Großsportereignisse Commonwealth Games
Vom 3. Oktober bis 14. Oktober wird Indiens Hauptstadt Neu-Delhi die 19. Commonwealth Games ausrichten. Nachdem Neu-Delhi 1951 und 1982 Veranstaltungsort der Asienspiele war, ist es die größte Sportveranstaltung in der Geschichte der Stadt und zudem das erste Mal, dass Indien die Commonwealth Games austrägt. Es finden Wettbewerbe in 17 Sportarten statt. Die Eröffnungsfeier ist im Jawaharlal Nehru Stadium vorgesehen.
Olympische Jugendspiele
Vom 14. bis 26. August finden in Singapur die 1. Olympischen Jugend-Sommerspiele statt. Singapur hatte sich 2008 in eine Abstimmung gegen Mitbewerber Moskau durchgesetzt. Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren. Es wird 184 Entscheidungen in 26 Sportarten geben.
Olympische Winterspiele
Wichtig: Die sportlichen Ereignisse werden in den eigenen Abschnitten für die jeweiligen Sportarten festgehalten.
mini|Nach der Entzündung des olympischen Feuers im BC Place Stadium
Die XXI. Olympischen Winterspiele wurden vom 12. Februar bis 28. Februar in der kanadischen Stadt Vancouver ausgetragen. Den Zuschlag hatte Vancouver 2003 erhalten, als die am Pazifik gelegene Stadt sich gegen Pyeongchang (Südkorea) und Salzburg (Österreich) durchsetzte. Es gab 86 Entscheidungen in 7 Sportarten, wobei die Hallensportarten in Vancouver und die Freiluftsportarten im etwa zwei Fahrstunden entfernt liegenden Whistler ausgetragen wurden. Whistler hatte sich bereits für die Austragung der Olympischen Winterspiele 1968 beworben.
Am 12. Februar fand vor rund 55.000 Zuschauern die Eröffnungsfeier im BC Place Stadium in Vancouver statt, die sich vor allem mit der Geschichte der kanadischen indigenen Völker befasste. Hayley Wickenheiser sprach den olympischen Eid, das olympische Feuer wurde schließlich von Wayne Gretzky, Nancy Greene, Steve Nash und Catriona LeMay Doan gemeinsam entzündet. Überschattet wurden die Feierlichkeiten vom Tod des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili, der beim Abschlusstraining auf der umstrittenen Wettkampfbahn in Whistler schwer verunglückte. An der Bahn wurden daraufhin einige Veränderungen vorgenommen.
Gastgeber Kanada konnte mit 14 gewonnenen Goldmedaillen den ersten Rang im Medaillenspiegel erringen. In diesem steht Kanada (14-7-5) vor Deutschland (10-13-7) und der USA (9-15-13). Die USA gewannen die meisten Medaillen, nämlich 37. Norwegen, Südkorea und die Schweiz folgen auf den Rängen vier bis sechs. Russland konnte vier Jahre vor deren Heimspiele in Sotschi nur den elften Platz im Medaillenspiegel (3-5-7) belegen. Die ehemalige Ski-Nordisch-Großmacht Finnland blieb wie bei den Winterspielen 2006 in Turin ohne eine Goldmedaille.
Am 28. Februar wurden die XXI. Olympischen Winterspiele im Rahmen der Abschlussfeier durch den IOC-Präsidenten Jacques Rogge für beendet erklärt. Die Schlusszeremonie wurde von Auftritten zahlreicher Künstler (u. a. William Shatner, Michael J. Fox, Catherine O’Hara, Michael Bublé, Neil Young, Nickelback, Simple Plan, Avril Lavigne und Alanis Morissette) begleitet. Sotschis Bürgermeister Anatolij Pachomow nahm als Vertreter des nächsten Austragungsortes die olympische Flagge entgegen.
Paralympische Winterspiele
12. März: Die 10. Paralympischen Winterspiele in Vancouver werden von der kanadischen Generalgouverneurin Michaëlle Jean feierlich eröffnet. 21. März: Die 10. Paralympischen Winterspiele in Vancouver enden nach zehn Tagen. Erfolgreichste Nation ist mit 13 Goldmedaillen Deutschland.
X-Games
Sommer-X-Games
In Los Angeles fanden 2010 die 16. Sommer-X-Games statt. Los Angeles richtete diese Extremsportveranstaltung, bei der es Entscheidungen im BMX, Freestyle Motocross, Skateboard und in der Rallye gab, zum achten Mal in Folge aus.
Winter-X-Games
Wichtig: Die sportlichen Ereignisse werden in den eigenen Abschnitten für die jeweiligen Sportarten festgehalten.
