Kumulation (auch Kumulierung; von , „Anhäufung“, „Ansammlung“) bezeichnet: Kumulierte Doppelbindungen in der Chemie – also solche, die direkt nebeneinander liegen Kumulierter Energieaufwand, in der Energiewirtschaft eine Maßzahl für den gesamten Aufwand an Energieressourcen Kumulation (Medien), der Zuwachs an Nettoreichweite mit einer zusätzlichen Werbeeinschaltung in der Meteorologie ein Mechanismus der Wolkenbildung, siehe Cumulus
Mathematik: Kumulierte Häufigkeit, in der Statistik den additiven Zuwachs einer Häufigkeitsverteilung mit jedem weiteren Wert im Bereich der tabellarischen Stochastik (Binomialverteilung), in der Bedeutung „Aufaddition“ – sie beschreibt Wahrscheinlichkeitswerte, die sich aus einzelnen Wahrscheinlichkeitswerten zusammensetzen (addiert werden); die Einzelwahrscheinlichkeiten sind abhängig von der Länge der Kette („n“), dem gewollten Ereignisraum / „Treffer“ („k“) und der Wahrscheinlichkeit dieses Ereignisraums / dieser Treffer („p“).
Medizin und Toxikologie: Stoffkumulation, eine allmähliche Anhäufung von Substanzen (Medikamenten, Giftstoffen, Schwermetallen) im Organismus; siehe auch biologische Halbwertszeit Wirkungskumulation, die Addition von Schäden auch nach der Elimination des ursächlichen Schadstoffes
Geisteswissenschaften: Kumulativer Tatbestand, in der Rechtswissenschaft Tatbestände einer Norm, die gemeinsam erfüllt sein müssen, um die Rechtsfolge eintreten zu lassen einen Modus im Wahlrecht, siehe Kumulieren
Universitätswesen: Kumulative Dissertation, eine (Inaugural-)Dissertation, bei der statt einer Monografie mehrere Veröffentlichungen in Fachzeitschriften zusammengefasst werden Kumulative Habilitation, eine (Inaugural-)Habilitation, bei der statt einer Habilitationsschrift ein Bündel aus mehreren wissenschaftlichen Arbeiten vorgelegt wird
Siehe auch:
Cumulus (Begriffsklärung) Akkumulation (Begriffsklärung)