Meldörp-Böker sünd de Text-Döchter vun Peter Neuber sien Dithmarscher Wöörbook ›Wöhrner Wöör‹. Betherto sünd dree dorvun digitool doolloodbor ween, veer annere sünd in’ Sülvstverlag ruutgeben un ook noch leverbor. Nu, 2018, is Neuber bigohn un hett sien Meldörp-Böker bi Tredition in Hamborg as Hardcover, Paperback un as eBook verleggt. – De Meldörp-Böker sünd tomeist Platt-Klassiker, de P. Neuber för’t Dithmarscher Platt aktualiseert un af un an ook lütt beten wat umschreben hett. – Op'e een Siet kummt sien ›SASS-Schrievwies mit Opsetters‹ (SASS-ergänzende Schreibweise) to’n Insatz (af Harvst 2015), datt een de eentonigen o, e, ö vun de tweetonigen ou, ey, eu (dorför ō, ē, ȫ) vuneenholen kann, wat ü. a. Groth/Müllenhoff un Fehrs op süm Wies kunsequent doon hebbt. Dorto kummt bi disse Schrievwies: â steiht för Lang-a, ė för Kott-i, ġ för Hatt-g, ḃ för Würkli-b, ümmer dor, wo een sunst mit en annere Utsprook reken mutt. An't Enn vun 2018 koomt twee Opsetters för dat g hento, ǧ un ğ, för de ich- un för de ach-Utsprook vun dat g. Ook de Lesers, de dat Dithmarscher Platt ni mehr seker in’t Ohr hebbt, schüllt de Texten luut lesen un vörlesen könen. De dat ni bruukt oder gor ni wüllt, köönt de Opsetters ignoreren. – To’n annern sünd in de Meldörp-Böker an Oort un Steed mehr oder weniger Verklorens in Hooch un in wat lüttere Bookstoben inföögt, datt een ni ümmer noblödern mutt. – Vun Groth sien Quickborn 1 Enn 2018 an af gifft dat nu Leeshölp op Schritt un Tritt, wat Textverstohn, Utsprook un Verbformen angeiht.
Datsülvige in ›Sass-Schrievwies mit Opsetters‹:
De Meldörp-Bȫker sünd de Text-Döchter vun Peter Neuber sien Dithmarscher Wȫȫrbōōk ›Wȫhrner Wȫȫr‹. Bethertō sünd drēē dorvun digitool doolloodbor ween, vēēr annere sünd in’ Sülvstverlag ruutgeḃen un ōōk noch leverbor. Nu, 2018, is Neuber bigohn un hett sien Meldörp-Böker bi Tredition in Hamborg as Hardcover, Paperback un as eBook verleggt. – De Meldörp-Bȫker sünd tōmeist Platt-Klassiker, dē P. Neuber för’t Dithmarscher Platt aktualisēērt un dormit af un an ōōk lütt beten umschreḃen hett. – Op'e ēēn Siet kummt sien ›SASS-Schrievwies mit Opsetters‹ (SASS-ergänzende Schreibweise) tō’n Insatz (af Hârvst 2015), datt ēēn de ēēntōnigen o, e, ö vun de twēētōnigen ou, ey, eu (dorför ō, ē, ȫ) vunēēnhōlen kann, wat ü. a. Groth/Müllenhoff un Fehrs op süm Wies kunsequent doon hebbt. Dortō kummt bi disse Schrievwies: â steiht för Lang-a, ė för Kott-i, ġ för Hatt-g, ḃ för Würkli-b, ümmer dor, wō ēēn sunst mit ėn annere Utsprook reken mutt. Ėnn 2018 koomt twēē Opsetters för dat g hėntō, ǧ un ğ, för de ich- un för de ach-Utsprook vun dat g. Ōōk dē Lesers, dē dat Dithmarscher Platt ni mēhr seker in’t Ōhr hebbt, schüllt de Texten luut lesen un vörlesen könen. Dē dat ni bruukt ōder ōōk ni wüllt, köönt de Opsetters ignorēren. – Tō’n annern sünd in de Meldörp-Bȫker an Ōōrt un Steed mēhr ōder wēniger Verklorens in Hōōch un in wat lüttere Bōōkstoḃen infȫȫǧt, datt ēēn ni ümmer noblödern mutt. – Vun Groth sien Quickborn 1 Enn 2018 an af gifft dat nu Leeshölp op Schritt un Tritt, wat Textverstohn, Utsprook un Verbformen angeiht.
