten Bahnlinien nach St. Gallen und Romanshorn. In der Blütezeit um 1910 beschäftigte die Stickereifabrik Feldmühle rund 2700 Angestellte. Das Feldmühle-Areal ist heute eine Industriebrache, auf der ein neuer Stadtkern mit Wohnungen und Gewerbeflächen geplant ist.

2004 waren die Christdemokraten (CVP) im Wahlkreis Rorschach das letzte Mal die stärkste politische Kraft. Sie wurden 2008 von der Schweizerischen Volkspartei (SVP) abgelöst, die diese Position seither behielt. Leicht zulegen konnte von 2008 bis 2016 die FDP, während die Sozialdemokraten (SP) ab 2004 einen Rückgang hinnehmen mussten. Die EVP erreichte seit 2012 einen Stimmenanteil von 3 bis 4 Prozent.Thomas Oegerli: Kantonale Wahlen im Kanton St.Gallen. Kantonsratswahlen 2004 – 2016. In: Statistik aktuell 58, Amt für Statistik des Kantons St. Gallen, Februar 2017 (PDF; 1,0 MB) 2020 gewannen die Grünen erstmals einen Sitz.

Politische Gliederung Der Wahlkreis umfasst folgende Gemeinden:

Wappen Name der Gemeinde Einwohner() Flächein km² Einw.pro km²35px|zentriert|Berg Berg (SG) 35px|zentriert|Goldach Goldach 35px|zentriert|Mörschwil Mörschwil 35px|zentriert|Rorschach Rorschach 35px|zentriert|Rorschacherberg Rorschacherberg 35px|zentriert|Steinach Steinach 35px|zentriert|Thal Thal 35px|zentriert|Tübach Tübach 35px|zentriert|Untereggen Untereggen Total (9)

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Anmerkungen

Einzelnachweise

Rorschach Kategorie:Bezirk des Kantons St. Gallen