Lester Willis Young, ok nömmt „Prez“ oder „Pres“ (* 27. August 1909 in Woodville, Mississippi; † 15. März 1959 in New York City) weer en US-amerikansch Tenorsaxophonist un Klarinettist. Lester Young weer en vun de inflootrieksten Saxophonisten vun den Jazz. Sien Spielwies markeert den Punkt vun den Övergang vun den Swing to‘n Bebop. Charakteristisch weern, ganz in‘ Gegensatz to den kraftvullen Sound vun Coleman Hawkins – sien schlank, hell Ton un sien elegant Speel. En hörbaren Infloot up dat Speel vun Lester Young harr Frankie Trumbauer.S. 1588 Gemeensam mit den Gitarristen Charlie Christian un den Bassisten Jimmy Blanton, weer he en vun de Slötelfiguren vun den Jazz in de fröh 1940er Johren. miniatur|rechts|290px|Lester Young, Upträe in den New Yorker Famous Door, ca. September 1946. Fotografie vun William P. Gottlieb. Sien Leven De fröh Johren 1909–1934
Sien Vader, Willis Handy Young weer en umhertreckend Musiker un Musiklehrer, de an dat Tuskegee Institut studeert hatte un de mit Karnevals- un Minstrel Shows stännig up Tournee weer. Sien Moder weer Schoolmeestersche mit kreoolsche Oorsprung.
Lester Young vertellt: „Mein Vater war ein Karnevalsmusiker. Er konnte alle Instrumente spielen, obgleich er die Trompete am liebsten mochte. Er gab auch Gesangsunterricht und reiste unentwegt durch die Lande, und gab immer weiter Musikunterricht, bis er in den vierziger Jahren starb.“S. 320
Lester weer noch en Kind, as sien Familie nah New Orleans truck, nah Algiers up de anner Siet vun den Mississippi. He is mit de Jazzmusik von New Orleans upwussen un hett Handzettel verdeelt, in de de Bands hör Upträe ankünnigen deen. As Kind hett he sien Vader selten to Gesicht kreegen, aber as he teihn Johr old weer, keem de Vader torüch un nehm hüm, sien Süster Irma un sien Bröer Lee in strengen Ünnerricht, mit de Afsicht, en Familienband to grünnen. In de sülvig Tiet hebbt sück sien Öllern ok scheeden laaten. Lester speel eerst Slagtüüch, denn studeer he Vigelien, en Tiet lang Trompeet, denn Altsaxophon.
As Lester Young ungefähr ölf Johr old weer, truck de Familienband tonächst nah Memphis, leet sück aber bald in Minneapolis daal un se sünd während de (schoolfree) Karnevalstiet dör verscheden US-Staten, mit Lester as Slagtüüchspeler un Plakatdräger för de Minstrel Shows tourt.
Mit 18 Johren Enn‘ 1927, nahdem he sück faken mit sien Vader streeden harr, hett he de Familienband, as de in Texas up Tour weer, verlaaten. He is denn Liddmaat vun de Grupp Art Bronson’s Bostonians wurrn, in de he meest Bariton- un Altsaxophon speel, aber ok woll all mal Tenorsaxophon, wiel de Tenorist vun de Band nich good genoog weer. 1929 is he weer vun de Bostonians weggahn, speel kört weer in sien Familienband in New Mexico un is in September 1930 Liddmaat vun Walter Pages Blue Devils wurrn, bi de he eenig ruuch Tieden beleev.„Wir, die ‚Blue Devils‘, wurden wirklich ausgequetscht“, hett he Leonard Feather vertellt, „und sollten vor drei Leuten spielen. Einmal wurden uns alle Instrumente abgenommen, und sie brachten uns zu den Eisenbahnschienen und sagten, wir sollten uns aus der Stadt machen... .“Dat passeer 1933 in Martinville, West Virginia, un weer dat Enn‘ vun de Original Blue Devils.