Henwiesen www.ditschiplatt.de
Wöhrner Wöör un Meldörp-Böker
Peter Neuber, Wöhrner Wöör, Niederdeutsches Wörterbuch aus Dithmarschen, hochdeutsch-plattdeutsch. Egenverlag, Wöhren 2001 (vergrepen) Peter Neuber, Wöhrner Wöör, Niederdeutsches Wörterbuch aus Dithmarschen, hochdeutsch-plattdeutsch-digital. Download kostenlos (WORD-Format: docx; 21,6 MB), Wöhren: Stand 1.1.2018 (SASS-Schrievwies mit Opsetters) Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 3.2 – Fehrs, Johann Hinrich: Allerhand Slag Lüüd. – Meldörp: Egenverlag, Nov. 2015, 2. afännerte Oploog (SASS-Schrievwies mit Opsetters) Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 4.2 – Piening, Theodor: De Reis no'n Hamborger Doom. – Meldörp: Egenverlag, Nov. 2015, 2. afännerte Oploog (SASS-Schrievwies mit Opsetters) Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 5.1 – Dehning, Heinrich Johannes: Junge Schoolmeisterjohren in Dithmarschen vör 1900. – Meldörp: Egenverlag, Nov. 2015, 2. afännerte Oploog (SASS-Schrievwies mit Opsetters) Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 8.2 – Droste, Georg: Odde Alldag un sien Jungstöög. – Meldörp: Egenverlag, Nov. 2015, 2. afännerte Oploog (SASS-Schrievwies mit Opsetters) Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 8.2 – Droste, Georg: Odde Alldag un sien Jungstöög. – Hamburg: Tredition, 2018, 3. afännerte Oploog, Hardcover + Paperback + eBook (SASS-Schrievwies mit Opsetters) Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 5.1 – Dehning, Heinrich Johannes: Junge Schoolmeisterjohren in Dithmarschen vör 1900. – Hamburg: Tredition, 2018, 3. afännerte Oploog, Hardcover + Paperback + eBook (SASS-Schrievwies mit Opsetters) Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 2.1 – Groth, Klaus: Quickborn 1. – Hamburg: Tredition, 2018, 1. Oploog, Hardcover + Paperback + eBook (SASS-Schrievwies mit Opsetters) Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 3.2 – Fehrs, Johann Hinrich: Allerhand Slag Lüüd. – Hamburg: Tredition, 2018, 3. afännerte Oploog, Hardcover + Paperback + eBook (SASS-Schrievwies mit Opsetters) Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 4.2 – Piening, Theodor: De Reis no'n Hamborger Doom. – Hamburg: Tredition, 2018, 3. afännerte Oploog, Hardcover + Paperback + eBook (SASS-Schrievwies mit Opsetters)Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 9.1 – Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 9.1 – Reuter, Fritz: Ut mien Festens-Tiet.. – Hamburg: Tredition, 2020, 1. Oploog, Hardcover + Paperback + eBook (SASS-Schrievwies mit Opsetters) Peter Neuber (Hrg.), Meldörp-Böker 10.1 – Mähl, Joachim: Toter-Marieken (Roma-Mariechen). – Hamburg: Tredition, 2019, 1. Oploog, Hardcover + Paperback + eBook (SASS-Schrievwies mit Opsetters)
Ansinnen der ›Meldörp-Bȫker‹ (Schall ik dat allens beter op Platt schrieben?)
