Simone de Beauvoir , med fullen Namen Simone Lucie Ernestine Marie Bertrand de Beauvoir (* 9. Januar 1908 in Paris; † 14. April 1986 ook da) was ene fransche Schrieversche, Philosoophsche un Feministsche. Se schreev vèle Romane, Vertellens, Essays un Memoiren un engagere sik bòvento politsch. De Beauvoir tellt as ene exitentschlistsche Philisoophsche un kreeg med œren Romanen (1943) un (1945) groot Lov as Schrieversche. Dat philosoopsche Wärk geld för enen Mielensteen binnen de feministsche Litteratuur un make œr ene van den bekanntesten Intellektuellen uut Frankriek. Jean-Paul Sartre was lange Jare de Partner van de Beauvoir.

Lèven

Afkumst, Kindertied, Jœgd Simone de Beauvoir worde as de öldste van twee Döchters boren. De Öldern weren Georges de Beauvoir un Françoise. De Öldergrootvader up Moderssiede, François Bertrand, was een hogen Amtsdrèger uut de Normandie wèsen, hadde riek frieged, een Landgood in’n Lemosin koft un de Namen „de Beauvoir“ annòmen. De Grootvader friege ook ene rieke Börgerdochter, toog na Paris un hadde daar hoge Posten in’r Administratschoon, eer dat he sik as een oolden Mann up dat Langgood van sienen Vader trüggetoog. De Vader van de Beauvoir was Jurist – dat Landgood hadde sien ölderen Broder krègen – un arbede as enen Avkaten. Siene Hengave was man de Litteratuur un dat Theater. Os een jungen Mann drège he in Pariser Salons Gedichte vœr un spèle in privaten Theatergruppen. Os he 30 Jare oold was friege he de 20 Jare oolde Franc̦oise, de Dochter van den Privaatbankier Brasseur uut Verdun. Na siene Afkumst un Ümmefeld was de Vader van de Beauvoir konservativ un natschonalistsch. Wat de Religioon anlangt was he agnostsch, man de Moder toog de Döchters doch fromm un streng röömsch-kathoolsch up.Na Band I un II van de Beauvoirs Memoiren Mémoires d’une jeune fille rangée un La Force de l’âge, un Alice Schwarzer: Simone de Beauvoir 2007.

Med œre Süster Hélène de Beauvoir, de twee un halv Jare jünger was, besochte Simone de Beauvoir een kathoolsch Instituut för Lütens, de Cours Désir in’r Rue Jacob in Paris. Se was ene gode Schölersche, lèse vèle Böker un schreev geern. In den Ferien kam de Brauvoir up den Landgood van’r Familie de Natuur tomöte un belève ene sorgenfriege Tied.

Os een Kind belève de Beauvoir den groten Mangel in’n eersten Weltkrieg und kreeg med woans de Familie verarme. De Grund was, dat de Grootvader, Brasseur, sien Vermœgen verloren hadde. Ook de Vader hadde sien Geld in russische Weerdpapere steckt, de in’r Oktoberrevolutschoon 1917 den Weerd verloren hadden. Na den Kriege arbede de Vader as enen Anstellten un de Familie toog in een Apartement, dat minder Geld koste. He worde wies, dat he nène Bruudschatt vœr de Hoogtied talen könne, un versochte so siene Döchter med ene gode Lere up’n Weg to bringen, ook os ene leddige Fruwen lèven to können. Simone kam dat topasse: toeerst, ümmedat se sik dat Lèven as ene Nonne wünsche un läter wègen dat se sik nich as ene Huusfruwen un Moder sach.

De Gloven gung de Beauvoir, as se 14 Jare oold was, verlustig. De Minschen ümmerümme spèle se noch een paar Jare lang vœr, dat se een fromm Lüüt were. As œre Modder de Waarheed wies worde was se gans verschreckt un ook de Vader was daalslaan, denn se dachten Atheismus schicke sik för een jung Lüüt nich. Ook œre kathoolsche Schole bekeek se argwòònsch, as se beslo`ten hadde, dat se Schoolmestersche för Philosophie an staatliken, also laizistschen un nich religiösen, Gymnasien werden well.

In’n lesten Schooljare (1926/1927) hadde se Mathematik un Philosophie as Fäcker för dat Baccalaureat, dat fransche Abitur, uutsocht. Se besochte de Pariser Universiteet un engagere sik de Moder to begüüschern in enen kathoolschen mildgèvern Vereen. Se lere vèle junge Intellektuelle kennen un begunn enen Romaan to schrieven.