1931 arbeit Lester Young nah disse Begevenheit „freelance“ in de Gegend um Minneapolis, wo he in de Nest Club speel (ünner Eddie Barefield u. a.). In‘ Fröhjor 1932 gung he mit de Thirteen Original Blue Devils up Tour nah Oklahoma City, wo he Charlie Christian kennenlehrt hett, un speel mit de Band bit Midden 1933.In Minneapolis hett Young to’n eersten Mal de Band vun Count Basie hört: „Ich pflegte die Basie Band die ganze Zeit im Radio zu hören und fand, dass sie einen Tenoristen brauchen konnten. Sie spielten in Kansas City im ‚Reno Club‘. Es war verrückt, die ganze Band ging ab, bis auf den Tenor Spieler. Ich überlegte mir, dass es so nicht weitergehen konnte. Also schickte ich Basie ein Telegramm. Er hatte mich schon vorher gehört. Wir beide pendelten regelmäßig zwischen Minneapolis und Kansas City hin und her.“S. 300 düütsch Översetten nah Hentoff, ShapiroBenny Carter erinnert sück an Young in Minneapolis: „Als ich 1932 auf Tour mit den McKinney’s Cotton Pickers war, waren wir in Minneapolis und jemand erzählte uns von einem wunderbaren Altsaxophonspieler in einem Club im Ort. Ich ging hin, um ‚Prez‘ zu hören und war völlig hingerissen. Das war das größte Ding, was ich je gehört hatte.“
Lester Young harr sück all Frank Trumbauer un Bix Beiderbecke-Platten köfft („Frank war mein Idol!“). He mugg den Klang vun Trumbauers C-Melody-Saxophon un de sien Oord vun de Annäherung an de Melodie, wat hüm in de Utbillen vun sien eegen Spellwies beinflooten dee.De stilistisch Ähnlichkeit is up Upnahmen as For No Reason At All In ’C’ van 1927, dat Trumbauer tosommen mit Bix Beiderbecke [cn,p] un den Gitarristen Eddie Lang upnommen harr, ganz good to hörrn. Dör Bud Freeman sien eenzigoordig Phraseeren un Timbre Young denn up dat Tenorsaxophon brocht.
Intüschen weer Coleman Hawkins de „König“ up dat Tenorsaxophon, un nahdem Lester Young to dat Tenorsaxophon wesselt weer, entwickel he up sien Hööftinstrument en to Coleman gegensätzlichen Stil, weniger kühn hervörtredend un extrovertiert as de Stil vun den fiev Johr ölleren Hawkins. Young weer intüschen nah dat Uplöösen vun de Original Blue Devils Midden 1933 nah Kansas City trucken, wo he mit de Bennie Moten-George E. Lee Band, Clarence Love un King Oliver speel. Upmarksomkeit kreeg he in Jam Session in‘ Dezember 1933, in de dat to en musikalischen Wettstriet mit Coleman Hawkins vun de Fletcher Henderson Band keem. Nah en eerst kört Engagement in dat Count Basie and His Cherry Blossom Orchestra 1934, nahdem he ut Motens Orchester keem un sien Platz mit Herschel Evans tuuschen dee, de vun Basie to Moten gung, hett he de Grupp in‘ März verlaaten, um Hawkins vorövergahnd in de Fletcher Henderson Band to ersetten. Sien to Hawkins gänzlich ünnerscheedlich is bi de Bandliddmaaten aber up wenig Gegenleev stött un so hett he de Band nah wenig Maanden verlaaten.
De Basie Band 1934–1940
All bald gung Lester Young nah Kansas City torüch (as Deel vun de Band vun Andy Kirk), versehn mit en Breef vun Fletcher Henderson, in de de hüm versekern dee, dat he hüm nicht füert harr. 1935 weer he weer up „freelance“ Basis in Kansas City un Minnesota (u. a. in de Bands vun Boyd Atkins un Rook Ganz) tätig. 1936 weer he weer Liddmaat vun de Count Basie Band; de Plattenproduzent John Hammond hett hüm hörrt un hett denn mit Lester an‘ 9. Oktober 1936 sien eerst Platte upnommen; veer Stücken, in Chicago mitsneeden, as se en Engagement in dat „Grand Terrace“ harrn, mit Basie, den Trompeter Carl „Tatti“ Smith, de Rhythmusgrupp ut Walter Page un Jo Jones, as ok den Singer Jimmy Rushing. As de Platten bi Vocalion Records ünner de Naam Jones-Smith Inc. rutkeemen, wurr klar, dat sück dat um en nee Oord vun Musik hanneln dee. „Ökonomisch, weniger ist mehr“, schreev Gunther Schuller völ later.S. 156 Sünners Oh, Lady Be Good! hett hüm ünner Musikers bekannt makt.