Die Wörter der ›Wȫhrner Wȫȫr‹ wurden nicht ausnahmslos in Wöhrden aufgespürt. Sie wurden für die Wöhrdener, Dithmarscher und weitere Interessenten zusammengestellt, datt süm sik beter verwȫren köönt. Ebenso haben auch die ›Meldörp-Bȫker‹ nur zum Teil ihren Ursprung in Dithmarschen. Sie sollen vielmehr für Dithmarschen (und darüber hinaus) und seine Platt-Interessenten Lesestoff in korrekt lesbarer Form zur Verfügung stellen. Vor allem sollen auch diejenigen umworben werden, die kaum noch die Möglichkeit haben, sich das Plattdeutsche ›einfach so durch Snacken‹ anzueignen, wie es sicherlich wünschenswert wäre. Man stelle sich einen VHS-Kursbesucher vor, der im Anschluss an den Kurs ›dranbleiben‹ will. Geeignete Literatur für Dithmarschen und den genannten Interessentenkreis und sein erworbenes Sprachniveau gibt es praktisch nicht – sofern dem Kursabsolventen etwas an richtiger Aussprache gelegen ist. Die hier präsentierten Texte sollen die Lücke füllen helfen. Zu Grunde liegt die Überzeugung, dass man mit täglich halbstündigem (oder auch kürzerem), diszipliniert lautem Lesen in diesen Texten die Zunge an unser Platt in absehbarer Zeit gewöhnen kann. (Natürlich wäre die gelegentliche Korrektur durch einen alteingeborenen Supervisor, möglichst einen echten Dithmarscher, hervorragend.) Gedacht ist vor allem an Zuwanderer aus deutschen und auch nichtdeutschen Landen UND an hier heute Aufwachsende, die mit Plattdeutsch kaum noch oder in zeitlich völlig unzureichendem Maße in Berührung kommen. Inwieweit die Texte auch außerhalb Dithmarschens nützlich sein können, muss vor Ort entschieden werden.
In den ›Wȫhrner Wȫȫr‹ wie in den zugeordneten ›Meldorf-Büchern‹ wird versucht, sich so nah wie möglich an der SASS’schen Schreibweise auszurichten, welche allerdings als fortentwicklungswürdig angesehen und behandelt wird! (Siehe auch Abschnitt Q19 in Wȫhrner-Wȫȫr, Teil 1!)
Die hier eingesetzte Schreibweise könnte auch schlicht als ›SASS+‹ bezeichnet werden. D. h.: In einer ersten Erweiterungsstufe werden die langen Diphthonge (die Zwielaute [ou, ei und oi|öü], die sogenannten ›Altlängen‹) in der Form ō, ē und ȫ durch einen Balken gekennzeichnet, damit sie als Träger ›breiterer‹ Lautung ins Auge springen. (Eselsbrücke: Die langen o’s, e’s und ö’s werden durch draufgepackte ›dithmarscher Kanaldeckel‹ derart gequetscht, dass aus ihnen ou’s, ei’s bzw. oi’s|öü’s werden.) Damit heben sich die Zwielaute von den langen Monophthongen (Einlauten [o:, e: und ö:], den sogenannten ›Tonlängen‹, in der Schreibung o, e und ö) zumindest optisch ab. – Fritz Reuter schrieb hingegen die Diphthonge deutlich als Doppelzeichen, so z.B. als ›äu‹; ähnlich Kinau als ›eu‹. – Der Mecklenburger August Seemann verwendete 1905 in seinem ›Andäu‹ wie Groth a, ę und æ für die langen Monophthonge (allerdings nicht sehr konsequent), zusätzlich au, ei und äu für lange Diphthonge (kamen, maken, Sahlen; będen, ęhr, sovęl, Bäk; æwer, kænt, Vægel gegenüber Draußel, klauk, tau; Bein, hei, Leiw; Besäuk, bläuht, Gäus’). – Der Ostholsteiner