Studium un Arbeed as Schoolmestersche duum|Jean-Paul Sartre un Simone de Beauvoir an’n Denkmaal van Balzac Nadat se 1928 an’r Sorbonne med Bestnote de Licence, den franschen Studienafslœt, krègen hadde, begunn se de Agrégation, dat Examen för Schoolmeester an Gymnasien in Frankriek. Sik vœrtobereden besochte se de Kurse an’r Sorbonne un an’r École normale supérieure, de Elitehoogschole för dat Leeramt. Ook in de Tied schreev se an’r Sorbonne œre Dilpomarbeed œver Gottfried Wilhelm Leibniz in’n Fack Philosophie. Se kam in de Tied Jean-Paul Sartres tomöte un de beden maken sik nu tohope för de Agrégation klaar.

Na dat de Beauvoir de Agrégation krègen hadde, sochte se no ene òpen Stède as Schoolmestersche in Paris. Man da worde niks van. Daarümme hadde se eerst Leerupdrège an Pariser Gymnasien un gav Nahülpe. Se toog van Tohuus uut un läter med Sartre tohope.

1931 kreeg de Beauvoir ene Stède as Schoolmestersche för Philosophie in Marseille. Sartre arbede in Le Havre. För befrieged Pare was et mœgelik in’n òpentliken Deenst Arbeedstèden dichter bi eenander to kriegen. Daarümme make Sartre enen Heraadsandrag, man de Beauvoir wees af.

In Marseille was de Beauvoir nich tofrèden un fund kenen Kontakt to Kollegen un anderen Minschen. Al 1932 kreeg se ene Stède in Rouen, also veel dichter bi Sartre. Van 1936 an konn se eerst an’n Gymnasium Lycée Molière un läter an’n Camille Sée in Paris underrichten. Ook Sarte kam 1937 trügge na Paris, wo se nu wedder gemeensaam lèven.

1943 brochte de Beauvoir œren eersten Romaan ruut. Ook in dat Jaar verafscheden de natschonaalsotschalistschen Besetters œr wegen den politschen Ansichten uut den Schooldeenst un se arbede nu bi’n Radio Nationale. In’n Jare daarna kam œr philosooph Essay ruut. Med den Romaan kam se 1945 groot as Schriversche ruut.

Natschonaalsotschalistsche Besatter un Wedderstand De Beauvoir un Sartre hadden as Frankriek van den Natschonaalsotschalisten besett was, ene Wedderstandsgruppe gründ. Bi den eersten Drèpen in’r Kamer van de Beauvoir weren Merleau-Ponty, Pierre Bost, Dominique Desanti daar. De Gruppe heet Socialisme et Liberté. duum|„Café de Flore“ in Paris De Beauvoir was een règelmatigen Gast in’n „Café de Flore“, dat in’n Pariser Veerdel Saint-Germain-des-Prés liggt. Daar arbede se, drapp Fründe un kam hier 1943 ook Albert Camus tomöte, de to de Tied för de Undergrundtiedschrivt Combat arbede. Andere bekannte Persöönlikheden, de se hier tomöte kamm weren Pablo Picasso, Jacques Lacan un Armans Salacrou.Axel Madsen: Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Hamborg 1982, S. 122-124.

Nakriegstied 1945 brochten de Beauvoir de eerst Uutgave van’r Tiedschrivt Les Temps Modernes ruut. In’r Tiedschrivt brochte de Beauvoir ook dree Kapitels van œren Book ruut.Axel Madsen: Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Hamborg 1982, S. 139-143.

1946 lere de Beauvoir Philippe Soupalt in’n Café de Flore kennen, enen Fründ van André Bretons, de to de Tied in’n Kultuurafdeel van’n Butenminsterium arbede. He make dat för de Beauvoir mœgelik na de USA to reisen, daar Vœrdrège to holden. Se lere den Schriever Nelson Algren kennen; de beden weren van 1947 bet 1952 een Paar. Œver de Reise schreev se 1947 een Dagebook, dat läter as („Amerika van enen up den anderen Dag“) ruutkam. Na de USA-Reise brochte se den Essay ruut.Axel Madsen: Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Hamborg 1982, S. 143.

Na Band I un II van de Beauvoirs Memoiren Mémoires d’une jeune fille rangée un La Force de l’âge, un Alice Schwarzer: Simone de Beauvoir 2007.

1947–1956 1947 reisen de Beauvoir un Sartre na Skandinavien, œver Kopenhagen un Stockholm wieder bet dicht an den Polaarkring.Axel Madsen: Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Hamborg 1982, S. 155. Den Mee 1948 ütere se sik, nu dat Israel gründ was, goodsunnen to enen jöödschen Staat.Roderick MacArthur: Author!Author? In: Theater Arts 22, März 1949.

