Schwarzbach ist ein 431 m hoch gelegener Ortsteil der Gemeinde Hofbieber im osthessischen Landkreis Fulda.

Geographische Lage Der Ort liegt ca. 4,6 km nordöstlich vom Ortsteil Hofbieber (Ortsteil) und grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an, die Ortsteile Gotthards (Gemeinde Nüsttal), Obernüst, Langenberg, Rödergrund-Egelmes und Morles (Gemeinde Nüsttal).

Siedlungsplätze innerhalb der Gemarkung Sandberg Vinzentinerinnen (Barmherzige Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul) Kloster

Geschichte Ortsgeschichte Ersterwähnung am 13.04.1228. Um 1490 wird eine Kapelle erwähnt, deren Patrozinium Maria war. Es war Dorf des fuldischen Amts Bieberstein. 1502 wurde es zum Pfarrsitz mit Pfarrkirche. 1570 trotz großer Anhängerschaft innerhalb des Stiftsadels konnte sich die Reformation in der Fürstabtei Fulda nicht durchsetzen. Der Ort blieb katholisch. 1787 zählte es zur Fürstabtei Fulda, Amt Bieberstein In 1821 mit dem Kurfürstentum Hessen wurde es der Provinz Fulda und zum Kreis Hünfeld zugeordnet. 1834 hatte Schwarzbach 408 Einwohner.

Zum 1. August 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Schwarzbach – zuvor im Landkreis Hünfeld gelegen – im Zuge der Gebietsreform in Hessen kraft Landesgesetz in die Gemeinde Hofbieber eingemeindet. Wie für alle nach Hofbieber eingegliederten Gemeinden wurde auch für Schwarzbach ein Ortsbezirk gebildet.

Verwaltungsgeschichte im Überblick Die folgende Liste zeigt die Staaten und deren Verwaltungseinheiten,Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan. denen Schwarzbach angehört(e):

vor 1803: Heiliges Römisches Reich, Hochstift Fulda, Amt Bieberstein 1803–1806: Heiliges Römisches Reich, Fürstentum Nassau-Oranien-Fulda, Fürstentum Fulda, Amt Bieberstein 1806–1810: Kaiserreich Frankreich, Fürstentum Fulda (Militärverwaltung) 1810–1813: Großherzogtum Frankfurt, Departement Fulda, Disrrikt Bieberstein ab 1816: Kurfürstentum Hessen, Großherzogtum Fulda, Amt Bieberstein ab 1821/22: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis HünfeldVerordnung vom 30sten August 1821, die neue Gebiets-Eintheilung betreffend, Anlage: Übersicht der neuen Abtheilung des Kurfürstenthums Hessen nach Provinzen, Kreisen und Gerichtsbezirken. Sammlung von Gesetzen etc. für die kurhessischen Staaten. Jahr 1821 – Nr. XV. – August. (kurhess GS 1821) S. 75.1822: Trennung zwischen Justiz (Justizamt Justizamt Hünfeld) und Verwaltung. ab 1848: Kurfürstentum Hessen, Bezirk Fulda ab 1851: Kurfürstentum Hessen, Provinz Fulda, Kreis Hünfeld ab 1867: Norddeutscher Bund, Königreich Preußen,Infolge des Deutschen Krieges. Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld ab 1871: Deutsches Reich, Königreich Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld ab 1918: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Hessen-Nassau, Regierungsbezirk Kassel, Kreis Hünfeld ab 1944: Deutsches Reich, Freistaat Preußen, Provinz Kurhessen, Landkreis Hünfeld ab 1945: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Groß-Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld ab 1946: Deutsches Reich, Amerikanische Besatzungszone, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld ab 1949: Bundesrepublik Deutschland, Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Hünfeld ab 1972: Bundesrepublik Deutschland, Land Hessen, Regierungsbezirk Kassel, Landkreis Fulda, Gemeinde Hofbieber

Bevölkerung Einwohnerstruktur 2011 Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Schwarzbach 471 Einwohner. Darunter waren 3 (0,6 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 96 Einwohner unter 18 Jahren, 189 waren zwischen 18 und 49, 90 zwischen 50 und 60 und 96 Einwohner waren älter. Die Einwohner lebten in 183 Haushalten. Davon waren 51 Singlehaushalte, 45 Paare ohne Kinder und 72 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 42 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 114 Haushaltungen leben keine Senioren.

Einwohnerentwicklung 1812: 41 Feuerstellen, 342 Seelen

Historische Religionszugehörigkeit • 1885: 11 evangelische (= 2,70 %), 396 katholische (= 97,06 %), ein jüdischer (= 0,25 %) Einwohner • 1961: 6 evangelische (= 1,20 %), 493 katholische (= 98,80 %) Einwohner

Religion mini|Die katholische Pfarrkirche

Nach den Urkunden der kirchlichen Archive gehörte Schwarzbach im Jahre 1093 zur Großpfarrei Margretenhaun als Tochterpfarrei. Das Gebiet und das Dorf wurde seelsorglich von Mönchen des Klosters Petersberg betreut. Die kirchliche Organisation erfolgte überwiegend durch das Kloster Fulda. Um 1490 wird eine Kapelle erwähnt. Die heutige römisch-katholische Pfarrkirche wurde 1912–1914 nach Entwürfen von Georg Kegel erbaut und ist der heiligen Maria vom Berg Karmel gewidmet.Magnus Backes (Bearb.): Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Hessen. Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1982, ISBN 3-422-00380-0, S. 795. Sie wird wegen ihrer für den kleinen Ort ungewöhnlichen Größe auch „Rhön-Dom“ genannt. Da sich die kleine Gemeinde ein so großes Gotteshaus nicht leisten konnte, mussten die Schwarzbacher ehrenamtlich aktiv werden und den Bau zum Beispiel durch kostenfreien Transport der Sandsteinblöcke unterstützen. Beim Bau der Kirche wurde der Turm der wesentlich älteren Vorgängerkirche in seiner ursprünglichen Form erhalten und in den Neubau integriert.

Für die Kirche St. Maria vom Berg Carmel hat die Glockengießerei Otto aus Hemelingen/Bremen zweimal Glocken gossen. Im Jahre 1927 lieferte Otto vier Bronzeglocken, von denen drei im Zweiten Weltkrieg beschlagnahmt und eingeschmolzen wurden. Nur eine Glocke überlebte den Krieg. Im Jahr 1952 wurden für Schwarzbach drei neue Glocken mit der Schlagtonreihe fis – a – h gegossen.

Politik Für Schwarzbach besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Schwarzbach) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 65,93 %. Alle Kandidaten gehörten der Bürgerliste an. Der Ortsbeirat wählte Sebastian Mannz zum Ortsvorsteher und Jürgen Herbst zu seinem Stellvertreter.

Vereine Freiwillige Feuerwehr Schwarzbach Sportverein DJK FSV Schwarzbach Musikverein „Original Schwarzbachtaler“ Gesangverein „Concordia Schwarzbach“ Kirmesgesellschaft „#Die Kirchweih als Volksfest“ DJT Dorfjugendtreff KFD Wanderklub „Komm mit“

Persönlichkeiten Heinrich Joseph Wassermann (1791–1838), Komponist, Dirigent und Geiger in Deutschland und der Schweiz

Literatur

Weblinks

Ortsteile der Gemeinde Hofbieber. In: Webauftritt der Gemeinde Hofbieber.

Anmerkungen und Einzelnachweise Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Fulda Kategorie:Geographie (Hofbieber) Kategorie:Ort in der Rhön Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Fulda) Kategorie:Gemeindeauflösung 1972