Wilhelm Wisser markierte die Monophthonge mit einem druntergesetzten Punkt, die Diphthonge mit einem draufgesetzten Dach. So finden sich bei ihm die Wörter Ạbend, dạl, Dạler, slạpen, Wạter; bẹten, drẹgen, ẹbenso, Ẹten, vẹl; öwer, söben, Söhn, Tögel, vör {jeweils ö mit Punkt} gegenüber andôn, Bôm, Brôder, klôk, tô; gêrn, hê, mêhr, Stên, Stêrt; Böm, Bröder, Döwel, Malhör, söken {jeweils ö mit Dach}. – Für uns in Schleswig-Holstein kommt eine Schreibung wie z. B. ›ou‹ UND ›ei‹ UND ›eu‹ nicht in Frage. Denn für Schleswig-Holstein gilt mindestens seit Groth und Müllenhoff eine andere Tradition und seit 1956 SASS (von den drei Heimatverbänden NS, HH und SH so beschlossen). Eine Lösung muss in Anlehnung daran gesucht und gefunden werden! – In den internationalen Computer-Zeichensätzen gibt es immerhin eine Möglichkeit, für die drei bei SASS verwendeten Altlängen-Zeichen o, e und ö einheitliche Ergänzungen in Form von ō, ē und ȫ einzusetzen. Diese einzig verfügbaren Zeichen habe ich in der ›SASS-ergänzenden Schreibweise‹ für die Zwielaute herangezogen. (Erst nachträglich ging mir auf, dass schon Otto Mensing in seinen Lautschriftergänzungen die Zeichen ō, ē und ø für die nämlichen Zwielaute verwendete, für ganz Schleswig-Holstein! Und Peter Jørgensen tat dies zum gleichen Zweck mit ō, ē und ȫ.)
Hinzu kommt bei mir das â für Wörter, die in SASS’scher Schreibweise nach hochdeutschem Schreib- und Lautungsmuster zu leicht kurz gesprochen würden. SASS’sche Wörter wie all, Ball, fallen, Kalf, Anstalt, Garr, Narr, blarren, Barg, narms erhalten in ergänzender Schreibweise das Dach: âll, Bâll, fâllen, Kâlf, Anstâlt, Gârr, Nârr, blârren, Bârǧ, nârms. (Eselsbrücke: Die a’s werden mit ›dithmarscher Spreizern‹ derart gedehnt, dass aus ihnen trotz der zwei Folge-Konsonanten Lang-a’s werden.)
Hinzu kommt das ė, das sonst als ›e‹ nach hochdeutschem Schreib- und Lautungsmuster zu leicht als Kurz-ä gesprochen würde. Diese einfachen e-Zeichen werden in SASS’scher Schreibweise gern in Wörtern wie em, den, denn, hen, Enn, hebben, seggen verwendet, weil sie in vielen Mundarten (dem Hochdeutschen näher) auch als Kurz-ä gesprochen werden. In Dithmarschen und (noch stärker) an der Niederelbe liegt aber zumeist Kurz-i-Lautung vor, deshalb ėm, dėn, dėnn, hėn, Ėnn, hėbben, sėggen. (Die i-Schreibung wie in Finster, Hingst und Minsch würde die zügige Worterkennung häufig behindern.)
Hinzu kommt drittens das ḃ; es soll dort, wo nach SASS ›v‹ geschrieben wird, darauf aufmerksam machen, dass in Dithmarschen eher [b] gesprochen wird oder im Fall von ›ölḃen, glȫḃen, sülḃen‹ eher [ölm, gloim, sülm]. (Ein ›v‹ mit aufgesetztem Punkt wäre mir lieber gewesen, ist aber nicht verfügbar.) (Siehe unter ›Schreibweise und Aussprache‹!)
Hinzu kommt viertens das selten verwendete ġ. Es wird eingesetzt, wenn eine harte [g]- oder gar eine [k]-Sprechweise sichergestellt werden soll, jedoch die schlichte ›g‹-Schreibung nicht vor [ch]-Sprechweise schützen würde und k-|ck-Schreibung ›weniger schön‹ wäre. (Siehe unter ›Schreibweise und Aussprache‹!)