Dree Maand later nehm dat gesamte Count Basie Orchestra in New York City sien eerst Session (dokumenteert up The Original American Decca Recordings), un gau kreeg de dormalig Jazzszene mit, dat dat en nee Oord un Wies vun dat Saxophonspeel geev.Dexter Gordon beschrifft dissen Moment: „Hawkins hatte wirklich alles Mögliche getan und war ein Meister auf seinem Horn, aber als Prez erschien, hörten wir nur noch ihn. Prez hatte einen völlig anderen Klang, einen, auf den wir alle gewartet hatten; der erste, der wirklich eine Geschichte auf dem Tenor erzählte.“
De Ankunft vun Lester Young in de Basie Band 1936 keem tosommen mit de fievjohrig Afwesenheit vun Coleman Hawkins, de in Europa weer. En wichtig Faktor weer, dat Young för sien innovativ Experimente mehr Tospröök kreeg, as dat mögelk ween weer, wenn Hawkins noch de ganz Upmarksomkeit vun de amerikaansch Jazzszene up sück trucken harr.
Nu beleev Young de fruchtbarste un glückelkste Tiet in sien Karriere. In de so nömmt „Tenor Battles“ hett sück Lester Young musikalische Slachten mit sien Bandkollegen Herschel Evans leefert, de in de Hawkins-Traditschoon stunn un de Basie effektvoll Young tegenöverstellen dee. As Evans 1939 up eenmal sarv, övernehm Lester Young de sien musikalisch Rull in de Band. Aber Evans sien Dood hett hüm ut de Bahn smeeten un he fung an to drinken.Jo Jones erinnert sück: „Damals hatte Lester größten Respekt und Bewunderung für Herschel Evans; als er starb, war es gerade so, als würden Zwillinge sterben. Er wollte seinen Mantel nehmen und den Sitz verlassen, aber die Jungs brachten ihn zurück.“
Ok sien Upnahmen mit lütt Gruppen as de Kansas City Six/Five (Lester leaps in 1939) un sünners mit de Singerin Billie Holiday hebbt hüm bekannt makt. Sien Ökelnaam „Prez“ (oder „Pres“), meent is „the president“, harr he vun Billie Holiday oder „Lady Day“, as he höt beteken dee. Siet se 1937 gemeensam Plattenupnahmen makt harrn, weern se eng befrüend, de trotz de länger Tieden, in de se sück nich sehn deen, bit to Youngs Dood 1959 anhull. En Teken vun sien wassend Ruhm wiest de Deelnahm an de Carnegie Hall Konzerten vun Benny Goodman 1938.
De Kriegstiet miniatur|rechts|290px|Lester Young mit Ray Bauduc, Herschel Evans, Bob Haggart, Eddie Miller, Matty Matlock, Howard Theatre, Washington D.C., ca. 1941. Fotografie vun William P. Gottlieb. 1940 hett Lester Young de Basie Band verlaaten. Sien Bröök mit Count Basie liggt in sien komplexen Persönlichkeit begrünnd: He hett sück wiegert, an en Freedag, den 13. an en Upnahmsitzung mittowarken. Dornah hett he Anfang 1941 en körtlevend Grupp in den Jazzclub Kelly’s Stable up de New Yorker 52nd Street leit. In‘ Mai 1941 is he tosommen mit sien Bröer, de Slagtüüchspeler Lee Young, Liddmaat in en Sextett wurrn, mit de he in Los Angeles un in‘ September 1942 in‘ Club Cafe Society in New York speel. Trotz all Bewunnern un de Publicity, de he kreeg. gelung hüm dat nich, en Band över en langeren Tiet to hollen; he weer eenfak kien boren Bandleader. De Partnerschaft mit sein Bröer gung 1943 to Enn‘ un Lester funn sück – wat för en Ironie – as Sideman in en Band weer, de vun den fähigen, aber nich bedüüdend Tenorsaxophonisten Al Sears leit wurr.
In‘ Dezember 1943 steeg he so abrupt, as he utsteegen weer, weer in de Count Basie Band in. Dit tweet Mal weer hör Tosommenarbeit woll nich so spektakulär as vun 1936 bit 1940, hull aber während de „recording ban“ 1942/44 an; dorher gifft dat kien offiziell Plattenupnahmen ut disse Tiet. 1944 wunn he da teerst Mal de Down Beat Polls as best Tenorsaxophonist.