Vom 28. Januar bis 31. Januar 2010 trafen sich in Aspen (Colorado) rund 250 Sportler, darunter 39 mit Olympiaerfahrung, zu den 14. Winter-X-Games. Es gab Wettbewerbe in den drei Sportarten Freestyle-Skiing, Snowboarding und Schneemobilfahren und insgesamt 22 Entscheidungen.
American Football
7. Februar: Die New Orleans Saints gewinnen Super Bowl XLIV in Miami Gardens, Florida, gegen die Indianapolis Colts mit 31:17. Super Bowl MVP wird Drew Brees 4. Juli: Die Berlin Adler (GFL) gewinnen mit 34:31 gegen die Raiffeisen Vikings Vienna (AFL) den Eurobowl XXIV. 9. Juli: Die Danube Dragons gewinnen den Austrian Bowl XXVI gegen Swarco Raiders Tirol mit 28:21. 9. Oktober: Im German Bowl trafen wie im Vorjahr die Kiel Baltic Hurricanes auf die Berlin Adler. Diesmal konnten die Hurricanes in der Commerzbank-Arena, Frankfurt am Main die Adler mit 17:10 im German Bowl XXXII besiegen.
Automobilsport
Formelsport
Formel 1
Zwölf Teams mit insgesamt 24 Fahrern gehen in der Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 an den Starts. Damit fahren zwei Teams mehr als in der Vorsaison um die Weltmeisterschaft. Im Vorfeld der Saison gilt das Interesse vor allem Michael Schumacher. Der siebenfache Weltmeister gibt nach drei Jahren Pausen sein Comeback. Der 41-Jährige fährt für das Mercedes-Grand-Prix-Team.
Übersicht der jeweils ersten drei Sieger aller 19 Weltmeisterschaftsläufe 2010:
Großer Preis von Bahrain (14. März): 1. Fernando Alonso (Ferrari) 2. Felipe Massa (Ferrari) 3. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) Großer Preis von Australien (28. März): 1. Jenson Button (McLaren-Mercedes) 2. Robert Kubica (Renault) 3. Felipe Massa (Ferrari) Großer Preis von Malaysia (4. April): 1. Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) 2. Mark Webber (Red Bull-Renault) 3. Nico Rosberg (Mercedes) Großer Preis von China (18. April): 1. Jenson Button (McLaren-Mercedes) 2. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) 3. Nico Rosberg (Mercedes) Großer Preis von Spanien (9. Mai): 1. Mark Webber (Red Bull-Renault) 2. Fernando Alonso (Ferrari) 3. Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) Großer Preis von Monaco (16. Mai): 1. Mark Webber (Red Bull-Renault) 2. Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) 3. Robert Kubica (Renault) Großer Preis der Türkei (30. Mai): 1. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) 2. Jenson Button (McLaren-Mercedes) 3. Mark Webber (Red Bull-Renault) Großer Preis von Kanada (13. Juni): 1. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) 2. Jenson Button (McLaren-Mercedes) 3. Fernando Alonso (Ferrari) Großer Preis von Europa (27. Juni): 1. Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) 2. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) 3. Jenson Button (McLaren-Mercedes) Großer Preis von Großbritannien (11. Juli): 1. Mark Webber (Red Bull-Renault) 2. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) 3. Nico Rosberg (Mercedes) Großer Preis von Deutschland (25. Juli): 1. Fernando Alonso (Ferrari) 2. Felipe Massa (Ferrari) 3. Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) Großer Preis von Ungarn (1. August): 1. Mark Webber (Red Bull-Renault) 2. Fernando Alonso (Ferrari) 3. Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) Großer Preis von Belgien (29. August): 1. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) 2. Mark Webber (Red Bull-Renault) 3. Robert Kubica (Renault) Großer Preis von Italien (12. September): 1. Fernando Alonso (Ferrari) 2. Jenson Button (McLaren-Mercedes) 3. Felipe Massa (Ferrari) Großer Preis von Singapur (26. September): 1. Fernando Alonso (Ferrari) 2. Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) 3. Mark Webber (Red Bull-Renault) Großer Preis von Japan (10. Oktober): 1. Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) 2. Mark Webber (Red Bull-Renault) 3. Fernando Alonso (Ferrari) Großer Preis von Korea (24. Oktober): 1. Fernando Alonso (Ferrari) 2. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) 3. Felipe Massa (Ferrari) Großer Preis von Brasilien (7. November): 1. Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) 2. Mark Webber (Red Bull-Renault) 3. Fernando Alonso (Ferrari) Großer Preis von Abu Dhabi (14. November): 1. Sebastian Vettel (Red Bull-Renault) 2. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) 3. Jenson Button (McLaren-Mercedes)
Der deutsche Sebastian Vettel gewann die Fahrer-Weltmeisterschaft und wurde damit zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte. Der Konstrukteurstitel ging an sein Team Red Bull Racing. Vettel sicherte sich den Titel durch seinen Sieg im letzten Rennen, zuvor nur auf Rang 3 hinter Fernando Alonso und Mark Webber liegend. Die Saison erlebte insgesamt einen zehnfachen Wechsel in der Gesamtwertung und stellte den diesbezüglichen Rekord der Formel-1-Weltmeisterschaft 1986 ein.