Dat Book hadde up’r gansen Welt Erfolg un make œr de bekannteste Intellektuelle uut Frankriek. Se reise dœr gans Europa, na Noord-, Middel- un Süüdamerika, in de Sowjetunion un na China. Van 1952 bet 1958 hadde Beauvoir ene Affäre med den Filmemaker Claude Lanzmann.„Die Israelis töten, aber sie sind keine Killer“. In: Berliner Zeitung, 24./25. Januar 2009. Sied den Sommer 1953 lève de Beauvoir den Sommer in Rom un alleen noch ene Halve van’n Jare in Paris.Axel Madsen: Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Hamborg 1982, S. 192. In’n Oktober 1954 kreeg se den Prix Goncourt för œren Romaan . 1955 brochte se de Essaykollektschoon ruut.

Algerienkrieg

De Beauvoir un Sartre weren al 1956 van’n Beginn an tègen den Algerienkrieg. Dat Büro van’r Temps Modernes dœrsochte de Polizei, den se hadden „uproorsche“ Artikel ruutbrocht, de sik tègen de Krieg uutspreken. Se krègen direkt van Saldaten uut Algerien Berichte œver Massaker, so dat Sartre to enen Protest upropen hadde.Axel Madsen: Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Hamborg 1982, S. 197.

duum|Simone de Beauvoir und Jean-Paul Sartre im Gespräch mit Che Guevara in Kuba, 1960 Sartre hadde enen Verdrag med den France-Soir, för den he ene Artikelserie œver Kuba schrieven solle. De Beauvoir un Sartre reisen daarümme up dat kommunistsche Eiland un drèpen sik da med Che Guevara un Fidel Castro.Axel Madsen: Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Hamborg 1982, S. 222–223.

De Beauvoir Berichte schreev in Le Monde enen Aritkel, woans Saldaten Minschen in Algier de zivilen Inwòners folterd hadden. As nu Gisèle Halimi dat Book Djamila Boupacha œver een Lüüt uut Algier ruutbrochte, hadden Terroristen ook de Beauvoir in’n Viseer, denn se hadde de Vœrrède för dat Book schrèven. Med Halimi gründe de Beauvoir ook den feministschen Vereen Choisir la cause des femmes.Axel Madsen: Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Hamborg 1982, S. 224–225.

Letste Jare duum|Gravsteen van Jean-Paul Sartre un Simone de Beauvoir up’n Cimetière Montparnasse (2014) De Beauvoir un Sarte verbröchten veel Tied in Rom. Veer Maande dat Jaar lèven se da. Se befründen sik hier med den Schriever Carlo Levi, de de beden ook med Alberto Moravia bekannt make un drèpen sik med Palmiro Togliatti, den Leidsmann van’r italieenschen kommunistschen Partei.Axel Madsen: Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Hamborg 1982, S. 216.

De Beauvoir plège œren Partner Sartre bet to sienen Dode 1980. 1981 brochte se dat Memoir („Die Zeremonie van’n Afscheed“) ruut, een Trüggeblick up de letsten Jare van Sartre. Simone de Beauvoir bleev den 14. April. 1986 dood un liggt up’n Cimetière du Montparnasse in Paris tègen an Jean-Paul Sarte begraven.

Wärk Up dat Denken van de Beauvoir nemen de Wärke van Georg Wilhelm Friedrich Hegel un Sören Kirkegaard enen groten Inflood. Ook de Existentschalimus van œren Partner Sartre wärke stark up œr in.Axel Madsen: Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir. Die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe. Hamborg 1982, S. 101.

„L’invitée“ De eerste Romaan van de Beauvoir kam 1943 bi den Pariser Verlag Éditions Gallimard ruut un spèèlt in den 1930er Jaren in Paris tiedens de twede Weltkrieg. De Romaan vertellt de Geschichte van’r Schrieverschen Fançoise un de òpen Partnerschop, de se med den Schauspèler un Regisseur Pierre het. De beden binden sik med de jüngere Xavière in ene Ménage à trois an. De Romaan vertellt œver Themen uut den Existentschlismus as Frieheed, Angest un warümme Minschen ik verbunden föölt oder up Distans gaat.

Dat Book het enen starken Betog to dat egen Lèven van de Beauvoir, wat de Lüde in œren Ümmefeld al ruutkrègen, as dat Book ruutkam.Alice Schwarzer: Simone de Beauvoir. Hamborg 2007, S. 69.

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