Die Liste der Bürgermeister von Barmen, Elberfeld und Wuppertal führt die Bürgermeister der ehemaligen selbstständigen Stadt Elberfeld und der mit Barmen zu Wuppertal vereinigten Stadt.

Geschichte Die Geschichte der Bürgermeister von Elberfeld und Wuppertal beginnt mit der Verleihung der Stadtrechte an die Freiheit Elberfeld am 10. August 1610, die sich von da an Stadt Elberfeld nennen durfte. Der Bürgermeister wurde jährlich neu immer am 1. Mai eines Jahres gewählt. Der alte Bürgermeister übergab zu diesem Termin dem Amtmann des Amts Elberfeld einen versiegelten Umschlag mit seinen vier Vorschlägen, von denen einer sein Nachfolger werden sollte. Es war durchaus gestattet, dass ein Bürgermeister sich selbst vorschlagen konnte und so ein zweites Mal in Folge dieses Amt bekleidete. Die Wähler versammelten sich in der reformierten Pfarrkirche und wählten sechs Wahlmänner. Die Stadt war in drei Wahlbezirke aufgeteilt, je zwei Wahlmänner mussten aus jedem Bezirk kommen. Die Wahlmänner bekamen die Liste mit den Namen überreicht und gaben darauf dem Amtmann ihren Zettel mit ihrem Kandidaten. Zum Gewinn der Wahl reichte eine einfache Mehrheit, bei Stimmengleichheit entschied der Amtmann den Gewinner der Wahl. Eine Ablehnung der Wahl war nicht gestattet.

Bis zur Einführung des Stadtgerichts am 22. November 1708 wurde der scheidende Bürgermeister nach Ablauf seiner Amtszeit, sofern er dies wollte, in den Stadtrat gewählt. Als der Stadt Elberfeld das eigene Stadtgericht bewilligt wurde, rückte der Bürgermeister nach Ende seiner Amtszeit ohne Wahl in dieses Amt ein. Der erste Stadtrichter war ab dem 9. Januar 1709 Johann Kaspar von Karnap. Er übernahm das Amt, bis nach seinem Ausscheiden als Bürgermeister im Mai 1709 Johannes Wülfing dieses antrat. Der Stadtrichter war sowohl Mitglied des Rates als auch Stellvertreter des Bürgermeisters.

Das Ende der städtischen Verfassung von 1610 begann mit der Herrschaft Napoleons über das Herzogtum Berg am 21. März 1806. Er übertrug die Herrschaft seinem Schwager Joachim Murat, der am 31. Dezember 1807 die alten Strukturen aufhob und eine Verwaltung nach französischem Vorbild einführte, welche von einem Stadtdirektor angeführt wurde. Das Stadtgericht wurde aufgelöst und ein zentrales Gericht in Düsseldorf eingerichtet, Barmen 1808 das Stadtrecht verliehen. Murat verließ 1808 die Stadt und übertrug die Regentschaft wieder auf Napoleon, der sich Großherzog von Berg nannte. Bis zum 3. März 1809 regierte er über das Land und übertrug dann aus politischen Gründen proforma den Titel auf seinen fünfjährigen Neffen Prinz Napoleon Ludwig und regierte in dessen Namen das Land bis zum 25. November 1813 von Paris aus. Dann erfolgte der Übergang an Preußen. Das preußische Wesen half bei der Neubildung der Stadtverwaltung, die am 13. Januar 1814 mit der Verleihung des Titels Oberbürgermeister an Johann Rütger Brüning begann. Die neue Verfassung sah keine jährliche Wiederwahl vor, so blieb Brüning in diesem Amt, bis er 1837 starb. Im Jahr 1929 wurden Elberfeld und Barmen zur Stadt Wuppertal vereinigt. Der letzte Oberbürgermeister Barmens, Paul Hartmann, wurde zum neuen Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal.

Amtierende Oberbürgermeisterin ist zurzeit Miriam Scherff.

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