Rallye
Rallye Dakar
mini|Streckenverlauf der Rallye Dakar 2010 2. Januar bis 16. Januar – In Südamerika findet die 32. Rallye Dakar statt. Wie bereits 2009 wird auch 2010 die Rallye Dakar aus Angst vor terroristischen Angriffen in Argentinien und Chile und nicht wie traditionell in Nordafrika ausgetragen. Bereits auf der ersten Etappe war es zu einem tödlichen Unfall gekommen: Eine 28-jährige Zuschauerin wird vom Wagen der Fahrer Mirco Schultis und Ulrich Leardi erfasst. Am Ende gewinnt der Spanier Carlos Sainz senior mit seinem Beifahrer Lucas Cruz mit einem Vorsprung von 2:12 Minuten, den knappsten in der Geschichte der Rallye Dakar, vor Nasser Al-Attiyah (Qatar)/Timo Gottschalk (Deutschland). Sainz und Al-Attiyah fuhren beide in einem Volkswagen. Die Wertung der Motorradfahrer entscheidet der Franzose Cyril Despres (KTM) für sich. Marcos Patronelli aus Argentinien gewinnt für Yamaha fahrend die Quadwertung und das KAMAZ-Team Wladimir Tschagin/Sergei Sawostin/Eduard Nikolajew (alle Russland) gewinnen die Wertung der Lastwagenfahrer.
Weltmeisterschaft
Die Rallye-Weltmeisterschaft 2010 begann am 12. Februar mit der Rallye Schweden und endete am 14. November mit dem 13. Wettbewerb, der Rallye Großbritannien. Titelverteidiger ist der Franzose Sébastien Loeb, der auch 2010 am Start ist, sowie das Citroën Total World Rally Team in der Fahrerwertung. Prominenten Zuwachs erfuhr die Weltmeisterschaftsserie durch den Wechsel Kimi Räikkönens von der Formel 1 zur Rallye-Weltmeisterschaft. Der frühere Formel-1-Weltmeister aus Finnland fährt für das Citroën-Juniorteam.
Übersicht der jeweils ersten drei Sieger aller 13 Weltmeisterschaftsläufe 2010:
Rallye Schweden (12. Februar bis 14. Februar): 1. Mikko Hirvonen (Ford) 2. Sébastien Loeb (Citroën) 3. Jari-Matti Latvala (Ford) Rallye Mexiko (5. März bis 7. März): 1. Sébastien Loeb (Citroën) 2. Petter Solberg (Citroën) 3. Sébastien Ogier (Citroën) Rallye Jordanien (1. April bis 3. April): 1. Sébastien Loeb (Citroën) 2. Jari-Matti Latvala (Ford) 3. Petter Solberg (Citroën) Rallye Türkei (16. April bis 18. April): 1. Sébastien Loeb (Citroën) 2. Petter Solberg (Citroën) 3. Mikko Hirvonen (Ford) Rallye Neuseeland (7. Mai bis 9. Mai): 1. Jari-Matti Latvala (Ford) 2. Sébastien Ogier (Citroën) 3. Sébastien Loeb (Citroën) Rallye Portugal (28. Mai bis 30. Mai): 1. Sébastien Ogier (Citroën) 2. Sébastien Loeb (Citroën) 3. Daniel Sordo (Citroën) Rallye Bulgarien (9. Juli bis 11. Juli): 1. Sébastien Loeb (Citroën) 2. Daniel Sordo (Citroën) 3. Petter Solberg (Citroën) Rallye Finnland (29. Juli bis 31. Juli): 1. Jari-Matti Latvala (Ford) 2. Sébastien Ogier (Citroën) 3. Sébastien Loeb (Citroën) Rallye Deutschland (20. August bis 22. August): 1. Sébastien Loeb (Citroën) 2. Daniel Sordo (Citroën) 3. Sébastien Ogier (Citroën) Rallye Japan (10. September bis 12. September): 1. Sébastien Ogier (Citroën) 2. Petter Solberg (Citroën) 3. Jari-Matti Latvala (Ford) Rallye Frankreich (30. September bis 3. Oktober): 1. Sébastien Loeb (Citroën) 2. SébaDaniel Sordo (Citroën) 3. Petter Solberg (Citroën) Rallye Spanien (22. Oktober bis 24. Oktober): Rallye Großbritannien (11. November bis 14. November):
Tourenwagen
DTM